VfL Obereisesheim steigt in Kreisliga A2 auf

Der B2-Vizemeister VfL Obereisesheim besiegt in der Relegation den Friedrichshaller SV II 4:1 und steigt in die Kreisliga A2 auf. Ein verdienter Sieg in Oedheim vor mehr als 500 Zuschauern.

Von Alexander Bertok
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Obereisesheimer Jubel nach verdientem Sieg über Friedrichshall.

Der Jubel der Obereisesheimer war hörbar und die Erleichterung spürbar. Nach Platz drei in der Saison 2017/2018 wurde der VfL in der abgelaufenen Runde auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft vom neugeründeten VfR Heilbronn ausgebremst. Über die Umleitung Relegation feierten die Obereisesheimer am Mittwochabend nun dennoch den Aufstieg. Auf dem Sportplatz in Oedheim wurde der A2-Vorletzte Friedrichshaller SV II vor mehr als 500 Zuschauern mit 4:1 besiegt.

Für die Friedrichshaller war es ein bitterer Moment. Zwei Wochen zuvor hatte die FSV-Zweite den Klassenerhalt noch sicher, doch dann rutschte das Team nach einem Urteil des Sportgerichts und dem Abzug von vier Punkten – Friedrichshall hatte in zwei Begegnungen einen nicht spielberechtigen Akteur eingesetzt - zum Saisonfinale auf den vorletzten Platz ab. Jetzt folgt der Abstieg in die unterste Spielklasse.

"Es war kein hochverdienter, aber ein verdienter Sieg", freute sich VfL-Trainer Georgios Chatzopoulos, nachdem er seinen Trainerpartner Patrick Kahlhofer siegestrunken umarmt hatte. Fassungslos war dagegen FSV-Abteilungsleiter Sinan Külüslü. "Die zweite Halbzeit, das war von uns gar nichts. Mir fehlen die Worte." Külüslü gratulierte dem VfL Obereisesheim, bei dem er einst im Bambini-Alter mit dem Fußballspielen angefangen hatte.

Friedrichshall mit etlichen A-Junioren im Kader

Es war ein Spiel Jugend gegen Erfahrung. Während beim FSV acht A-Junioren im Aufgebot standen, fünf davon in der Startelf, trat Obereisesheim mit dem ein oder anderen Akteur jenseits der 30 an. "Wir haben auch junge Spieler, aber heute haben die Alten den Unterschied ausgemacht. Letztlich war es eine geschlossene Mannschaftsleistung", wollte Chatzopoulos seine Elf nicht als Oldie-Truppe abstempeln lassen.

Der erste Höhepunkt des Spiels bescherte Friedrichshall die Führung. Jan Franz erkämpfte sich im Strafraum einen verlorenen Ball zurück und schloss zum 1:0 ab (13. Minute). Wenig später nutzte auch der VfL seine erste Möglichkeit. Nach einem Eckball stand Kyoma Frey am langen Pfosten goldrichtig und köpfte zum 1:1 ins Netz.

VfL-Torjäger muss verletzt ausgewechselt werden

Pech hatten die Obereisesheimer nach 25 Minuten, der 40-fache Saisontorschütze Avraam Dimitriadis verletzte sich ohne Fremdeinwirkung und musste ausgewechselt werden. In der 30. Minute stand erneut Franz im Mittelpunkt, köpfte nach einer Ecke aber am Ziel vorbei. Danach sorgte wieder der VfL für Gefahr. Danar Taufik wurde clever freigespielt, scheiterte jedoch an FSV-Keeper Serkan Simsek. Die letzte Szene in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gehörte nochmals dem B-Ligisten, Marc Werner traf ins Tor, doch der Unparteiische entschied auf Abseits.

FSV-Abwehr klärt kritische Situation

In der zweiten Halbzeit war von den jungen Wilden des FSV nicht mehr viel zu sehen. Pech hatten die Obereisesheimer in der 54. Minute, Frey traf nur den Pfosten. Dann hatten die Obereisesheimer den Torschrei bereits auf den Lippen, nach einem Fauxpas der Friedrichshaller Defensive, hatte Ercument Sapmaz aus spitzem Winkel das leere Gehäuse vor sich, traf aber nur das Außennetz (61.). Zwei Zeigerumdrehungen später scheiterte Frey gleich zwei Mal in aussichtsreicher Position. Obereisesheim war Chef im Ring.

Verdiente 2:1-Führung für Obereisesheim

Ein Traumpass von Danar Taufik leitete in der 69. Minute die längst verdiente Führung für Obereisesheim ein, Marc Werner schloss stark zum 2:1 ab. Der FSV kam nur zu einer aussichtsreichen Chance, in der 80. Minute durch Laurend Mazrekaj, der in Keeper Martin Frei aber seinen Meister fand.

Elfmeter zum 3:1 für den B-Ligisten

Für die Entscheidung zum 3:1 für Obereisesheim sorgte Ishan Tütmez. Nach einem Foul im Strafraum an Sapmaz, verwandelte der Oldie den fälligen Strafstoß in der 87. Minute sicher. In der Nachspielzeit legte Max Wondra das 4:1 nach, mit einem Schuss aus 40 Metern über den zu weit vor seinem Tor stehenden FSV-Keeper.

"Wir haben seit Wochen für die A-Liga geplant", sagt Külüslü. "Jetzt ist die Angst da, das alles zusammenbricht. Wir werden aber alles daran setzen, wieder eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen." Chatzopoulos war derweil mit sich und der Welt zufrieden. "Bei uns haben die Alten die Jungen geführt. Zudem wurde in der zweiten Halbzeit die Taktik auf eine etwas defensivere Variante umgestellt, so kamen unser schnellen Spitzen besser zum Zug."

 

 


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