Ein Sieg muss her für den VfB Eppingen

Fußball  Nach drei sieglosen Spielen in Serie brauchen die Eppinger ein Erfolgserlebnis. Der erste Heimsieg der Verbandsligasaison würde helfen, um oben dranzubleiben.

Email

Binak Elshanaj (links) spielte in der Vorwoche in Kirrlach wieder von Beginn an in der Innenverteidigung und machte seine Sache gut.

Foto: Klaus Krüger

Die gute Nachricht: Der VfB Eppingen ist seit zwei Spielen ungeschlagen. Und die schlechte: Der Verbandsligist hat auch seit drei Spielen nicht gewonnen. Zu wenig für die eigenen Ansprüche. Bevor es dann als nächstes gegen die beiden Topteams VfR Mannheim und SV Spielberg geht, sollte an diesem Samstag, 15.30 Uhr, gegen den FC Germania Friedrichstal ein Sieg her.

Den hat die Mannschaft von David Pfeiffer dringend nötig: zum einen für das Selbstvertrauen. Zum anderen, um im breiten Mittelfeld der Liga obenauf zu bleiben und sich damit auch von Friedrichstal abzusetzen. "Wir wollen und wir werden gewinnen", sagt der Trainer. Eine mutige Ansage, zumal nach zwei Spielen ohne Sieg. Doch gerade beim 0:0 zuletzt in Kirrlach habe seine Mannschaft ein richtig gutes Spiel abgeliefert - nur eben nicht getroffen.

 

Das erste Tor als Dosenöffner

Sorgen, er würde den Mund zu voll nehmen, hat er nicht, sofern sein Team noch einmal eine ähnliche Leistung abruft wie in der Woche zuvor. "Klar spielt man Friedrichstal nicht eben im Vorbeigehen an die Wand. Aber wir können selbst dafür sorgen, die Zeichen auf Sieg zu stellen." Ein wenig Spielglück, das ist die Erkenntnis aus dem Kirrlach-Spiel, gehöre im Fußball auch dazu. "Wenn wir in Kirrlach das 1:0 gemacht hätten, bin ich mir sicher, dass das Spiel nicht nur 1:0 ausgeht." Ein erster Treffer wäre angesichts der Fülle an bester Chancen ein Türöffner gewesen.

Den braucht es auch gegen Friedrichstal, das mit elf Punkten und einem gelungenen Start im Rücken in den Kraichgau kommt. Und: Im Vergleich zu den Eppingern hat der FC zuletzt drei Spiele in Serie gewonnen. "Die wissen, wie es funktioniert und kommen mit einer gewissen Sicherheit zu uns", weiß auch Pfeiffer. Allerdings rühren die elf Punkte vorrangig aus Duellen mit vermeintlich schwächeren Teams der Verbandsliga - die drei Siege zuletzt entstanden gegen die drei Teams am Tabellenende.

Friedrichstal: Stabil nach dem Umbruch

Beim 2:0 am Sonntag gegen Durlach-Aue hatte Pfeiffer den FC Friedrichstal beobachtet, einen klar überlegenen Gastgeber gesehen. Und er hat einen im Vergleich zu den Jahren zuvor wieder verbesserten Gegner gesehen. "Sie sind dabei sich zu stabilisieren", sagt Pfeiffer. Nach ihrem Abstieg aus der Oberliga vor ein paar Jahren hatte ein größerer Umbruch stattgefunden, mehrere gute Spieler hatten den Verein verlassen. Zur neuen Saison sind ein paar gute hinzugekommen, was sich in einemprima Start widerspiegelt. "Sie haben vorne technisch gute, schnelle und hinten robuste Spieler", hat der Eppinger Trainer ausgemacht.

Entscheidend wird aus Sicht von David Pfeiffer sein, wie sein Team in die ersten Minuten geht. "Wir müssen in den ersten zehn, 15 Minuten gleich zeigen, dass wir eine andere Hausnummer als Durlach sind." Dafür wollen die Eppinger auch nicht großartig was anders machen als in den Spielen zuvor. Von der Chancenverwertung einmal abgesehen. "Die zwei Punkte von Kirrlach fehlen uns am Schluss vielleicht", sagt Pfeiffer. Noch einmal möchte er keine Punkte liegen lassen.

An Weihnachten ist klar, wohin die Reise geht

Und endlich auch mal zu Hause gewinnen. Das haben die Eppinger diese Saison noch nicht hinbekommen. Das täte gut. "Ein Sieg tut immer gut", will der Trainer das Thema nicht zu hoch hängen. Wobei ihn die Tabelle aktuell weniger interessiert. Dabei wissen in Eppingen um ihr Startprogramm. "Ziel ist, bis Weihnachten so viele Punkte wie möglich zu holen, um dann zu schauen, was realistisch ist."


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

Kommentar hinzufügen