Gieriger VfB Eppingen hat weitere Beute im Visier

Fußball  In Durlach-Aue sollen am Samstag die nächsten drei Eppinger Punkte her. Der Fußball-Verbandsligist ist aber noch aus der Vorwoche gewarnt.

Email

Aus dieser Chance wurde nichts: Trotzdem gewannen Florian Kradija (rechts) und der VfB Eppingen zuletzt noch gegen Kirchfeld.

Foto: Klaus Krüger

Noch neun Punkte. Das wäre die maximal mögliche Ausbeute für den Fußball-Verbandsligisten VfB Eppingen bis zur Winterpause. Und bisher liegen die Jäger aus dem Kraichgau im Plan: Von fünf Spielen gegen vermeintlich leichte Gegner hat das Team von Trainer David Pfeiffer die ersten beiden gewonnen, also sechs Punkte geholt - das maximal Mögliche. Doch die punkte-gierigen Eppinger sind noch lange nicht satt.

Fehlende Erfahrung des Gegners soll ausgenutzt werden

Auf ihrem Beutezug steht an diesem Sonntag (14.30 Uhr) das Duell bei der SpVgg Durlach-Aue an, dem Tabellenvorletzten. Mit sechs Punkten aus zwölf Spielen sind die Gastgeber bisher weniger als Punktjäger denn als Punkteliferant aufgefallen. Mit acht erzielten Treffern scheinen die Durlacher auch keine große Gefahr für ihre Gegner zu sein. Doch genau darin liegt die Krux. "Sie haben junge und fitte Spieler, die mit sehr viel Leidenschaft agieren", sagt Pfeiffer. Zwar fehle dem Team die Erfahrung und Cleverness, das aber müsse man erstmal ausnutzten.

Wie schwer das gegen einen solchen Gegner werden kann, haben die Eppinger in der Vorwoche erst erlebt. Gegen Kirchfeld, aktuell wieder Tabellenletzter, mussten die Kraichgauer ihre Ärmel hochkrempeln und bis zum Schluss um die erwarteten drei Punkte kämpfen. Das ist dem VfB eine Mahnung. "Es war ein Fingerzeig, dass wir Mannschaften aus der unteren Tabellenregion nicht mal eben locker im Vorbeigehen schlagen", sagt Pfeiffer.

In der Vorwoche fiel der erlösende Siegtreffer erst kurz vor Schluss

Gegen Kirchfeld gerieten die Eppinger auf eigenem Platz früh mit 0:1 in Rückstand. Das hat dem Gegner in die Karten gespielt. Zumal der ohnehin darauf aus war, "uns zu ärgern", sagt Pfeiffer. So taten sich die Eppinger Jäger schwer. "Wir waren in der ersten Hälfte auch zu hektisch", sagt Pfeiffer. Und doch gelang dem VfB zeitnah der Ausgleich - bis zum erlösenden Siegtreffer aber sollte es bis in die Schlussphase dauern.

Der Gegner habe das auch clever gemacht, habe sich - je länger es unentschieden stand - immer weiter zurückgezogen. Letztlich bedurfte es einer ganz feinen Kombination, die Alexander Rudenko auf Zuspiel von Alessandro Sautter sehenswert zum 2:1 abschloss. Damit waren die drei Punkte sicher und die Eppinger auch mit einem knappen Sieg zufrieden - der aber hochverdient gewesen sei, sagt der Trainer.

Durlach-Aue schätzt der Eppinger Trainer als ganz ähnlichen Gegner ein. Einer, der in dem Spiel nichts zu verlieren hat. "Für sie wäre es ein Mega-Erfolg, gegen uns einen Punkt zu holen", sagt Pfeiffer. Ähnlich wie der FV Kirchfeld könnte die SpVgg versuchen, mit einer Führung Unruhe beim VfB zu stiften.

Konkurrenten nehmen sich am Wochenende gegenseitig Punkte ab

Um ihrem Ziel näher zu kommen, den Abstand auf alle vor ihnen platzierten Teams zu verkürzen, geht es für den VfB darum, seine Hausaufgaben zu machen. "Wir müssen das auf den Platz bringen, was wir können", sagt der Trainer. Dann komme man dem gesteckten Ziel auch näher. Zumal die Konkurrenz sich die Punkte bis zur Pause gegenseitig abnimmt.

An diesem Wochenende treffen mit dem VfR Mannheim und dem FC Zuzenhausen zwei der Teams im direkten Duell aufeinander, die mit einem Punkt mehr auf dem Konto vor dem VfB stehen. Ein Sieg vorausgesetzt, könnte Eppingen am Sonntag auf jeden Fall einen Platz gutmachen. Personell sieht es für die Kraichgauer wieder etwas besser aus: Alex Rudenko war letzte Woche schon fit genug, Emre Durmus kam pünktlich aus dem Urlaub zurück und hat voll trainiert. Auch Serhat Ayvaz wird im Kader sein. Reichlich Optionen für den Beutezug.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

Kommentar hinzufügen