K.o. in der ersten Runde

Fußball  Hollenbach scheitert im WFV-Pokal nach zweimaliger Führung mit 3:4 gegen Ilshofen

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Michael Kleinschrodt (2.v.l.) brachte sein Team zwischenzeitlich in Führung, doch am Ende jubelten die Ilshofener.

Foto: Marc Schmerbeck

Es bleibt dabei, der Pokal ist nicht gerade der Lieblingswettbewerb des FSV Hollenbach. Durch eine insgesamt unnötige 3:4 (2:2)-Niederlage gegen den Oberligisten TSV Ilshofen war die erste Runde zum dritten Mal in Folge die Endstation. Dabei hatte der Verbandsligist die bessere Spielanlage. Doch beide Defensiven wiesen große Lücken auf und hatten bei Standards so ihre Probleme. "Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht", sagte FSV-Trainer Martin Kleinschrodt. "Wir hatten eine gute Spielanlage. Wir sind aber einfach zu naiv im Zweikampf in der Defensive."

Die Hollenbacher begannen schwungvoll. Schon in der ersten Minute tauchten sie vor dem Tor auf. Die Führung erzielten aber zwei Minuten später die Ilshofener. Nach einem Freistoß von Daniel Schmelzle traf Nico Rodewald per Kopf.

Erst der Ausgleich, dann die Führung

Der FSV blieb ruhig und glich in der 15. Minute aus. Lorenz Minder behielt die Übersicht, legte zurück und Christoph Rohmers Schuss aus 18 Metern war passgenau unter die Latte. Fünf Minuten später legte Michael Kleinschrodt das 2:1 nach. Einen halbhohen Ball in den Strafraum nahm er mit der Brust an und schloss direkt aus der Drehung ab.

Weiter ging es munter hin und her. Hollenbach hatte die bessere Struktur im Spiel, doch Ilshofen war nach langem Bällen oder Standards immer gefährlich. So führte wieder ein Freistoß zum 2:2 in der 35. Minute. Daniel Schmelzle hatte es aus 30 Metern einfach mal probiert und der Ball landete flach im Eck. Mit dem 2:2 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatte Hollenbach den besseren Start. Nach einem Eckball traf Marius Uhl (47.) per Kopf zur 3:2-Führung. Danach war der FSV das spielbestimmende Team. Die ganz klaren Möglichkeiten blieben aber aus. Die Ilshofener kamen in dieser Phase gar nicht mehr gefährlich in die Nähe des Tores der Gastgeber. Und trotzdem fiel in der 77. Minute der Ausgleich. Benjamin Kurz war nach einem langen Ball nicht zu halten, legte zurück und Michael Eberlein schloss zum 3:3 ab.

Jetzt war Ilshofen wieder im Spiel und machte Druck. Wieder Eberlein traf zum 4:3. Dieses Mal per Kopf nach einem Freistoß. Von der Unterkante der Latte sprang der Ball hinter die Linie. Durch ihren Einsatz und Willen in den letzten Minuten verdienten sich die Ilshofener dann den Sprung in die zweite Runde. "Drei Standard-Gegentore, das ist Wahnsinn", sagte Kleinschrodt. Der ehemalige Hollenbacher Julian Schiffmann meinte: "Das Spiel hatte ein ordentliches Niveau nach der Corona-Pause." Der Ilshofener musste verletzt zuschauen. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns durch den Spirit zurück gekämpft. Das Tor hat uns belebt", sagte Schiffmann. "Für unser Spiel hatten wir einen Tick zu viele lange Bälle." Das reicht aber gegen eine zu lässige Abwehr.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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