Eppinger Arbeitseinsatz inmitten der VfB-Festspielwochen

Fußball  Zwischen den Duellen mit den Topteams der Verbandsliga muss Eppingen zu Olympia Kirrlach. Warum es Punkte dort nicht im Vorbeigehen geben wird.

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Der Blick geht nach vorne: Neuzugang Alessandro Sautter (links) und VfB-Kapitän Alexander Rudenko besprechen sich vor einem Freistoß.

Foto: Klaus Krüger

Die Festspielwochen des VfB Eppingen mit Topspielen am laufenden Band machen an diesem Wochenende eine kurze Pause. Aber Zeit zum Durchschnaufen bleibt dem Ensemble von Regisseur David Pfeiffer dennoch nicht. Auf dem Programm steht ein Auftritt beim FC Olympia Kirrlach. Angesichts der anderen Granden gehört das Team von Trainer Volkan Glatt vielleicht nicht zum besten, was die Verbandsliga zu bieten hat. Aber immer noch zu einem starken Gegner.

"Sie haben zwar nicht die Breite wie die Topteams, aber eine Mannschaft mit sehr guten Spielern", sagt Pfeiffer mit Respekt. Im Vorbeigehen geht da nichts. Schon gar nicht in Kirrlach. "Die sind gerade zu Hause gut", weiß VfB-Kapitän Alexander Rudenko. Man kennt sich - seit Jahren schon. "Es ist immer eklig, da zu spielen", sagt Pfeiffer. Es ist ein dickes Kompliment.

Das stürmt einer mit, der weiß, wo das Tor steht

Die Kirrlacher können vor allem sehr körperlich spielen und haben im Sturm mit Patrick Rödling einen Stürmer, der seit Jahren zuverlässig trifft. Auch diese Saison sind schon wieder sechs Treffer auf seinem Konto. "Es wird auch von uns viel Physis gefragt sein, es wird viel auf Zweikämpfe ankommen", so Pfeiffer. Ob die Gangart den Eppingern liegt? Kommt darauf an. "Wenn wir von Anfang an voll da sind, ist das sogar eine Stärke von uns", sagt der Trainer. Dafür müsste der VfB aber eine gewisse Robustheit an den Tag legen.

Auswärts hat das bisher immer gut geklappt. "Das sind im Vergleich zu unseren Heimspielen im Moment zwei verschiedene Welten", sagt Rudenko. Mit drei Siegen aus drei Partien und 14:1-Toren sind die Eppinger das auswärtsstärkste Team der Verbandsliga. Alle drei Siege waren aber auch Reaktionen auf zuvor enttäuschende Leistungen. Diesmal ist das anders: Beim 2:2 daheim gegen Mühlhausen am Samstag haben die Kicker von Pfeiffer keinen brillianten Auftritt hingelegt - für Szenenapplaus reichte es dennoch.

"Wir wissen aber, dass wir es besser können", sagt Rudenko, der die Unzufriedenheit über das 2:2 als gutes Zeichen wertet. Und egal, wie die Spiele davor waren oder die Spiele danach gegen den VfR Mannheim und den SV Spielberg werden: Der VfB will in Kirrlach so oder so gewinnen. "Wir wollen - solange es geht - da oben bleiben", sagt der Angreifer des Tabellenvierten.

Nur mit drei Punkten bliebt der VfB wohl oben dran

Mit drei Punkten wären die Eppinger weiter im Konzert der Großen dabei - wenngleich Pfeiffer den Blick auf die Tabelle für verfrüht hält. "Da ist noch alles dicht zusammen, Kirrlach steht als Zehnter nur zwei Punkte hinter uns." Kurzum: Bei einer Niederlage müsste Eppingen erstmal von der großen Bühne abtreten, zumal die Aufgaben danach ungleich schwerer sind. Erstes Ziel für David Pfeiffer ist aber nicht, Kirrlach in der Tabelle zu distanzieren. Sondern ein gutes Spiel abzuliefern und weiter Punkte zu sammeln.

Verzichten muss der VfB am Wochenende zwar nur auf zwei Spieler, dafür aber auf die beiden Stützen Valerij Felk sowie Emre Durmus. "Bisher konnten wir solche Ausfälle auffangen", sagt der Trainer und hofft, dass es auch diesmal gut geht. Dafür muss der VfB seine Durchschlagskraft wieder erhöhen, weiß auch Rudenko, der traditionell ein Spätstarter ist. "Ich bin noch nicht ganz drin in der Saison", sagt er. Es wird aber Zeit, sonst sind die VfB-Festspielwochen früher vorbei als gedacht.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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