Devise des VfB Eppingen: Bloß nicht noch mehr Punkte liegen lassen

FUSSBALL  Die Fußballer des VfB Eppingen gastieren in der Verbandsliga am Samstag beim SV Langensteinbach, ehe dann bald die Top-Teams warten. Ein Sieg soll her.

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Ob der SV Langensteinbach Eppingens Christopher Wild das Toreschießen auch so einfach macht wie zuletzt Friedrichstal?

Foto: Klaus Krüger

Sie haben ihn komplett geleert. David Pfeiffer hatte seinen Spielern für einen Heimsieg gegen Friedrichstal einen Kasten Bier versprochen. "Ich durfte mithelfen", sagt der Trainer des VfB Eppingen über die Belohnung fürs 4:0 gegen das Schlusslicht. Auf die Pflichtzähler folgt die nächste Aufgabe, die es in der Verbandsliga zu lösen gilt, wenn man zu den Top fünf oder sechs der Liga gehören will. Der VfB gastiert an diesem Samstag (16 Uhr) beim Aufsteiger SV Langensteinbach, einem Karlsbader Ortsteilclub.

Am Mittwoch und Donnerstag schaute sich Pfeiffer Videosequenzen des ihm noch unbekannten Gegners an. Was allerdings unabhängig davon aufhorchen ließ: Das 3:0 des SVL zuletzt beim SV Waldhof Mannheim II. "Ein klares Ergebnis gegen einen guten Gegner. Deshalb sind wir gewarnt", sagt David Pfeiffer über die Gastgeber, die schon acht Punkte in sieben Partien gesammelt haben.

Ziemlich gute Prognose

Eppingen ist Favorit in Langensteinbach, in den Spielen danach wird das häufiger anders sein. David Pfeiffer hatte vor Saisonbeginn prognostiziert, dass der SV Spielberg (1., 21 Punkte), ATSV Mutschelbach, Fortuna Heddesheim (18 Zähler, beide punkt- und torgleich auf Rang zwei) und der VfR Mannheim den Meistertitel in der Verbandsliga unter sich ausmachen. Nur Mannheim (mit neun Zählern Neunter) hinkt wie auch der VfB Eppingen als Siebter (12 Punkte) ein bisschen dem eigenen Anspruch hinterher. "Wir wollten, dass das Spitzenspiele werden. Wenn du Neunter bist, dann ist es nicht so prickelnd, in diese Spiele zu gehen", gibt David Pfeiffer ehrlich zu.

Zu viele Punkte blieben bereits liegen. Auch deshalb müssen unbedingt in Langensteinbach drei weitere Zähler her. Nächste Woche, am 31. Oktober (14.30 Uhr), gastiert der VfR Mannheim in Eppingen, danach geht es freitags (6.November) nach Mutschelbach zum aktuellen Zweiten, im November und Dezember warten dann noch Heddesheim und Tabellenführer SV Spielberg. "Ich freue mich, wenn wir auch mal wieder der Underdog sein können", sagt Pfeiffer.

Ciaran Fleck war seit Wochenbeginn krank, sollte aber bis Samstag wieder fit sein. Sommer-Neuzugang Serhat Ayvaz saß zuletzt gegen Friedrichstal 90 Minuten draußen, eine Blockade im Brustwirbel hatte ihn nur eingeschränkt trainieren lassen. "Wir hätten ihn nur im Notfall gebracht", sagt Pfeiffer über die Offensivkraft. Der Notfall trat gegen Friedrichstal nicht ein, dafür war die 4:0-Führung nach einer starken halben Stunde zu klar.

Es ist eine Kopfsache

Die zweite Hälfte deckte dann für Pfeiffer mal wieder das Dilemma der bisherigen Saison auf: "Wenn wir richtig Gas geben und voll engagiert sind, dann sind wir richtig gut. Dann können wir auch gegen die Großen mithalten. Wenn wir nachlassen, dann kriegen wir gegen jeden Gegner Probleme." Kopfsache, reine Kopfsache sei das.

Zwölf Punkte sind ordentlich, aber trotzdem Anlass für Selbstkritik. Nach 630 Verbandsligaminuten sagt Pfeiffer: "Es fehlt uns die Konstanz über 90 Minuten, aber auch von Woche zu Woche. Das ist der große Punkt, an dem wir arbeiten müssen." Anschauungsunterricht ist bereits am Freitagabend möglich. David Pfeiffer überlegt noch, ob er sich das Verbandsligaspitzenspiel Mutschelbach gegen Spielberg anschaut oder doch eine Liga höher scoutet, wenn der FSV Bissingen auf den 1.CfR Pforzheim trifft. Nicht nur Pfeiffer will irgendwann mal die Oberliga ins Visier nehmen.


Florian Huber

Florian Huber

Autor

Florian Huber ist seit 2007 bei der Heilbronner Stimme. Als Sportredakteur ist er seitdem unter anderem zuständig für Fußball. Auf Sportplätzen der Region und in den großen Stadien der Republik.

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