FSV Hollenbach nimmt den einen Punkt gerne mit

Fußball  Personell angeschlagener FSV Hollenbach trotzt in der Verbandsliga dem TSV Berg ein 1:1 ab. Da die Konkurrenten Essingen und Holzhausen verlieren, rückt der FSV in der Tabelle an das Duo heran.

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Lange musste Marius Uhl mit einer Knöchelverletzung pausieren. Gegen Berg kehrte er in den Kader zurück und legte die 1:0-Führung des FSV Hollenbach auf. Die Partie endete 1:1.

Foto: Archiv/Schmerbeck

Der Manager war daheim geblieben. Auf der Couch. Aus Sicherheitsgründen, weil es in seinem Umfeld einige Coronafälle gab. Allerdings war Karl-Heinz Sprügel selbst negativ getestet worden. Trotzdem wollte er nichts riskieren. Aber er hielt sich gleich nach dem Spiel des FSV Hollenbach gegen den TSV Berg auf dem Laufenden, telefonierte mit Co-Trainer Stefan Roth.

"Vor dem Spiel wollte ich einen Punkt, den haben wir, das ist in Ordnung. Ich wollte einfach nicht verlieren", sagte Sprügel über das 1:1. "Zum Schluss ist uns vielleicht etwas die Kraft ausgegangen. Und wenn ich die anderen Ergebnisse ansehe, sind wir fast der Gewinner. Zumindest hat sich unsere Situation nicht verschlechtert."

In den verbleibenden fünf Spielen bis zur Winterpause will der FSV den Flow wiederfinden

Hollenbach ist weiter Verbandsliga-Vierter, verkürzte aber den Rückstand auf den TSV Essingen und den FC Holzhausen, die ihre Spiele verloren. Gewonnen hat lediglich der neue Spitzenreiter SSV Ehingen-Süd, der nun vier Punkte mehr auf dem Konto als Hollenbach.

"Es bringt im Moment nichts, auf andere Mannschaften zu schauen", sagte Trainer Martin Kleinschrodt. "Wir müssen für uns wieder in einen Flow reinkommen. Es sind noch fünf Spiele bis zur Winterpause. Und aufgrund von Corona wird es noch zerfahren werden. Da kann man überhaupt nichts planen." Dies erfuhren die Hollenbacher in den vergangenen beiden Wochen selbst, da es im Kreise der Mannschaft Impfdurchbrüche gab. "Ich denke davon wird kaum eine Mannschaft verschont bleiben", sagt Kleinschrodt.

Im Training stellten die Hollenbacher nochmal klare Verhaltens-Vorgaben auf. "Ich habe keinen Bock, dass mir wieder ein Spieler wegen Corona wegbricht. So haben wir das Thema Corona jetzt wieder aus den Köpfen", sagte Kleinschrodt. "Deswegen konnten sich die Jungs wieder voll auf den Fußball konzentrieren." Und so war der Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Berg auch voll und ganz zufrieden. "Es war eine Reaktion, und die war gut", sagt Kleinschrodt. "Die Elf, die auf dem Platz stand, hat gefightet. Die erste Halbzeit war sehr gut, richtig stark."

Kleinschrodt erzielt kurz nach der Pause die Hollenbacher Führung

Doch in intensiven 45 Minuten wollten keine Tore fallen. Denn auch Berg zeigte eine gute Leistung und so tat sich in den beiden Strafräumen nur wenig. Hollenbach strahlte zwei Mal Gefahr aus und zwar nach einer Hereingabe von Michael Kleinschrodt in der 26. Minute und beim Abschluss von Hannes Scherer (33.). Ein Mal tauchten die Gastgeber gefährlich vor dem Hollenbacher Tor auf, doch ein Berger grätschte knapp am Ball vorbei.

Nach der Pause baute Berg mehr Druck auf und kam auch zu Möglichkeiten. Doch die Führung erzielte Hollenbach, Nach seiner Balleroberung im Mittelfeld schickte Michael Kleinschrodt auf der linken Seite Marius Uhl, der nach seiner Knöchelverletzung wieder in der Startelf stand, dessen Hereingabe drückte Kleinschrodt in der 52. Minute über die Linie. Berg blieb aber dran und wollte unbedingt den Ausgleich. Hollenbach hielt aber gut dagegen und kassierte erst in der 79. Minute den Ausgleich durch Esref Metin Su. "Danach haben die nochmal kurz Druck gemacht, dann waren wir wieder besser, hatten noch zwei Chancen und hätten gewinnen können", sagte Kleinschrodt.

Hollenbacher Personalsituation wird sich absehbar bessern

Es blieb beim 1:1, beim "gerechten Unentschieden", wie Kleinschrodt fand, auch weil ein Treffer von Lorenz Minder wegen einer Abseitsstellung nicht zählte. "Ich kann allen nur ein Kompliment machen", sagte der Trainer und hob Boris Nzuzi und seinen Bruder Michael im zentralen Mittelfeld etwas heraus. Aber auch Florian Ruck, der wieder in der Mannschaft stand, zeigte sich als Linksverteidiger robust und zweikampfstark.

"Einen Punkt haben wir", sagte Sprügel. "Jetzt schauen wir mal, was noch kommt. Ich denke, dass die Personalsituation für die nächsten Wochen wieder besser wird."

TSV Berg: Alin Constantinescou, Dan Constantinescou, Fäßler, Frick (83.Caltabiano), Schuler, König (46. Munteanu), Gbadamassi (60. Su), Maucher, Pfaumann, Friedrich, Wanner.

FSV Hollenbach: Hörner, Nzuzi, Schülke, Hahn, Minder (90. Petrovski), Kleinschrodt, Scherer, Hofmann, Uhl (75. Henning), Ruck, Krieger (66. Felix Limbach).

Tore: 0:1 (52.) Michael Kleinschrodt, 1:1 (79.) Esref Metin Su.

Schiedsrichterin: Silke Fritz.

Zuschauer: 180.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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