VfB Eppingen will eine gute Situation zur herausragenden machen

Fußball  Eppingen empfängt im letzten Verbandsliga-Heimspiel des Kalenderjahres am Samstag den VfR Gommersdorf. David Pfeiffer warnt vor Jann Baust.

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Zeigt Eppingens Jan-Henrik Hoyer auch am Samstag gegen den VfR Gommersdorf solch einen Jubelflug? Foto: Klaus Krüger

Noch 180 Minuten, dann ist das Fußballjahr für den VfB Eppingen beendet. Am Samstag (14 Uhr) kommt es in der Verbandsliga Nordbaden zum Kraichgau-Hohenlohe-Duell, wenn der VfR Gommersdorf in Eppingen gastiert.

Ausgangslage: Weil sich am Wochenende Spitzenreiter SV Spielberg (37 Punkte) und der Zweite ATSV Mutschelbach (32) gegenseitig Punkte abnehmen, könnten die Eppinger (27, ein Spiel weniger) durch den fünften Sieg in Serie näher heranrücken an das Top-Duo. Erst recht, wenn im Nachholspiel beim Vorletzten Durlach am Donnerstag weitere drei Zähler hinzukommen.

"Wir sind in einer guten Situation, wir wollen aber in herausragender Situation in die Winterpause", sagt David Pfeiffer. Dafür muss ein Sechserpack an Punkten in den finalen Partien 2021 her.

Gommersdorf ist aus dem Kreislauf ausgebrochen

Gegner: Der VfR Gommersdorf war in den vergangenen Jahren im Fahrstuhl zwischen Verbandsliga Nordbaden und Landesliga Odenwald gefangen. Rauf, runter, rauf, runter. Zu stark für die Landesliga, zu schwach für die Verbandsliga. Aus diesem Kreislauf bricht der aktuelle Tabellenachte nun aus. "Sie haben einige junge, gute Spieler aus Hollenbach, vorne drin mit Jann Baust spielt einer, der sehr regelmäßig trifft", sagt Pfeiffer und hebt damit den 20-Jährigen und seine schon zehn Saisontore hervor. "Das ist eine sehr solide Truppe. Gommersdorf ist der schwerste Gegner in diesem Endrundenendspurt", sagt David Pfeiffer.

Lehren: Eines hat diese VfB-Hinrunde gezeigt. "Wenn wir stark spielen, dann ist alles stark. Es waren aber auch Spielen mit zu wenig Intensität in allen Bereichen dabei", sagt Pfeiffer. Bei einer Durchschnittsleistung unterscheidet sich ein Tabellenführer eben von einem Team auf Rang vier oder fünf. Gegen den Tabellensiebten Mühlhausen und den -neunten Weinheim ließen die Kraichgauer jeweils Punkte liegen. Gommersdorf ist Achter. Und deshalb ein echter Prüfstein.

Eine Leistung wie zuletzt gegen Neckarelz wird nicht reichen

Rückblick: Ein gutes Pferd springt immer nur so hoch wie es springen muss. Unter diesem Motto stand zuletzt das Eppinger 3:0 in Neckarelz. "Solch eine Leistung wird uns am Samstag nicht reichen, das ist jedem klar. Gegen 90 Prozent aller Gegner in der Verbandsliga verlieren wir mit so einer Leistung wie zuletzt", betont Pfeiffer vor dem Hinrundenfinale, das aufgrund des Nachholspiels am nächsten Donnerstag auf dem neuen Kunstrasen in der Karlsruher Vorstadt ja noch keines ist.

Ausblick: In Durlach könnte der Titel des Auswärts-Herbstmeisters winken, aktuell sind die Eppinger die zweitbesten Punktesammler in der Fremde. Kein Grund, das auf T-Shirts zu drucken, findet David Pfeiffer. "Wichtiger ist, dass wir noch Punkte gutmachen können, auf die Teams vor uns, vielleicht auch noch jemand überholen können", sagt der 39-Jährige. Das Ziel ist klar: "Wir verlieren gar keinen Platz aus dem Auge. Im Winter können wir uns darüber unterhalten, was noch möglich ist."

Pause, zwei Wochen Cybertraining, sechs Wochen am Ball

Am Ende der Hinrunde geht der Blick natürlich schon voraus. Nach dem Durlach-Spiel (sollte es nicht doch noch kurzfristig ins Jahr 2022 verlegt werden) beginnt die trainingsfreie Zeit für das VfB-Team. Sechs Wochen vor dem ersten Rückrundenspiel, das für Anfang März geplant ist, beginnt die Arbeit mit dem Ball. Vorher stehen zwei Wochen Cybertraining auf dem Trainingsplan. "Das ist eine Corona-Erkenntnis, dass das gut funktioniert", sagt David Pfeiffer.

 


Florian Huber

Florian Huber

Autor

Florian Huber ist seit 2007 bei der Heilbronner Stimme. Als Sportredakteur ist er seitdem unter anderem zuständig für Fußball. Auf Sportplätzen der Region und in den großen Stadien der Republik.

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