Dennis Geiger verlängert seinen Vertrag um ein Jahr

Fußball  TSG-Eigengewächs Dennis Geiger aus Mosbach unterschreibt in Hoffenheim einen neuen Vertrag bis 2023. Zeigt die TSG in Bielefeld wieder ihr starkes Auswärtsgesicht?

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Dennis Geiger hatte zuletzt viel Verletzungspech.

Foto: Archiv/dpa

Ob das ein Signal an die Mitspieler Andrej Kramaric und Florian Grillitsch ist? Dennis Geiger hat seinen im nächsten Sommer auslaufenden Vertrag bei der TSG Hoffenheim um ein Jahr verlängert. Der Mosbacher steht nun bis zum 30. Juni 2023 beim Kraichgauclub unter Vertrag. Voller Fokus auf den Fußball - und nicht mehr auf Vertragsverhandlungen. "Ich möchte mich nun wieder ganz auf meine Leistungen und den Erfolg der Mannschaft konzentrieren. Deshalb war es für mich schon lange klar, dass ich meinen Vertrag hier in Hoffenheim verlängern und nicht etwa auf einen ablösefreien Wechsel nach dieser Saison spekulieren wollte", sagt Geiger.

Der droht nun eben erst 2023 - oder gegen eine Ablöse (eventuell per Klausel verankert) im nächsten Sommer. Beim kroatischen Stürmerstar Kramaric und Mittelfeldstratege Florian Grillitsch enden die Arbeitspapiere ebenfalls im nächsten Sommer. Insbesondere der Österreicher wäre ja gerne nach Italien zum AC Mailand gewechselt.

Der eigene Körper bremste Geiger immer wieder aus

Bei großen Clubs stand auch schon Dennis Geiger auf dem Zettel, doch immer wieder bremste ihn der eigene Körper aus. Die Malaise begann vor mehr als drei Jahren mit einer Sehnen-Muskel-Verletzung im rechten hinteren Oberschenkel. An die eine große Verletzung reihten sich beim 23-Jährigen Folgeverletzungen. Die Adduktoren, die Leiste.

"Wenn du neun, zehn Monate raus bist und dann direkt wieder vier, fünf Spiele spielst, merkst du das körperlich. Dann bekommst du an anderen Stellen Probleme", sagte Geiger einst mal. In der Vorsaison bestritt das TSG-Eigengewächs lediglich neun Bundesligaspiele. Im vergangenen Februar musste er sich einer Oberschenkeloperation unterziehen, deshalb verpasste er die U21-EM und das Olympiaturnier. Im Sommer-Trainingslager am Tegernsee hinterließ er zuletzt einen starken Eindruck. Spielerisch und kämpferisch.

Bisher scheint sich die TSG auswärts leichter zu tun als im eigenen Stadion

Diese Kombination ist auch an diesem Samstag bei Arminia Bielefeld gefordert. Der Blick auf die bisherigen vier Hoffenheimer Ligaauftritte legt den Verdacht nahe, dass sich die TSG aktuell in der Fremde leichter tut als im spärlich besetzten heimischen Rund zu Sinsheim.

Auswärts hui, daheim pfui? "Das kann ich noch nicht erkennen", sagt Sebastian Hoeneß. Auf diesen einfachen Nenner will es der TSG-Trainer also nicht bringen. Ein prima 4:0 in Augsburg und ein nicht minder starkes 2:3 in Dortmund stehen für die TSG Hoffenheim fern des Kraichgaus zu Buche. Daheim war nur eine Spielhälfte beim 2:2 gegen Union Berlin gut, das 0:2 gegen Mainz ein Totalausfall.

Die Mannschaft stellt sich erstmals seit einem Jahr nicht von alleine auf

"Seit Frank Kramer dort ist, haben sie selten verloren und sind in der Lage, Gegner zu ärgern", sagt Hoeneß über seinen Bielefelder Kollegen, der auch einst bei der TSG wirkte. Erstmals seit einem Jahr hat Sebastian Hoeneß personell tatsächlich die Qual der Wahl, der Kader stellt sich verletzungs- und coronabedingt nicht von alleine auf.

Das hat Folgen. Melayro Bogarde und U 21-Nationalspieler Marco John fehlten gegen Mainz im Spieltagskader. Dafür spielten beide unter der Woche in der Regionalliga mit der U 23 1:2 gegen den SSV Ulm, auch Joshua Brenet (ohne Perspektive bei den Profis) durfte dort erneut Spielpraxis sammeln.


Florian Huber

Florian Huber

Autor

Florian Huber ist seit 2007 bei der Heilbronner Stimme. Als Sportredakteur ist er seitdem unter anderem zuständig für Fußball. Auf Sportplätzen der Region und in den großen Stadien der Republik.

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