Der VfB Eppingen will noch einmal den Tabellenführer schlagen

Fußball  Nach dem FC Zuzenhausen hat es Eppingen wieder mit dem Ligaprimus zu tun. Der ATSV Mutschelbach ist aber ein ganz anderes Kaliber.

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Bisher läuft es ordentlich für den VfB Eppingen: Sieben Punkte aus drei Spielen stehen für Julius Reinbold und seine Mitspieler zu Buche.

Foto: Klaus Krüger

Ein langes, freies Wochenende nach erfolgreich verrichteter Arbeit hat was für sich. Da bleibt mehr Zeit für die Familie. Umso schöner, wenn dann noch die Sonne scheint. Am Samstag ins Freibad, am Sonntag mit den Lieben an den See: David Pfeiffer hatte es richtig gut. "War echt entspannt", sagt der Trainer des VfB Eppingen über das zurückliegende Wochenende. Der 38-Jährige ist ein großer Freund von Freitagabend-Spielen. Die Atmosphäre bei Flutlicht: hat einfach was. Steht am Ende ein Sieg: umso besser. War es ein starker Auftritt und ein klarer Erfolg wie beim 4:1 vergangenen Freitag im Derby in Zuzenhausen, kann am Wochenende kommen was wolle.

Von solchen Wochenenden wünscht sich der Kraichgauer Verbandsligist mehr. Klar. Ganz so leicht lässt sich dieses perfekte Wochenende indes nicht wiederholen, nicht diesmal. Das liegt in erster Linie daran, dass die Eppinger diesmal am Samstag spielen. Und zu Hause. Um 15.30 Uhr. Zum anderen ist Gegner ATSV Mutschelbach doch noch einmal eine andere Kragenweite als die sehr gut in die Saison gestarteten Zuzenhausener. "Das ist eine absolute Topmannschaft, einer der großen Favoriten auf den Aufstieg in die Oberliga", sagt Pfeiffer. Hätte er sich vor dieser Saison auf nur einen Topfavoriten festlegen müssen: "Es wäre definitiv Mutschelbach gewesen", sagt er.

Für die Verbandsliga herausragend

Einerseits wegen der individuellen Klasse der Spieler. Der ATSV hat in den vergangenen Jahren mehrere Leistungsträger aus anderen Mannschaften geholt. "Die haben sieben, acht Spieler, die für die Verbandsliga herausragend sind", sagt der Eppinger Coach. Davon haben zwar auch der SV Spielberg und der VfR Mann-heim, zwei weitere Topteams, einige in ihren Reihen. "Mutschelbach ist aber noch einmal eingespielter." Das wird es auch für den VfB schwer machen. Aber bange wird in Eppingen deswegen niemandem. "Wir haben großen Respekt, aber null Angst."

Ein Stück weit wird sich der VfB natürlich auf den Gegner einstellen, ein paar taktische Kleinigkeiten ändern. "Aber wir werden sicher nicht grundlegend alles umschmeißen", sagt Pfeiffer. Es geht darum, das eigene Spiel durchzuziehen und dem Gegner aufzuzwingen. "Dann denke ich, dass wir das Spiel im Griff haben." Das Ziel ist, ein Spiel auf Augenhöhe zu bieten. Dazu müsse seine Mannschaft aber ans Maximum herankommen. "Wenn wir abwarten oder unsicher sind, dann wird es für uns schwierig", prophezeit Pfeiffer. Auch eine so gute Leistung wie beim 4:1 in Zuzenhausen muss gegen den ATSV nicht zwangsläufig mit einem Punktgewinn enden.

Pfeiffer: Wir können noch entschlossener werden

Es brauche schon mehr. "Wir können in allem noch genauer und deutlich entschlossener werden", sagt der Trainer des VfB. Anfänglich sei sein Team nervös gewesen im Derby, habe durch Stellungs- und Abspielfehler gefährliche Situationen heraufbeschworen, die man aber letztlich selber wieder klären konnte. "Wir waren gut, können es aber besser machen und müssen es gegen Mutschelbach auch besser machen", sagt der Trainer. Mehr so wie in der ersten Halbzeit des Auftaktspiels beim Waldhof II. "An diese Leistung sind wir in Zuzenhausen nicht ganz drangekommen."

Insofern stimmt es David Pfeiffer zuversichtlich, dass die Zeit am freien Wochenende und der Trainingswoche gereicht hat, dass die letzten Blessuren bei einigen Spielern langsam alle verheilt sind. "Wir können jetzt immer mehr auf den vollen Kader zurückgreifen." Nun soll auch die Konstanz her, die dem VfB bisher gefehlt hat. Dass nach einem guten wieder ein schlechtes Spiel folgt, glaubt Pfeiffer nicht. "Die Jungs wollen zeigen, was sie drauf haben." Zumal sich eines zur Vorwoche nicht verändert: "Wir können wieder einen Tabellenführer schlagen", sagt Pfeiffer. Dann wird es zumindest ein schöner Samstagabend und Sonntag.


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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