Gesundheit ist ein großes Thema beim FSV Hollenbach

Fußball  Viele Verletzte trüben beim Verbandsligisten die Zuversicht für das Auswärtsspiel in Heimerdingen. Rund um den Spielbetrieb zählt das Thema Corona, Abstands- und Hygiene-Regeln werden beachtet.

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Die Hollenbacher um Boris Nzuzi (Mitte) haben mit Personalsorgen zu kämpfen, sollten diese aber in Heimerdingen ausblenden.

Foto: Marc Schmerbeck

Ein Thema war Martin Kleinschrodt besonders wichtig. Der Trainer des Verbandsligisten FSV Hollenbach sprach es extra noch einmal an. Corona. "Wir nehmen es ernst", sagt Kleinschrodt. Bei den Auswärtsfahrten werden im Bus wie vorgeschrieben von Verantwortlichen und Spielern Masken getragen. Gut, dass die Reise zum TSV Heimerdingen am Sonntag (Spielbeginn 15 Uhr) nicht zu den weitesten Auswärtsfahrten gehört.

"Wir achten darauf, die Regeln einzuhalten", sagt Kleinschrodt. "Wir halten auch im Training wenn es geht Abstand. Gerade auch in den Kabinen vor und nach dem Spiel muss man sehr aufpassen. Es ist doch toll, dass es in Freiluftsportarten im Moment normal weitergeht." Aber damit es auch so bleibt, müssen sich eben die Spieler und auch Zuschauer an die Regeln halten. Denn, so Kleinschrodt: "Die Gesundheit geht vor."

Die Liste der Ausfälle beim FSV ist lang

Aber gerade die Gesundheit - auch in einem anderen Bereich wie Corona - ist beim FSV im Moment ein Thema. Denn die Liste der Ausfälle ist lang. Und sie wurde trotz der Spielabsage und der Zwangspause am vergangenen Wochenende noch ein Stück länger statt kürzer. Denn Christoph Rohmer, gerade erst wieder genesen, plagt nun erneut die Achillessehne. Er gesellt sich zu Michael Kleinschrodt, Lorenz Minder, Sebastian Hack, Hannes Scherer, Philipp Volkert und Felix Limbach. "Nachdem dann auch noch das Spiel in der vergangenen Woche ausgefallen ist, ist alles nicht im richtigen Rhythmus", sagt Kleinschrodt. "Da müssen wir uns jetzt dagegen stemmen." Vor allem in der Offensive fehlen dem Trainerteam so langsam die Alternativen.

"Die Spieler, die noch da sind, haben super trainiert und sind willig", sagt Kleinschrodt. Es ist nicht die Qualität, die ihn sorgt, sondern die Quantität. Es fehlen die Alternativen, um auf den Spielverlauf reagieren zu können. Es sind aber auch die Automatismen, die vorher gegriffen haben, die nun durch die notwendigen Umstellungen nicht mehr so vorhanden sind. Die müssen wir jetzt wieder reinbekommen", sagt Kleinschrodt.

Heimerdingen soll nicht unterschätzt werden

Die Erinnerungen an Heimerdingen sind allerdings keine guten. In der vergangenen Saison unterlag der FSV gegen das aktuelle Verbandsliga-Schlusslicht mit 1:2. "Wir werden die auf keinen Fall unterschätzen. Bei denen geht es um alles und die werden sich reinhauen", sagt Kleinschrodt. Die haben zum Beispiel gegen Berg 3:3 gespielt und am vergangenen Wochenende in letzter Minute gegen Neckarrems gewonnen." Es war der erste Heimerdinger Saisonsieg.

"Das ist ein Gegner, der hinten drinsteht", sagt Martin Kleinschrodt in doppeltem Sinne. Denn er rechnet mit einem sehr defensiv agierenden Gastgeber. "Es ist sehr unangenehm, bei denen zu spielen. Das wird nicht einfach auf deren kleinem Platz", sagt Kleinschrodt. "Die werden sicher eine Taktik ausgearbeitet haben, wie sie gegen uns verteidigen. Wir müssen schauen, wie wir uns da anstellen Aber wir gehen es an."

Der Trainer erwartet einen defensiv auftretenden Gegner

Seine Mannschaft muss nach den Umstellungen neue Lösungen in der Offensive finden, aber auch auf defensive Stabilität achten. "Es wird wie in Neu-Ulm ein schweres Auswärtsspiel gegen einen Gegner, der tief steht und auf Konter lauert. Die müssen wir unterbinden. Darauf stellen wir uns ein", sagt Kleinschrodt.

Denn eines ist auch klar: "Wir wollen unbedingt vorne dabei bleiben." Der FSV steht auf dem dritten Platz der Verbandsliga. Spitzenreiter TSV Essingen ist schon um sechs Punkte enteilt - freilich mit einem Spiel mehr. Auf Platz zwei, ebenfalls mit einem Spiel, aber nur einem Punkt mehr, steht der TSV Berg. Insofern stehen auch die Hollenbacher unter einem gewissen Druck.

"Bei den anderen Mannschaften in der Spitzengruppe läuft es optimal", hadert Kleinschrodt etwas mit der Personalsituation. "Aber wir haben trotzdem eine gute Mannschaft und Spieler, die etwas reißen können." Während die Hollenbacher in Sachen Corona-Regeln so weit es geht Abstand halten, soll er zur Tabellenspitze nicht allzu groß sein. Schließlich weiß keiner, wie lange die Saison aufgrund der aktuellen Lage gehen wird.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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