Wachbach gegen Croatia Bietigheim: Aus 0:2 wird 4:2

Fußball  Der SV Wachbach darf weiter auf einen Platz in der Landesliga hoffen. Der SVW drehte mit einem Doppelschlag das Entscheidungsspiel gegen Croatia Bietigheim. Am Samstag geht es bereits weiter. Und zwar in Künzelsau gegen die SG Schorndorf.

Von Marc Schmerbeck

Aus 0:2 wird 4:2

In der ersten Hälfte klappte es mit dem Toreschießen noch nicht: Bietigheims Torwart Papakonstantinou rettet vor Philipp Volkert und Felix Gutsche.

Foto: Schmerbeck

Der SV Wachbach darf weiter auf einen Platz in der Landesliga hoffen. Punktgleich mit dem Meister Gaisbach beendete der SVW die Runde in der Bezirksliga Hohenlohe. Der Gang in die Relegation wirkte dementsprechend bitter. Den ersten Schritt im Aufstiegsmarathon meisterten die Hohenloher am Mittwoch mit einem 4:2-Sieg nach Verlängerung gegen Croatia Bietigheim (Vizemeister Bezirksliga Enz/Murr).

"Meine Mannschaft hat Moral bewiesen", sagte Wachbachs Trainer Arben Kaludra. Am Samstag geht es bereits weiter. Und zwar in Künzelsau gegen die SG Schorndorf (Zweiter Bezirksliga Rems/Murr), die den Unterländer Vize Türkspor Neckarsulm mit 3:1 bezwungen hat. Der Sieger trifft dann auf den TV Pflugfelden (Relegationsteilnehmer der Landesliga).

Die erste Halbzeit war eine Demonstration Bietigheimer Effektivität. Die Wachbacher versuchten das Siel zu machen, fanden aber zu selten ein Durchkommen, dafür wurden ihre Fehler gnadenlos bestraft. "Nach vorne haben die überragende Qualität", sagte Wachbachs Trainer Arben Kaludra.

Croatia hatte zwei Chancen und ging mit einer 2:0-Führung in die Pause. Der SVW legte gleich den Vorwärtsgang ein, Christopher Limbrunner wurde in der 2. Minute schon von hinten zu Fall gebracht. Nach dem Freistoß gab es auch die erste Möglichkeit. Das Foul hatte aber eine weitere Folge, Limbrunner musste bereits in der 28. Minute vom Feld − für ihn kam Bernd Botsch. Limbrunner wird voraussichtlich auch gegen Schorndorf fehlen.

Mit dem ersten Vorstoß erzielte Croatia dann auch gleich die Führung. Ein Wachbacher rutschte aus, nach einem Querpass stand Can Kaya frei und schloss locker zum 1:0 ab. Das war einfach. Wachbach drückte auf den Ausgleich. Nach einer zu kurzen Abwehr von Torhüter Athanasios Papakonstantinou verfehlte Florian Dörner (7.) das Gehäuse nur knapp. Mit dem zweiten Croatia-Vorstoß fiel dann das 2:0. Nach einer Hereingabe hatte Kresimir Trepsic keine Mühe den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Wieder hatten es die Wachbacher den Bietigheimern leicht gemacht.

Aber auch danach blieb der SVW am Drücker, zeigte keinen großen Schockzustand. Doch die Durchschlagskraft fehlte. Simon Kißling (17.) schoss nach einer zu kurzen Faustabwehr vorbei, Philipp Volkerts Kopfball (23.) geriet etwas zu hoch und Manuel Gerner scheiterte aus spitzem Winkel an Papakonstantinou. Die größte Möglichkeit hatten die Hohenloher dann in der 37. Minute. Ein Fernschuss von Kißling krachte an die Latte, den Abpraller schob Bezirksliga-Toptorjäger Felix Gutsche zu lässig in die Arme des Torhüters. Die Chancen waren da, noch vor der Pause zu verkürzen.

Die zweite Halbzeit war dann ausgeglichener. Nun belohnten sich Wachbacher aber. Die Partie wurde immer umkämpfter. "Wir standen kompakter, die haben etwas abgebaut und wir zugelegt", sagte Kaludra. Gerade im Mittelfeld wurden die Zweikämpfe härter. Dann ging Felix Gutsche in der 74. Minute durch, legte auf Jan Thomas quer, der zum 1:2 traf. Drei Minuten später fiel der Ausgleich. Gutsche (77.) lief Alexander Wagner davon, und schloss aus unmöglichem Winkel zum 2:2 ab. Mit einem Doppelschlag war die Partie gedreht.

In der Verlängerung war Croatia tonangebend. Beide Teams waren aber vorsichtig, so dass Gutsche (103.) die beste Möglichkeit hatte. Mit dem Pausenpfiff das Wachbacher 3:2: Nach einem Eckball kam Volkert sträflich frei zum Kopfball. Nun zeigte sich, warum Wachbach die beste Abwehr der Bezirksliga Hohenlohe stellte. Der SVW ließ kaum noch was zu. Mit einem Kontertor machte Fabian Raupp alles klar. "Wir hatten den längeren Atem", sagte Kaludra.

Croatia Bietigheim: Papakonstantinou, Wagner, Radina, Can Kaya, Trepsic, Russo, Tsiolakidis, Gashi, Sezgin Kaya, Divkovic, Ivandic.

SV Wachbach: Hadamek, Thissen, Benedikt Dörner, Volkert, Ettwein, Limbrunner (28. Botsch), Gerner (56. Raupp), Kißling, Florian Dörner, Thomas, Gutsche.

Tore: 1:0 (4.) Can Kaya, 2:0 (14.) Kresimir Trepsic, 2:1 (74.) Jan Thomas, 2:2 (77.) Felix Gutsche, 2:3 (105) Philipp Volkert, 2:4 (117.) Fabian Raupp.

Schiedsrichter: Jonathan Woldai.

Zuschauer: 450.


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