Erste Niederlage der Saison sorgt bei Eppingen für Ernüchterung

Fußball  Der Trainer des VfB Eppingen wird nach dem 0:3 in Weinheim deutlich. David Pfeiffer erwartet von seiner Spielern mehr - viel mehr.

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Es läuft nicht für Mark Rauh und den VfB Eppingen.

Foto: Archiv/Klaus Krüger

Es läuft nicht beim VfB Eppingen: Eine Woche nach dem mageren 2:2 im Derby gegen den FC Zuzenhausen kassierte der Verbandsligist im sechsten Spiel der Saison am Samstag seine erste Niederlage, verlor bei der gut in die Runde gestarteten TSG Weinheim glatt mit 0:3 und rutschte vom vierten auf den neunten Platz ab. Kein Wunder, dass bei Trainer David Pfeiffer auch am Tag darauf Ernüchterung herrschte. "Es ist jetzt ein Punkt erreicht, an dem der eine oder andere mal aufwachen muss", sagte der Coach.

Wach waren in Weinheim von Anfang an vor allem die Gastgeber: Sie profitierten schon in der dritten Minute von einem Fehler im Aufbauspiel derEppinger, fingen einen Querpass ab und hatten leichtes Spiel. "In dem Moment des Ballverlustes waren wir blank", so David Pfeiffer. Ein Steilpass und durch war Nick Huller, der den Ball mit der Pike am überraschten Leon Dobler vorbei zum 1:0 ins lange Eck spitzelte. "Eine kalte Dusche", sagte Pfeiffer über den missglückten Start.

Nach 45 Minuten mit dem Rücken zur Wand

Auch danach reagierte sein Team mehr als es agierte und fing sich vor der Pause noch das 0:2. Nach einem Standard fiel der Ball im Strafraum runter, Tim Wilkening vor die Füße, der dann aus dem Gewühl heraus traf (41. Minute). Die Eppinger standen nach 45 Minuten schon mit dem Rücken zur Wand, wollten aber bei den keinesfalls übermächtigen Weinheimern in der zweiten Hälfte noch einmal alles probieren, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Daraus wurde nichts. Zwar probierten es die Eppinger und hatten mehr Ballbesitz. Der VfB setzte sich aber nicht entscheidend durch. Oder wie der Trainer sagte: "Wir sind viel angelaufen, haben aber kaum etwas zustande gebracht." Mit dem 0:3 sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war das Spiel dann spätestens gelaufen - die nächsten drei Punkte weg. "Der Gegner war gut, ja. Aber wir auch schlecht", fasste Pfeiffer zusammen.

0:3 macht die Unentschieden zuvor noch schlimmer

Dass er auf der Sechs und der Innenverteidigung improvisieren musste, wollte er nicht gelten lassen. Das Problem sei auch weniger, dass der VfB am Samstag einen schlechten Tag erwischt hatte. Das sei mal drin. "Vor dem Hintergrund ärgern mich die Auftritte gegen Durlach-Aue und den FC Zuzenhausen aber umso mehr", sagte der Trainer mit Blick auf die zwei Heimspiele, in denen der VfB mit zwei Unentschieden vier Punkte verschenkte.

"Bei uns müssen sich einige jetzt hinterfragen und schauen, wo der eigene Anspruch ist", machte Pfeiffer deutlich, dass er mehr erwartet von seinen Spielern. "Wir werden unsere Wunden lecken und dann hoffentlich die Lehren aus den letzten Spielen ziehen."

VfB Eppingen: Dobler - Kradija, Zetsche (81. Komlenovic) , Felk, Rauh - Ayvaz, Durmus - Wild, Rudenko, Hoyer (72. Karaoglan) - Reinbold (72. Späth). Tore: 1:0 (3.) Nick Huller, 2:0 (41.) Tim Wilkening, 3:0 (84.) Yannick Schneider. Schiedsrichter: Philipp Hofheinz (FV 09 Niefern). Zuschauer: 75.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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