Brutal intensiv, aber wenige Höhepunkte in Neckarsulm

Fussball  In der Fußball-Oberliga trennen sich die Sport-Union und Rielasingen-Arlen 1:1. Pasqual Pander erzielt im Pichterich den verdienten Ausgleich.

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Pasqual Pander (rechts) gewinnt das Kopfballduell und erzielt per Bogenlampe das 1:1 gegen Rielasingen.

Foto: Alexander Bertok

Es war kein Spiel, das die Zuschauer im Pichterich-Stadion von ihren Sitzen riss. Zu wenige Torraumszenen, kaum Chancen - echte Höhepunkte hatten Seltenheitswert. Dafür war es eine sehr intensiv geführte geführte Oberliga-Partie zwischen zwei Teams, deren Stärken am Samstag eindeutig in der Defensivarbeit lagen. Am Ende wurden im Duell der Neckarsulmer Sport-Union gegen den 1. FC Rielasingen beim 1:1 die Punkte geteilt. Für den Tabellensiebten NSU war es die fünfte Partie ohne Niederlage bei drei Siegen und zwei Unentschieden.

Trainer Busch lobt Ballsicherheit

"Wir haben es die ersten 20 Minuten richtig gut gemacht, hatten zwar keine Großchance, aber eine brutale Kontrolle und Ballsicherheit", hob NSU-Trainer Marcel Busch hervor. Es dauerte 17 Minuten bis der erste Torchance des Spiels notiert werden durfte, und die gehörte Neckarsulm. Claudio Bellanave hämmerte den Ball volley in Richtung Rielasinger Gehäuse. Keeper Dennis Klose lag quer in der Luft und klärte mit beiden Fäusten.

Eine Viertelstunde später hatten dann die Platzherren einen Schockmoment zu überstehen. Stephan Ohnmacht hielt einfach mal drauf und scheiterte nur an der Latte. Eine Möglichkeit für Neckarsulm, eine für Rielasingen-Arlen, das war es auch schon mit den Höhepunkten in Durchgang eins. Nach starkem Beginn seiner Jungs hatte Marcel Busch "zehn ganz fahrige Minuten" gesehen. "Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde es ein ausgeglichenes Spiel."

Zähe Angelegenheit

Auch nach dem Seitenwechsel war es zwischen den beiden Tabellennachbarn ein zähes Arbeiten auf dem Platz. Nur einmal verloren die Neckarsulmer im eigenen Strafraum kollektiv den Überblick. In der 53. Minute wurde Nico Kunze kurz vor der Fünfmeterlinie angespielt. Innenverteidiger Tobias Fausel kam zu spät und Torhüter Marcel Susser war beim 0:1 machtlos.

Am Spielgeschehen änderte dies nichts, es wurde weiter um jeden Meter Boden gekämpft. Dann kam die 75. Minute. Claudio Bellanave schlug einen weiten Ball von der linken Auslinie in den Strafraum. Am zweiten Pfosten setzte sich der eingewechselte Pasqual Pander im Kopfballduell gegen Nico Kunze durch. Der Ball flog in einer Bogenlampe über Keeper Klose hinweg. Danny Berger versuchte vergeblich auf der Linie zu klären und schon stand es 1:1.

Eingewechselter Torschütze

"Man freut sich schon, wenn man eingewechselt wird und ein Tor erzielt", kommentierte Pander, der aktuell erfolgreichste Neckarsulmer Stürmer seinen vierten Saisontreffer. "Aber letztlich ist es egal, wer trifft." Je eine verwertete Chance für Rielasingen-Arlen und Neckarsulm, das war es auch schon mit den Höhepunkten in Halbzeit zwei.

"Rielasingen hat das taktisch richtig super gemacht, wie sie die Räume immer wieder zugelaufen haben", lobte NSU-Trainer Marcel Busch den Gegner. Doch diese Analyse ließ sich eins zu eins auch auf die Leistung der Platzherren übertragen. "Unsere Reaktion nach dem Rückstand fand ich gut. Das hatte mir zuvor ab Mitte der ersten Halbzeit gefehlt. Wir wollten da zwar auch, aber die Energie war nicht vorhanden. Über die 90 Minuten war es ein gerechtes Ergebnis."

Verdienter Punkt

Auch Pander konnte mit dem einen Zähler leben, "auch wenn wir uns vorgestellt hatten, dass wir drei Punkte holen". Für Gästetrainer Michael Schilling war es wie für Busch "ein brutal laufintensives Spiel gegen einen sehr starken Gegner, aber mit wenigen Möglichkeiten und einem verdienten Punkt. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir eigentlich keine Chance zugelassen und bekommen trotzdem ein Gegentor."

Neckarsulmer Sport-Union: Susser, R. Neupert, Fausel, Seybold, Romano, S. Neupert, Müller (62. Pander), Schorn (84. Charrier), Öztürk (68. Eitelwein), Bellanave (80. Cancar), Botta.

Tore: 0:1 (53.) Kunze, 1:1(75.) Pander. Schiedsrichter: Michael Hieber (Pfahlheim). Zuschauer: 100.


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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