Hoeneß weiß, warum Hoffenheim vor Mainz viel Respekt haben muss

Fußball  Vor dem Heim-Duell mit dem FSV schaut der TSG-Trainer aufs bittere 1:2 im März und die Erfolgsbilanz der Svensson-Elf. Dennis Geiger mit guten Startelf-Chancen.

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Vordere Tabellenhälfte oder Abrutschen in Richtung der roten Zone? Darum geht es, auch für Dennis Geiger (links, im Zweikampf mit Dortmunds Mo Dahoud).

Foto: dpa

Sebastian Hoeneß kennt die Zahlen ziemlich genau. "Ich glaube, sie haben in den letzten 14 Spielen nur zwei verloren, das spricht schon eine sehr deutliche Sprache", sagt der Trainer der TSG Hoffenheim über den FSV Mainz, der an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) in der Sinsheimer Arena als Gegner auftauchen wird.

Acht Siege und vier Unentschieden gelangen den Mainzern saisonübergreifend in der von Hoeneß angesprochenen Phase. Einer dieser FSV-Siege ist dem Hoffenheimer Trainer besonders präsent: die ernüchternde 1:2-Heimniederlage der TSG vom 21. März, als die Gäste schon nach 26 Sekunden erstmals ins Tor trafen. "Das ist etwas, das uns natürlich nicht passieren darf." Hoeneß geht es deshalb "um die mentale Komponente", dass "wir sofort da sind, hellwach sind", obwohl viele seiner Profis mit diversen Länder-Auswahlteams "zehn Tage unterwegs waren, andere Spielphilosophien kennengelernt haben".

Zurück zum überzeugenden Fußball

Hoeneß will seine Mannschaft nun "direkt wieder ausrichten auf das, was wir vorhaben". Überzeugenden Hoffenheimer Fußball, wie es ihn zuletzt in Dortmund gab, trotz der unglücklichen 2:3-Niederlage.

Ein Sieg, ein Remis und eben dieses 2:3, so sind die Kraichgauer in die Bundesliga-Saison 2021/22 gestartet. Der FSV Mainz hat zwei Punkte mehr geholt. Es ist nun also eine wegweisende Partie für die TSG Hoffenheim. Abrutschen ins hintere Tabellenfeld oder vorbeiziehen am Gegner und dranbleiben an der erweiterten Spitzengruppe, darum geht es an diesem Samstagnachmittag.

Hoeneß und Svensson kennen sich aus der A-Jugend

Den Mainzer Erfolgstrainer Bo Svensson kennt Sebastian Hoeneß gut. "Wir haben damals auch in der A-Jugend-Bundesliga gegeneinander gespielt." Svensson war als Trainer für die Mainzer U19 zuständig, Hoeneß fürs Talente-Team des FC Bayern München. Der Kontrahent stehe "für eine klare Spielphilosophie", sagt der heutige Hoffenheimer Bundesliga-Coach. Und "er ist sehr emotional am Spielfeldrand. Positiv verrückt würde ich ihn da mal bezeichnen. Aber wenn das Spiel vorbei ist, finde ich ihn ganz angenehm."

Wobei die jeweilige Gemütsverfassung wohl davon abhängt, wie die Partie verlaufen wird, wer als Sieger oder Verlierer dasteht. Hoeneß spricht jedenfalls mit großem Respekt von einem "sehr, sehr unangenehmen Gegner". Denn die Mainzer "spielen sehr, sehr körperlich, sehr, sehr intensiv, aggressiv, nach Ballgewinn schalten sie schnell um".

Geiger ist noch nicht wieder bei 100 Prozent

Der in der vergangenen Saison ewig lang verletzt ausgefallene Dennis Geiger hat bei der TSG erneut gute Startelf-Chancen. Er habe zuletzt im zentralen Mittelfeld ein "sehr, sehr ordentliches Spiel gemacht gegen Dortmund", sagt der Trainer und unterstreicht damit die gute Kicker-Note von 2,5 für Geiger, der "einerseits spielerisch Akzente setzen" konnte, "andererseits aber auch läuferisch dort 80 Minuten durchgehalten" habe, bevor es zu Muskelkrämpfen kam. In der 83. Minute musste der 23-Jährige ausgewechselt werden. Zu 100 Prozent ist er noch nicht fit. Jeder Startelf-Einsatz tut dem Hoffenheimer Eigengewächs aber gut.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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