Wird der Pokal wieder zum Mutmacher für den TSV Pfedelbach

Fußball  Hohenloher Landesligist der Staffel eins empfängt im WFV-Pokal-Achtelfinale den VfL Nagold aus der Landesliga, Staffel drei

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Wird der Pokal wieder zum Mutmacher für den TSV Pfedelbach

Vielleicht hilft es ja, dem Ball gut zu zureden: Tim Lück und die Pfedelbacher wollen alles für die Trendwende versuchen. Der Innerverteidiger ist aber fraglich.

Foto: Schmerbeck

Eine Krisensitzung gab es beim TSV Pfedelbach bisher noch nicht. Aber der Landesligist steckt definitiv in einer Krise, in einer schwierigen, aber nicht unbekannten Situation. Schon in den vergangenen beiden Jahren lief es zu Saisonbeginn nicht rund. Am Wochenende kassierte der TSV die sechste Niederlage in Folge, wartet noch auf einen Landesliga-Sieg.

Da kommt das WFV-Pokal-Achtelfinale an diesem Donnerstag um 15 Uhr gegen den VfL Nagold (Landesliga Staffel 3) nicht ungelegen. Denn im Pokal stimmten die Leistungen bisher. Mit dem FSV Hollenbach und dem TSV Ilshofen wurde ein Verbands- und ein Oberligist aus dem Wettbewerb geworfen.

Für Pedelbach gibt es aktuell keine leichten Aufgaben

"Vielleicht bekommen wir da wieder einen positiven Trend hin", sagt Trainer Martin Wöhrle. "Wir müssen mal wieder etwas Selbstvertrauen sammeln." Auch daran mangelte es, was im einen oder anderen Spiel deutlich bemerkbar war. "Das ist ein guter Gegner. Die gehören zu den Top-Teams der Staffel 3 und wollen mittelfristig sicher wieder in die Verbandsliga zurück. Das wird eine schwere Aufgabe. Auf der anderen Seite gibt es für uns gerade keine leichten Aufgaben."

Zumal in der Liga dann das Spiel gegen den TSV Crailsheim wartet. "Wir brauchen einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis", sagt Wöhrle. Nicht nur deshalb nehmen die Pfedelbacher das Spiel ernst. Denn beim Einzug ins Viertelfinale gibt es auch Geld für den Verein. "Das ist eine Mannschaft, die schon lange zusammen ist. Die haben auch eine gute Jugendarbeit", sagt Wöhrle über den VfL Nagold. Aber er will sich auch nicht nach dem Gegner richten. "Wir müssen nach uns schauen, unsere Stärken mal wieder auf den Platz bringen", sagt Wöhrle.

Marco Rehklau fällt weiter verletzt aus

In der Innenverteidigung ist Tim Lück fraglich, der schon beim 2:4 gegen Löchgau verletzt passen musste. Weiter fällt auch Marco Rehklau mit einem leichten Muskelfaserriss aus. Von den anderen Spielern fordert Wöhrle vollen Einsatz. "Es ist immer zwei, drei Spielern anzusehen, dass sie den kompletten Biss haben", sagt Wöhrle. Er nennt dabei in erster Linie Sergen Uzuner oder Michael Blondowski als Beispiel.

"Den Eindruck hat man aber nicht bei allen. Es sind zwar alle bemüht, aber der kleine Tick mehr fehlt oft noch. Man muss sehen, dass wir uns zerreißen, wie zum Beispiel gegen Ilshofen." Beim 2:1 im Drittrundenspiel Ende August stimmte die Leistung der Pfedelbacher letztmals von Anfang bis zum Ende. Danach brachte das Team vor allem die nötige Kompaktheit in der Defensive nicht mehr auf den Platz. "Es ist nicht unbedingt ein Einstellungsproblem", sagt Wöhrle. "Aber die letzten Prozent fehlen bei einigen. Wir müssen uns wieder mehr fordern. Es ist aber auch einiges zusammengekommen."

Zuletzt war beim TSV ein leichter Aufwärtstrend zu sehen

Die einen Spieler fehlten beruflich eine längere Zeit, die anderen verletzt. "Das merkt man einfach, das hängt uns nun nach", sagt Wöhrle. "Letzte Woche haben wir dann aber ordentlich trainiert. Da waren alle da." Und auch in der Liga war ja ein leichter Aufwärtstrend zu sehen. So waren die Niederlagen gegen Löchgau und Schwaikheim aus Sicht des Trainers unnötig. Die Probleme waren die mangelnde Chancenverwertung so wie einige Nachlässigkeiten zu viel in der Defensive.

"Blondowski ist der einzige, der konstant trifft. Der Mannschaft aber pauschal etwas vorzuwerfen ist schwer", sagt Wöhrle. "Denn es kommen ja verschiedene Dinge zusammen." Wenn sich die Situation nicht bessert, könnte es dann aber schon noch zu einer Krisensitzung kommen. "Ich mache das normalerweise unter vier oder sechs Augen", sagt Wöhrle. "Aber wenn sich der Trend fortsetzt, wird schon was kommen."


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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