Der Bonus ist der SGM Niedernhall/Weißbach schon sicher

Fußball  Der Fußball-Bezirksligist SGM Niedernhall/Weißbach trifft im Finale des Hohenloher Bezirkspokals der vergangenen Saison auf den TSV Obersontheim. Der Einzug beim Sieg gegen Wachbach war hart umkämpft.

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Marius Keiner (links) jubelt über den Treffer zum 1:0. Der Neuzugang erzielte beide Tore beim 2:0-Sieg der SGM Niedernhall/Weißbach im Halbfinalspiel gegen den SV Wachbach.

Foto: Marc Schmerbeck

Es war ein bitterer Moment für den SV Wachbach. Die 0:2-Niederlage gegen die SGM Niedernhall/Weißbach im Bezirkspokal-Halbfinale der vergangenen Saison am Mittwochabend tat doppelt weh. Der Bezirksligist verpasste den Endspiel-Einzug und damit die sichere Qualifikation für den WFV-Pokal. Aber er verpasste es auch, für ein Novum im Bezirk zu sorgen. Zum ersten Mal hatte ein Verein die Chance auf das "Finale dahoam".

Strenge Regeln wegen Corona

Denn es hatte sich kein neutraler Ausrichter gefunden, so dass das Endspiel zwischen Niedernhall/Weißbach und dem TSV Obersontheim nun am Samstag um 16 Uhr in Wachbach stattfindet.

Der Eingangsbereich wird ab 13.30 Uhr geöffnet sein. Zugang zum Sportgelände erhalten lediglich Personen, welche vorab über die teilnehmenden Mannschaften ein personalisiertes Ticket erhalten haben. Anreisende Zuschauer ohne personalisiertes Ticket wird der Zugang zum Sportgelände verwehrt. Ebenso allen Zuschauern mit möglichen Symptomen auf das Coronavirus. Diese Regelung greift ebenfalls bei Nichteinhaltung der allgemein behördlich vorgeschriebenen Quarantäneregelungen.

SGM profitiert von einem Blackout

Überglücklich war hingegen die SGM Niedernhall/Weißbach. Insgesamt gesehen sicher ein verdienter Sieger, da es Wachbach nicht schaffte, aus seiner Überlegenheit in der ersten halben Stunde klare Torchancen heraus zu spielen. "Die Mannschaft hat etwas gebraucht, bis sie reingekommen ist", sagte SGM-Trainer Klaus Heinle. "Aber wir sind dann besser ins Spiel gekommen." Und sein Team hatte die besseren Möglichkeiten.

Einen Blackout von Benedikt Dörner, der ihm den Ball direkt in den Fuß spielte, nutzte SGM-Neuzugang Marius Keiner in der 40. Minute zum 1:0. In der 70. Minute war es wieder Keiner, der den 2:0-Endstand herstellte. "Er geht vorne gut mit rein und gewinnt hinten die Zweikämpfe", lobte Heinle. "Ich hoffe, dass wir an ihm noch viel Freude haben werden."

Niedernhall/Weißbach zeigt eine starke kämpferische Leistung

Doch seine Mannschaft zeigte insgesamt eine starke Leistung - vor allem im kämpferischen Bereich. Cedrik Preyer (60., 82) und Sven Hettenbach (85.) hatten noch gute Chancen der SGM liegen lassen. Wachbach war durch Achim Feidel (18.), Andre Fries (58.) oder Marco Schmieg (90.+4) gefährlich gewesen, agierte mit viel Tempo aber zu wenig Struktur und Präzision beim Spiel in die Spitze. "Es war ein umkämpftes Spiel", meinte SGM-Abteilungsleiter Rainer Bopp. Und es hatte Spuren hinterlassen. Beide Mannschaften hatten hinterher einige angeschlagene Spieler zu beklagen.

Große Vorfreude auf das Finale

"Jetzt freuen wir uns auf den Samstag. Das Schöne ist, dass wir als Bonus eine Woche später noch gegen Freiberg im WFV-Pokal spielen. Es ist für die Jungs ein Highlight ein Pflichtspiel gegen einen Oberligisten zu spielen", sagte Heinle.

Dies ist der Fall, da Final-Gegner Obersontheim als Landesliga-Aufsteiger bereits für den Verbandspokal gesetzt ist. Nach dem Corona-Meistertitel will der TSV nun auch noch auf gänzlich sportlichem Wege einen Titel holen.

"Die Favoritenrolle ist klar verteilt", sagt Heinle zum Finale. "Obersontheim ist ein Landesligist und die Neuzugänge sind spielberechtigt. Und auch vergangene Saison waren sie das mit Abstand beste Team in der Bezirksliga." Aber kampflos wird sich die SGM nicht ergeben. "Wir versuchen, es denen so lange wie möglich schwer zu machen. Mal schauen, wer den Biss und den Willen hat", sagt Heinle.

Obersontheim zeigte sich in bestechender Form

In den beiden bisherigen Pokalspielen seit der Corona-Zwangspause überzeugte Obersontheim auf ganzer Linie. Im Viertelfinale gelang vergangenen Sonntag ein 6:1-Sieg gegen den FC Matzenbach. Am Mittwoch setzten sich die Obersontheimer mit 9:1 bei der SGM Löffelstelzen/Bad Mergentheim durch.

Für zusätzlichen Ansporn dürfte die Tatsache sorgen, dass der Sieger 750 Euro als Prämie bekommt. Für den Verlierer gibt es immerhin noch 250 Euro.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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