Geht es nach dem neuen Vorstandsmitglied, sollen die NSU-Kicker zu einer Marke werden

Fußball  Vorstandsmitglied Pascal Zartmann übernimmt beim Oberligisten Neckarsulm den vakanten Posten des Abteilungseiters. Für die NSU-Fußballer hat er große Ziele.

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Geht es nach dem neuen Fußball-Abteilungsleiter Pascal Zartmann sollen die Spieler des Oberligisten Neckarsulmer Sport-Union künftig noch öfters über Siege jubeln und das vor deutlich mehr Zuschauern.

Foto: Alexander Bertok

Am 28. September 2019 wurde Klaus-Dieter zur Linden offiziell in den verdienten Ehrenamts-Ruhestand verabschiedet. Ein Nachfolger für "KD" im Amt des Abteilungsleiters gab es danach lange Zeit nicht. Erst am vergangenen Montag wurde mit Pascal Zartmann ein neuer Spartenchef vorgestellt.

"Ich bin ab sofort abteilungsleitender Vorstand der Fußballer", bestätigt Zartmann, der zudem als Vorstandsmitglied im Gesamtverein die Belange der Abteilungen Boxen, Karate, Turnen und E-Sport vertritt. Helmut Zartmann, der als weiteres Mitglied der NSU-Führung bisher die Fußballer in der Vorstandschaft vertrat, wird dies auch weiterhin tun, in einer Doppelspitze mit Pascal Zartmann.

Guter Draht zu wichtigen Personen der Fußballer

"Ich verfüge über einen guten Draht zu den verantwortlichen Personen der Fußballer, ohne die diese Abteilung nicht so gut funktionieren würde", erzählt Pascal Zartmann. "Hauptziel ist es, die Oberliga-Mannschaft auf ihrem jetzigen Niveau zu stärken, vielleicht sogar in den nächsten drei oder vier Jahren etwas weiter voran zu bringen. Zudem ist mir die Nachwuchsarbeit sehr wichtig, die Jugend ist den Aktiven gleichgestellt und soll ebenfalls noch besser gefördert werden."

Auf einen Nenner gebracht, will der neue Abteilungschef die Fußballer zu einer Sport-Marke wachsen lassen. "Ich will mehr Menschen ins Stadion und zu den Spielen bringen", sagt Pascal Zartmann. "Da gibt es genügend Themen, die für ein größeres Zuschauer-Aufkommen eine Rolle spielen und die intern zu besprechen sind. Wir wollen dafür sorgen, dass es wieder interessanter wird auf den Fußballplatz zu kommen und müssen bei den Neckarsulmern wieder für mehr Herzblut sorgen." Zudem soll das Standing in der Region verbessert werden, um so für Besucher aus dem ganzen Unterland eine Adresse zu werden.

Zartmann fühlt sich als Teamplayer

"Ich werde mich jetzt mit anderen Abteilungs-Verantwortlichen zusammensetzen, um meine Ziele darzulegen, aber auch um deren Wünsche mit aufzunehmen und darüber zu diskutieren. Nicht dass es heißt, jetzt kommt einer, der das Rad neu erfunden hat", sagt Zartmann, fühlt sich als Teamplayer und fügt mit einem Augenzwinkern an: "Vielleicht waschen die mir dann auch teilweise gleich den Kopf und sagen, das funktioniert so nicht."

Eine lange Zeit war es die Sportliche Leitung um Thorsten Damm, die einige administrativen Aufgaben des Abteilungsleiters schultern mussten. Jetzt herrscht wieder eine Art Gewaltenteilung und der Sportliche Leiter Damm kann sich wieder voll und ganz der Kaderplanung widmen, während Zartmann das organisatorische Drumherum übernimmt und das Gesicht des Vereins nach außen darstellt. Auch in der Sponsoren-Akquise will sich der neue Frontmann einbringen.

"Konkurrenz belebt das Geschäft. Man wächst durch seine Aufgaben"

Dass die derzeitige Runde aller Wahrscheinlichkeit nach abgebrochen wird, und eventuell die Oberliga durch Regionalliga-Absteiger in der Saison 2021/22 noch stärker besetzt sein könnte, auch wenn der aktuelle Spitzenreiter SGV Freiberg quasi eine "Wildcard" für den Aufstieg in die Viertklassigkeit erhält, bringt Zartmann nicht aus der Ruhe. Er meint gelassen: "Aus sportlicher Sicht sehe ich das so, Konkurrenz belebt das Geschäft. Man wächst durch seine Aufgaben." Das gilt nicht nur für das Fußballteam, sondern auch für Abteilungsleiter Pascal Zartmann.

 

Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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