Abgespeckte Spielklassen-Reform im Nachwuchs

Fußball  Bei den A- und B-Junioren werden zur neuen Saison Landesstaffeln eingeführt. Die Regionenligen kommen dagegen erst in der Saison 2021/2022.

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Jubel bei den C-Junioren der Neckarsulmer Sport-Union, die sich für die neue eingleisige Verbandsstaffel qualifiziert haben.

Foto: Bertok

Für den Spielbetrieb der Aktiven wird auf dem WFV-Verbandstag 2021 über eine Änderung der Spielklassenstruktur abgestimmt. Wie auch immer die Entscheidungen dann ausfallen werden, sie greifen aus organisatorischen Gründen wohl frühestens zur Saison 2022/2023. Die Jugend im württembergischen Fußballverband ist da schon ein paar Schritte weiter, muss nun aber wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie einen Hüpfer zurückgehen. Bereits zur Saison 2020/2021 war ein neues Spielsystem angekündigt, das jetzt nur in abgespeckter Form greifen wird.

Bei den A- und B-Junioren verschmelzen im WFV-Bereich überbezirklich die beiden Verbandsstaffeln zu einer, dafür werden drei Landes- sowie neun Regionenstaffeln eingeführt. Die Vereine hätten sich im Herbst dieses Jahres über Bezirks-Qualistaffeln für die Regionenstaffel, die ab Frühjahr 2021 ihren Spielbetrieb aufnehmen sollte, qualifiziert. Soweit der ursprüngliche Plan.

Zu viele Fragen, zu wenige Antworten

Aufgrund der ausgesetzten Punktrunde, die wohl zum 30. Juni abgebrochen wird, und auch wegen der Ungewissheit, wann nach dem Sommer der Jugendspielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, entschied der WFV, die Regionenstaffeln erst in der Saison 2021/2022 einzuführen. In der hiesigen Region hätten die Fußballbezirke Unterland und Hohenlohe (je fünf Teams) eine Regionenstaffel gebildet.

Auch bei den C-Junioren sollte zur nächsten Spielrunde das neue Spielsystem 1-3-9 greifen. Die Verbandsstaffel wird zwar eingeführt, die Regionenstaffel wie in den beiden älteren Jahrgängen jedoch nicht. Zudem bleibt es ein weiteres Jahr bei vier Landesstaffeln. Aufsteiger aus den Bezirken in die Verbandsebene wird es zur neuen Runde aus den A-, B- und C-Junioren jedoch geben. "Gewertet wird die Quali-Herbstrunde, da in den Bezirksstaffeln im Frühjahr nur ein Spieltag absolviert werden konnte", erklärt Bezirksjugendspielleiter Friedrich Gutöhrle.

"Die Aufsteiger werden wie bei den Aktiven mittels der Quotienten-Regelung ermittelt." Je Jugend wurden sämtliche Teams aller Qualifikationsstaffeln in einen Topf geworfen. "Bei den A-Junioren steigen die Neckarsulmer Sport-Union und die SGM Höchstberg H-U-T-H in die Landesstaffel auf. In der Altersklasse B sind dies der Friedrichshaller SV und die TG Böckingen, sowie bei den C-Junioren der FC Union Heilbronn", berichtet Gutöhrle. Im Mädchenbereich darf den B-Juniorinnen der SGM Leingarten/Kirchhausen zur Verbandsstaffel-Qualifikation gratuliert werden.

Die C-Junioren der NSU auf Rang drei geführt

In der Verbandsstaffelrunde 2019/2020 waren die B-Junioren der Neckarsulmer Sport-Union als Quotienten-Siebter so gut platziert, dass sie in dieser verbleiben. Die C-Junioren der NSU werden gar auf Position drei geführt und steigen somit in die Verbandsliga auf.

Da bei den Junioren nur eine Quali- aber keine Meisterrunde gespielt wurde, werden keine Meisterwimpel vergeben. Bei den Juniorinnen (B-, C- und D) ist die Situation eine andere. Hier wurde der Spielbetrieb mit Vor- und Rückrunde gespielt. Somit können, wie vom WFV vorgeben, über die Quotienten-Regelung zum Zeitpunkt der Rundenunterbrechung die Bezirksmeister ermittelt werden. Das sind die SGM Leingarten/Kirchhausen (B), SV Sülzbach (C) und der TGV Dürrenzimmern (D).


Alexander Bertok

Alexander Bertok

Autor

Alexander Bertok arbeitet seit 1980 bei der Heilbronner Stimme, ab 1996 in der Sportredaktion.

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