Adamyan, Gacinovic, Adams und Brenet sind eher Zuschauer als Spieler

Fußball  Im großen Hoffenheimer Kader gibt es einige Spieler, die noch nicht so richtig zum Zug gekommen sind.

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Ein aufmunternder Klaps für Sargis Adamyan von Trainer Sebastian Hoeneß (links). Der Offensivspieler hatte zuletzt kaum Einsatzzeiten bei der TSG.

Foto: Archiv/dpa

Sieben Ligaspiele in Serie hat RB Leipzig nicht verloren, zudem in der Vergangenheit gerne die Punkte aus dem Kraichgau mitgenommen. "Wir haben schon gezeigt, dass wir Serien brechen können", sagt Sebastian Hoeneß, Trainer der TSG 1899 Hoffenheim, vor dem Bundesliga-Duell an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky). Weil einige Stammkräfte in der Offensive ausfallen (Christoph Baumgartner, Sebastian Rudy, wohl auch Andrej Kramaric), winkt Akteuren, die bisher hintendran waren, ein Kaderplatz und vielleicht auch Einsatzzeit.

In drei der vergangenen vier Bundesligaspielen gehörte Sargis Adamyan nicht zum Spieltagsaufgebot der Hoffenheimer. Das hat sich der armenische Nationalspieler sicherlich anders vorgestellt. Jacob Bruun Larsen, Ihlas Bebou und Georginio Rutter haben aktuell die Nase vorne.

Der Tausch hat sich weder für Gacinovic noch für Zuber gelohnt

Auch Mijat Gacinovic hat sich die Saison, seine zweite bei der TSG, bisher anders vorgestellt. Im Tausch für den Schweizer Steven Zuber kam der offensive Mittelfeldspieler im Sommer 2020 in den Kraichgau, gelohnt hat sich das für keinen der Beteiligten. Weder für Hoffenheim oder Eintracht Frankfurt, noch für die beiden Spieler. Zuber kickt mittlerweile in Griechenland, Gacinovic kam über den Status des Jokers noch nie hinaus. Auch aktuell.

Seit dem vierten Spieltag hat der Rechtsaußen in der Liga keine Minute mehr gespielt. "Wir haben eine gewisse Konkurrenzsituation, darunter leidet auch Mijat", sagt Sebastian Hoeneß: "Ich habe Verständnis, dass er mehr spielen will. Die Perspektive muss Mijat selbst gestalten." Im Vergleich zu Ihlas Bebou mangelt es Gacinovic klar an Torgefahr.

Bogarde sammelt in der U23 fleißig Spielzeit

Auf der TSG-Liste der potenziellen Winter-Abgänge ganz oben stehen die Abwehrspieler Kasim Adams und Joshua Brenet, die beide keine Rolle in den Hoeneß-Planungen spielen. Brenet hat immerhin noch die U23 (zehn Einsätze) als Schaufenster. Ebenfalls in der U23 sammelt dessen niederländischer Landsmann Melayro Bogarde Spielpraxis. Der 19-Jährige machte als flexibler Abwehrmann in der Vorsaison neun Erstligaspiele.

Nun reicht es trotz der Langzeitverletzten Ermin Bicakcic und Benjamin Hübner nicht für einen Kaderplatz. "Das liegt an der Konkurrenzsituation", sagt Sebastian Hoeneß auch hier und lobt den Niederländer für gute Leistungen bei der U23 in der Regionalliga und in der U21-Auswahl der Niederlande. Er sieht Bogarde eher auf der Sechserposition. Zudem muss Spielpraxis auf höherem Level her. Auf Sicht müsse man sich Gedanken machen, welcher Weg für ihn der beste sei, sagte Hoeneß unlängst: Das macht eine Leihe in der Winterpause wahrscheinlich. Es dürfte nicht der einzige Abgang sein.


Florian Huber

Florian Huber

Autor

Florian Huber ist seit 2007 bei der Heilbronner Stimme. Als Sportredakteur ist er seitdem unter anderem zuständig für Fußball. Auf Sportplätzen der Region und in den großen Stadien der Republik.

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