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Geht der Hoffenheimer Anti-Kostic-Plan auf?

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß hat sich vor dem Heimspiel gegen Frankfurt eine "kleine Sonderaufgabe" ausgedacht. Andrej Kramaric wird gegen die Eintracht wohl in die Startelf zurückkehren.

Andreas Öhlschläger
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Geht der Hoffenheimer Anti-Kostic-Plan auf?
Filip Kostic ist als Flügelflitzer auf der linken Seite ein Trumpf-Ass. Für Eintracht Frankfurt ist der Serbe ein Spieler, der oft den Unterschied ausmacht. Foto: dpa

Es geht um die Kunst. In vielerlei Hinsicht. Da ist die Kunst des Trainers, die richtigen taktischen Kniffe zu finden und das richtige Personal aufs Spielfeld zu schicken. Und die Hoffenheimer Fußballprofis müssen ihr Können dann auch zeigen, wenn es an diesem Samstagnachmittag (15.30 Uhr/Sky) darum geht, Eintracht Frankfurt zu schlagen.

Auf den vierten Tabellenplatz kann die TSG Hoffenheim im Idealfall klettern. Genügend Talent ist im Kader des Bundesligisten aus dem Kraichgau vorhanden.

Sebastian Hoeneß: Georginio Rutters Potenzial ist enorm

Im Mittelpunkt standen nach dem 6:3-Sieg der TSG in Fürth vor allem zwei Stürmer, Georginio Rutter und Ihlas Bebou. Der eine erzielte zwei Tore, der andere drei. Über den 19-jährigen Franzosen Rutter sagt Trainer Sebastian Hoeneß: "Das Potenzial ist enorm. Aber die Kunst ist es, dies dann immer wieder auch auszuschöpfen."

Die Kunst von Hoeneß liegt darin, Rutters Entwicklung weiter zu fördern. "Georginio hat enorme Fähigkeiten, er ist ein Spieler, der extrem spannend ist, mit dem es unheimlich Spaß macht zu trainieren, zusammenzuarbeiten. Er ist extrem motiviert, er ist trotzdem noch auf eine gewisse Art so unbekümmert und frei." Rutter und Bebou sollen auch gegen die Eintracht für Hoffenheimer Jubelmomente sorgen.

Kramaric ist ein Unterschied-Spieler

Auf die Startelf-Position hinter den TSG-Sturmspitzen wird wohl Andrej Kramaric zurückkehren, der nach seiner Länderspiel-Kopfverletzung schon einen Einwechsel-Einsatz in Fürth hatte. Der Kroate Kramaric ist seit Jahren immer wieder der Spieler gewesen, der den Unterschied zu Gunsten der TSG Hoffenheim ausgemacht hat.

Einen solchen Spieler, der mit seiner individuellen Offensiv-Klasse alles drehen kann, hat auch Eintracht Frankfurt in den eigenen Reihen, es ist der Serbe Filip Kostic. Ihn zu bremsen, ist für die TSG eine ganz wichtige Aufgabe.

Kostic soll in der Defensive beschäftigt werden

Es ist die Kunst des Trainers, das richtige Konzept zu entwickeln. Sebastian Hoeneß sagt: "Ich glaube, es geht einerseits darum, ihn defensiv zu beschäftigen, zu stellen, zu bekämpfen, andererseits natürlich über eigene Offensivaktionen ihn in der Defensive zu binden."

Kostic ist auf der linken Außenbahn zu Hause, wo er mit viel Geschwindigkeit für Impulse sorgt. Hoeneß hat davor Respekt, betont aber auch: "Wir haben da Spieler, die Speed verteidigen können." Pavel Kaderabek wird es nicht sein, "er ist sicher kein Startelf-Kandidat", verrät Hoeneß.

Pavel Kaderabek ist kein Kandidat für die Startelf

Der Tscheche in Hoffenheimer Diensten ist nach seiner dann doch ziemlich langen Verletzungs-Zwangspause zwar wieder im Training, aber längst noch nicht vollkommen fit. Und die Aufgabe gegen Kostic verlangt 100-prozentige Einsatzbereitschaft.

Hoeneß spricht davon, das sei "schon so eine kleine Sonderaufgabe". Es geht darum, den Offensivdrang des Frankfurter Flügelflitzers zu bremsen, wenn er sich dem TSG-Tor nähert, ihn aber auch möglichst weit von Schlussmann Oliver Baumann weg zu halten, indem man Kostic mit Abwehrarbeit beschäftigt.

Sebastian Hoeneß sagt: "Das wird die Kunst sein."

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