Sinsheimer Arena erhält einen neuen Namenssponsor

Fußball  Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe weitet ihr Engagement bei der TSG 1899 Hoffenheim aus. Ein Tochterunternehmen soll künftig der neue Namensgeber für das Stadion in Sinsheim sein.

Von Florian Huber

Das Stadion, in dem die TSG Hoffenheim ihre Heimspiele austrägt, erhält einen neuen Namen. Foto: dpa  

Nach Informationen der Heilbronner Stimme baut die Schwarz-Gruppe ihr Engagement bei der TSG 1899 Hoffenheim aus und fungiert künftig mit einem Tochterunternehmen als Namensgeber für das Sinsheimer Stadion.

Offiziell vorgestellt werden soll der neue Namensgeber noch vor dem nächsten Heimspiel des Fußball-Bundesligisten gegen den FC Bayern München nächste Woche. Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) plant unter der Marke Pre-Zero Dual den Aufbau eines eigenen Recyclingsystems, über das nicht nur Pfandflaschen, sondern auch andere Verpackungen wiederverwertet werden sollen. In diesem Zusammenhang hatten die Neckarsulmer im Sommer einen großen Entsorgungsdienstleister übernommen.

Um dieses Recycling-Unternehmen und sein duales System bekannter zu machen, ist das Namenssponsoring eines Bundesligastadions durchaus sinnvoll, der Schriftzug zudem gut sichtbar für die vielen Fahrzeuge auf der angrenzenden Autobahn 6. Der alte Arena-Schriftzug ist bereits seit Tagen entfernt. Als Premium-Partner der TSG Hoffenheim hatte Lidl bislang unter anderem für seine Eigenmarke beim Wasser geworben.

Wirsol war siebeneinhalb Jahre Namensgeber

Seit 2011 heißt das Fußballstadion der TSG Hoffenheim offiziell Wirsol Rhein-Neckar-Arena. Der Photovoltaik-Dienstleister aus Waghäusel war zunächst für drei Jahre an Bord, mittlerweile sind es siebeneinhalb Jahre. Über den Parkplätzen direkt an der Arena sind Photovoltaikanlagen auf Carports montiert, die größte Anlage dieser Art an einem Bundesliga-Stadion.

Hoffenheim bleibt sich treu. Statt Solarstrom ist nun Recycling in Sachen Stadionname angesagt. Erst vor wenigen Wochen hat der Club eine Zukunftsstrategie präsentiert. Ein wichtiger Aspekt ist dabei das Thema Ökologie. Die Sinsheimer Arena hat unter anderem eine Regenwasserzisterne, die 350.000 Liter fasst, das gesammelte Wasser wird für die Stadiontoiletten oder auch zur Rasenbewässerung benutzt.

Verbindung zwischen Fußball- und Klima-Arena

Zum Umweltaspekt in Sinsheim passt auch, dass Hoffenheims Mehrheitseigner Dietmar Hopp unweit der Fußball-Arena eine Klima-Arena errichtet. Themen dabei: Erneuerbare Energien, Umwelt, Schutz der Ressourcen, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.