Folgt der sechste Streich? Hollenbach ist gewarnt

Fußball  Der Verbandsliga-Tabellenführer spielt am Mittwochabend bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Die Gastgeber sind in einer anderen Verfassung als in der Abbruchsaison 2020/21.

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Nach gutem Saisonstart steht für den FSV Hollenbach mit Noah Krieger (links) bereits heute Abend die nächste Aufgabe an.

Foto: Marc Schmerbeck

Etwas mehr als 360 Minuten stand beim FSV Hollenbach in der Verbandsliga hinten die Null. Dann kam der 1. FC Normannia Gmünd und brachte schon in den ersten Minuten am Samstag der Heimelf den ersten Gegentreffer bei. Es war nur ein kleines Ärgernis, da das Team die Partie in der Schlussphase noch drehte. So zeigte sich Trainer Martin Kleinschrodt mit dem 5. Sieg im 5. Spiel zufrieden.

Die Gastgeber sind in Form

Nun würde der Coach am Mittwochabend gerne den nächsten Dreier sehen. Doch sein Respekt vor dem nächsten Gegner ist groß. Denn die TSG Hofherrnweiler/Unterrombach (Spielbeginn 18.30 Uhr) ist mit acht Punkten in die Runde gestartet, hat nur einmal bisher verloren. Am vergangenen Wochenende gewann die TSG knapp mit 3:2 gegen den VfB Neckarrems.

"Das wird ein ganz anderes Spiel als vergangene Saison. Da waren die keine Mannschaft", sagt Kleinschrodt. Die Hollenbacher gewannen klar mit 4:0. Beim Saison-Abbruch nach zwölf Spielen kam das Team als Vorletzter auf elf Zähler. "Jetzt ist es eine Mannschaft, die sich reinhängt. Das wird extrem schwer", sagt Kleinschrodt. "Die konnten sich durch Corona neu ordnen." Unter anderem hat mit Patrick Faber ein neuer Trainer das Sagen. "Aber wir fahren da hin und wollen gewinnen", sagt Kleinschrodt.

Rotation für mehr Frische in den Beinen und Köpfen

Dabei könnte durchaus sein, dass er im Vergleich zum Spiel gegen Normannia Gmünd etwas rotiert. Schließlich ist es bereits die dritte Englische Woche - WFV-Pokal eingeschlossen - für den FSV in dieser Saison. Denn gegen Gmünd stellte er fest, dass "vielleicht die Frische im Kopf" etwas gefehlt hat. Allerdings nur in der ersten Halbzeit. In dieser fielen Manager Karl-Heinz Sprügel viele Ungenauigkeiten im Passspiel auf. "Das müssen wir abstellen", sagt er. Dafür erkannte er einen ganz starken Siegeswillen und eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause. "Wir mussten da einiges ändern, da wir die Zweikämpfe nicht richtig angenommen haben", sagt Kleinschrodt. "Es war aber auch nicht einfach, da die Gmünder stark gespielt haben. Mir hat gefallen, dass wir geduldig waren. Und ein Spiel dann in den letzten fünf Minuten zu drehen, ist schon eine Hausnummer."

Überhaupt ist er im Moment mit seinem Team zufrieden. "Es gefällt mir, dass die Jungs so aufnahmefähig sind und umsetzen, was wir von ihnen wollen", sagt Kleinschrodt. "Außerdem können wir auch von der Bank viel Qualität bringen." Der Kader ist zwar dünn besetzt, dafür aber gleichmäßig stark. So sorgten Samuel Schmitt nach seiner Krankheit und Boris Nzuzi nach seiner Verletzung für neue Impulse. Deshalb kann sich Kleinschrodt bisher auch darauf verlassen, dass das Team funktioniert, auch wenn er wegen der Belastungssteuerung rotiert.

Nun hätte er gerne den sechsten Sieg im sechsten Spiel. Wenn dies gelingen sollte - wäre sicherlich auch ein weiteres FSV-Gegentor zu verkraften.

Doch auch Sprügel warnt: "Man muss in dieser Liga erst mal jeden Gegner schlagen. Wir wollen logischerweise gewinnen." Das würde auch die lange Heimfahrt aus Aalen angenehmer machen.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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