Ein Bonbon in der Vorbereitung für Sindringen/Ernsbach

Fußball  Hohenloher Landesligist empfängt in der zweiten Runde des Verbandspokals die SG Sonnenhof Großaspach. Gegen den Regionalligisten ist die SG krasser Außenseiter.

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Schon in der vergangenen Saison gastierte die SG Sonnenhof Großaspach in Ernsbach und gewann in der ersten Pokalrunde mit 3:0 gegen die SGSE.

Foto: Marc Schmerbeck

Ernsbach ist mittlerweile kein unbekanntes Ziel mehr für die SG Sonnenhof Großaspach. Dort gastierte der Regionalligist bereits in der vergangenen Saison in der ersten Runde des WFV-Pokals. Nun geht die Reise des selbst ernannten Dorfklubs erneut ins Kochertal. Wieder heißt der Gegner SG Sindringen/Ernsbach. "Das wird langsam zur Gewohnheit", sagt SGSE-Trainer Tobias Strothmann lächelnd. Und fügt an. "Das ist nun ein Bonbon in der Vorbereitung. Mir war es wichtig, dass wir die erste Runde gegen einen Ligakonkurrenten überstehen."

2020 besiegte Großaspach die SG Sindringen/Ernsbach mit 3:0

Da sich der Regionalligist in dieser Woche im Trainingslager im bayerischen Miesbach befand, bat er um die Verschiebung der Zweitrunden-Partie des laufenden Wettbewerbs - also wird am Sonntag um 15 Uhr der letzte Drittrunden-Teilnehmer ermittelt, der nächsten Mittwoch auf den FSV Bietigheim-Bissingen trifft. Zu diesem Zeitpunkt stehen dann schon die meisten Viertrunden-Teilnehmer fest.

Im vergangenen Jahr fuhren die Großaspacher nach einem 3:0-Sieg wieder nach Hause. In der zweiten Runde gewannen sie gegen Türkspor Neckarsulm, um dann schlussendlich gegen den Oberligisten Freiberg die Pokalreise in der dritten Runde zu beenden. In der Regionalliga spielte die SG eine schwache Saison, landete am Ende auf Rang 19. Seitdem hat sich viel verändert.

Gast reist mit neuem Trainer an

Mit Steffen Weiß hat nun ein neuer Trainer das Sagen und auch ansonsten gab es einige Personalwechsel. In der ersten Runde taten sich die Großaspacher gegen die Sportfreunde Schwäbisch Hall beim 3:2 sehr schwer. "Als ich das Ergebnis gesehen habe, hat es mich gar nicht so sehr überrascht", sagt Strothmann, der die Haller in der Vorbereitung bereits angeschaut hat. "Hall spielt einen sehr schnellen Fußball und ist technisch stark. Es hat mich nicht verwundert, dass sie mithalten konnten. Dass wir mit Großaspach mithalten können, glaube ich aber nicht."

Strothmann rechnet nicht mit dem Weiterkommen

Noch sieht er seine Mannschaft nicht auf dem höchsten Level angekommen. Gerade läuferisch und was die Abstimmung betrifft, passt noch nicht alles. "Ich hoffe aber, dass wir dagegen halten", sagt Strothman. Er will im letzten Test vor dem Rundenstart eine Woche später bei Germania Bietigheim aber nicht nur auf die Defensive setzen. "Wir wollen schon versuchen, unser Grundsystem zu spielen, mehr mitspielen", sagt Strothmann. "Wenn wir dann ein, zwei Tore mehr als im letzten Jahr hinnehmen müssen, ist es eben so. Aber vielleicht ist Aspach ja auch nach dem Trainingslager in Miesbach etwas müde. Aber selbst dann rechne ich nicht unbedingt damit, dass wir weiterkommen, wir wollen aber versuchen, läuferisch und kämpferisch dagegen zu halten." Personell ist die SGSE nicht voll besetzt. Auch das wird ein kleines Problem geben.

Sindringen/Ernsbach muss noch zulegen

In der ersten Runde war der Coach mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim 2:0 gegen Leonberg/Eltingen zufrieden. "Wir haben umgesetzt, was wir wollten und haben auch wenig zugelassen", sagt Strothmann. "Es war in Ordnung. Allerdings hätten wir das eine oder andere Tor mehr machen können. Aber das Spiel war am Anfang etwas zäh, da sie eine identische Taktik wie wir spielten." Beide agierten abwartend - aus einer kontrollierten Defensive heraus. Und trotz der positiven Erkenntnisse meint der Coach: "Der Stand in der Vorbereitung könnte besser sein. Aber wir wussten vorher, dass es nach der langen Pause und mit möglichen Urlaubern schwierig werden könnte." So hofft er, dass seine Spieler konditionell noch zulegen und auch handlungsschneller werden

Da ist das Pokalspiel gegen den Regionalligisten Großaspach eine gute Trainingseinheit. Denn ohne Laufbereitschaft, ohne Konzentration und Handlungsschnelligkeit könnten seine Spieler gegen den drei Klassen höher spielenden Gegner durchaus einen Kompass brauchen.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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