"Ich freue mich, in Heimatnähe zu spielen"

Fußball  Seit dieser Saison spielt Fabian Czaker beim Landesligisten Türkspor Neckarsulm. Vor zehn Jahren stand der 29-jährige Stürmer in Diensten der TSG Öhringen. Diesen Samstag ist der Neuensteiner mit Neckarsulm in Öhringen zu Gast.

Email

Ist ein Großer: Fabian Czaker (links), hier an der Seite von Teamkollege Muhammed Yücel. Foto: Marc Schmerbeck

Seit dieser Saison spielt Fabian Czaker beim Landesligisten Türkspor Neckarsulm. Vor zehn Jahren stand der 29-jährige Stürmer auch in den Diensten der TSG Öhringen (2011 bis 2013). Dazwischen sammelte er in Ludwighafen, Pforzheim, Hollenbach, Ilshofen oder Essingen Verbands- und Oberliga-Erfahrung. An diesem Samstag ist der Neuensteiner mit Neckarsulm im Öhringer Otto-Meister-Stadion zu Gast.

Herr Czaker, welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Zeit in Öhringen?

Fabian Czaker: Ich war noch jung, hatte eine kurze Anreise und durfte in einem guten Stadion spielen. Die Mannschaft, die wir damals hatten, war richtig geil. Ich freue mich darauf, wieder dort zu spielen. Ich sehe es aber nicht als besonderes Spiel an, ich freue mich eher darüber, wieder in Heimatnähe zu spielen.


Damals wurden Sie von Martin Weiß trainiert. Er ist jetzt wieder Coach bei der TSG. Wie sehen Sie das Duell?

Czaker: Ich habe schon einmal gegen ihn gespielt. Mit Untermünkheim, nachdem ich von Öhringen dorthin gewechselt bin. Das ist jetzt aber fast zehn Jahre her und vergessen. Ich will aber wieder gewinnen und nehme das Spiel ernst, aber nicht mehr als die anderen. Denn ich will am Ende Torschützenkönig in der Liga werden. Deshalb ärgert es mich auch, dass ich schon drei Spiele verletzt gefehlt habe. Ich hatte einen Muskelfaserriss.


Wie haben Sie sich in Neckarsulm eingelebt? Die Ergebnisse haben ja bisher gepasst mit sieben Siegen in sieben Spielen.

Czaker: Gut. Es gefällt mir. Es ist genau so, wie ich es erwartet habe. Auch dass wir so erfolgreich sind. Das hätte ich in der Vorbereitung noch nicht gedacht. Aber es funktioniert jetzt. Wir stehen ordentlich da, sind zufrieden. Jeder hört auf Kushtrim Lushtaku, er macht ein gutes Training und wir gehen in jedes Spiel wie in ein Endspiel.


Auch gegen das Schlusslicht Öhringen?

Czaker: Ja, wir nehmen Öhringen ernst, unterschätzen niemanden. Aber für Öhringen ist es ein leichteres Spiel als für uns. Was unsere Qualität betrifft, können wir nur uns selbst schlagen. Ich kenne die Einzelspieler und die sind gut. Ich hätte die eigentlich weiter vorne erwartet. Aber auch die werden noch ihre Punkte holen.


Auch wenn Ihre Zeit in der Landesliga schon eine Weile her ist. Wie finden Sie die Klasse jetzt?

Czaker: Schlecht. Ich hatte das Niveau aus meiner Zeit in Untermünkheim deutlich besser in Erinnerung. Damals noch mit Mannschaften wie Backnang, Ludwigsburg, Schluchtern, Fellbach oder Rutesheim. Ich finde, die Qualität hat nachgelassen. Gegen uns war Obersontheim bisher die beste Mannschaft. 

 


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

Kommentar hinzufügen