Für die SG Sindringen/Ernsbach ist es eine Frage der Konstanz

Fußball  Beim Fußball-Landesligisten SG Sindringen/Ernsbach liegt der Fokus auf dem eigenen Leistungsvermögen. Am Wochenende startet die Saison. Trainer Tobias Strothmann sieht seine Mannschaft nach der Vorbereitung auf einem ordentlichen Stand.

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Thilo Baier (rechts) und sein Bruder Christian (im Hintergrund) sind die erfahrensten Akteure beim Landesligisten SG Sindringen/Ernsbach. Um sie herum passt die Mischung im Team.

Foto: Marc Schmerbeck

Die SG Sindringen/Ernsbach geht bereits in ihre dritte Saison in der Landesliga. Eine komplette Spielzeit hat das Team aber bisher noch nicht absolviert. Zwei Mal wurde die Runde wegen der Corona-Pandemie vorzeitig abgebrochen. In der Premierensaison durfte die SGSE 18 Partien absolvieren, in der vergangenen waren es nur zwölf. "Ich hoffe, dass wir die Saison nun durchbekommen", sagt Trainer Tobias Strothmann. "Irgendwann muss es auch mal weitergehen. Wir können es doch nicht ewig mit den Einschränkungen durchziehen. Das Impfangebot ist ja da und die Hygienekonzepte werden gut umgesetzt."

An einen erneuten Saisonabbruch mag im Moment keiner denken.

Das Team scheint für den Saisonauftakt gut gerüstet

Die Mannschaft scheint nach den beiden WFV-Pokalspielen gut für den Saisonauftakt am Wochenende gerüstet zu sein. Gegen den Ligakonkurrenten Leonberg/Eltingen hatte die SGSE beim 2:0-Sieg keine Mühe, bei der 0:3-Niederlage gegen den Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach verkaufte sich die Mannschaft teuer.

"Wir sind auf einem relativ guten Stand", sagte Trainer Tobias Strothmann danach. In den ersten Spielen wird die Mannschaft sicher noch nicht komplett sein. Zum einen gibt es den einen oder anderen Urlauber, dazu ist Friedmar Sütterlin verletzt, will aber in zwei Wochen wieder ins Training einsteigen. Gegen Großaspach erwischte es zudem Chris-Michael Nöthe am Oberschenkel. Auch er könnte erstmal ausfallen.

Nur wenige Veränderungen im Kader

Ansonsten gibt es bei der SGSE nur wenig Neues. Die Mannschaft besteht zum Großteil aus altbekannten Gesichtern. Aus bewährten Stützen wie Thilo und Christian Baier. Neuzugänge hingegen gibt es nur wenige. Für zusätzlichen Schwung im Angriff soll Emre Ipek, der vom SSV Gaisbach kam, sorgen. Tobias Kropf liefert sich im Tor einen Zweikampf mit Stefan Grötsch. Bugra Ünlü und Pascal Spiller sind hingegen Rückkehrer. Weil sich auch die Abgänge in Grenzen halten, kann Strothmann auf eine eingespielte Truppe zurückgreifen. Das macht seine Arbeit einfacher.

"Wir wollen versuchen, nicht hinten reinzurutschen", nennt der Trainer das primäre Ziel. Auch wenn in der vergangenen Saison nach den zwölf absolvierten Partien Rang vier stand, hat der Verein keine größeren Ambitionen als den Klassenerhalt. "Wir wollen konstant unser Spiel durchbringen", sagt Strothmann. "Wenn wir das schaffen, können wir mit den Mitteln, die wir haben, jeden Gegner schlagen. Wenn alle da sind, ist es vollkommen o.k. Jedem, der im Kader ist, kann ich vertrauen und kann ihn auch spielen lassen. Wir wollen ganz einfach von Spieltag zu Spieltag schauen."

Strothmann schaut nur wenig auf die anderen Teams

Auf die anderen Teams will er dabei gar nicht zu sehr schauen. "Damit bin ich letztes Jahr auch gut gefahren. Das verleitet dann auch dazu, sich nicht zu sehr nach den anderen zu richten. Ich muss mich auf meine Jungs konzentrieren - und wenn sie das was sie können auf den Platz bringen, können wir jeden schlagen. Es ist halt eine Frage der Konstanz. Im Grunde muss man einfach schauen, dass man so fehlerfrei wie möglich spielt, dann klappt es schon."

Für die ersten Partien gegen Germania Bietigheim, Türkspor Neckarsulm und den TSV Pfedelbach gibt Strothmann als Ziel neun Punkte aus. Die Begründung ist einfach: "Weil wir in jedes Spiel gehen und gewinnen wollen." Egal wie schwer es ist.

Schwäbisch Hall und Breuningsweiler sind die aussichtsreichsten Titelkandidaten

Als große Titel-Favoriten gelten in der Landesliga die Sportfreunde Schwäbisch Hall und der SV Breuningsweiler. Zum erweiterten Kreis zählt Strothmann Türkspor Neckarsulm, die Spvgg Satteldorf und den TV Oeffingen, den FV Löchgau und den SV Kaisersbach. Wobei er hinter Türkspor nach den Querelen vor der Saison ein kleines Fragezeichen setzt.

Dort stand noch vor Saisonbeginn ein Trainerwechsel an. Timur Eroglu kam erst vor dieser Spielzeit und hörte bereits wieder auf. Dafür hat der Sportliche Leiter Bayram Göcmez übernommen. "Es kann durchaus sein, dass die sich in den ersten Spielen erst noch finden müssen", sagt Strothmann. Denn auch im Kader gab es einige Veränderungen - unter anderem durch Neuzugang Fabian Czaker.

Trotz aller Namen bei den Spitzenteams, Strothmann hat vor jedem Gegner Respekt, aber keine Angst.

 

Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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