Neckarsulmer Sport-Union startet mit Zuversicht ins neue Jahr

Fußball  Fußball-Oberligist Neckarsulmer Sport-Union befindet sich seit Dienstagabend in der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte. Auf dem Pichterich hofft man, dass die Verletztenmisere bald ein Ende hat.

Von Alexander Bertok

Neckarsulmer Sport-Union startet mit Zuversicht ins neue Jahr

Zum Auftakt ein 3000-Meter-Lauf. Die Neckarsulmer Oberliga-Kicker mussten am Dienstagabend mächtig Gas geben. Von links: Claudio Bellanave, Maximilian Gebert, Simon Wagner und Salvatore Varese.

Foto: Alexander Bertok

Das Sportjahr 2018 bleibt beim Oberligisten Neckarsulmer Sport-Union in unguter Erinnerung. Die Rückrunde der Saison 2017/2018 wie auch die Hinspielserie der aktuellen Spielrunde gehen als "Seuchenjahr" in die Vereinshistorie ein.

Niemals zuvor in diesem Jahrtausend waren die Neckarsulmer von größeren Verletzungssorgen geplagt. Phasenweise mussten sieben oder acht Spieler ersetzt werden, teils mit langwierigen Blessuren. "Das war schon extrem", blickt Trainer Marcel Busch zurück, ist aber optimistisch, dass 2019 alles besser wird.

Am Dienstagabend starteten Busch, die Co-Trainer Thorsten Damm und Aydin Cengiz sowie ein nahezu komplettes Team mit viel Optimismus in die Vorbereitung auf den zweiten Abschnitt der Saison 2018/2019. Mit dabei beim Auftakttraining waren mit Torhüter Simon Wagner und Offensivspieler Salvatore Varese zwei von drei Neuzugängen. Max Reichert, ein weiterer verpflichteter Torhüter, stößt später zur Mannschaft.

Es gibt viel zu tun bis zum 16. Februar

Ganz so locker, wie es sich der ein oder andere Akteur vorgestellt hatte, gestaltete sich das erste Training nach knapp fünfwöchiger Pause aber nicht. Die erste Übung war der gefürchtete 3000-Meter-Lauf, der konditionelle Defizite schonungslos offenlegte. Mehrere Gruppen waren an verschiedenen Positionen auf der Pichterich-Tartanbahn gestartet. Nach drei Kilometern war das Feld komplett über die Stadion-Runde verteilt.

Für das Trainerteam der NSU gibt es bis zum Beginn der zweiten Saisonhälfte mit einem Heimspiel am 16. Februar gegen den Tabellendritten Göppinger SV noch viel zu tun. Auch Marcel Busch absolvierte die siebeneinhalb Runden. "Das tut meiner Fitness gut", sagt der Trainer, der aber auch für den äußersten Notfall, selbst auflaufen zu müssen, gerüstet sein will. In der Endphase der Hinrunde war sein Name in der Auflistung der Ersatzspieler zu finden. Den Plan zum Spielertrainer zu mutieren, gibt es aber nicht.

In der Rückrunde der vergangenen Saison hatte sich die NSU nur 15 Punkte erspielt, zehrte vom Polster der ersten Saisonhälfte und rettete sich als Tabellenzehnter in die Sommerpause. Im August startete die neue Spielzeit, doch die Verletzungssorgen blieben die alten. Die 22 erspielten Zähler bis zur Winterpause sind beim Blick zurück somit nicht enttäuschend.

"Bei allen unseren Personalproblemen ist die Punktzahl irgendwo in Ordnung", ärgert sich Busch aber dennoch, dass "aus eigener Dummheit drei oder vier Punkte verschenkt wurden. Da müssen wir uns aber an die eigene Nase fassen". Mit Tabellenplatz 13 zum Jahreswechsel ist man auf dem Pichterich daher nicht zufrieden.

Doch die Zuversicht ist groß, sich im Verlauf der weiteren Saison ins Mittelfeld des Tableaus zu verabschieden. "Wir müssen aber vom ersten Spiel an zu 100 Prozent da sein", weiß Busch, dass auch ein nahezu kompletter Spielerkader keine Garantie dafür ist, dass die Siege nun zugeflogen kommen. "Es wäre sehr gefährlich mit so einer Einstellung in die Spiele zu gehen", mahnt der Chefcoach.

Enzo Romano fält lange aus

Ganz ohne Verletzungssorgen zeigte sich die NSU zum Trainingsauftakt aber nicht. Stürmer Volkan Demir wird nach seinem Kreuzbandriss in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Erst vor wenigen Tagen verkündete Enzo Romano die bittere Diagnose Sehnenriss am Hüftbeuger. Der Defensivmann wird längere Zeit fehlen. Die Blessur hatte er sich im letzten Spiel beim SV Oberachern während der Aufwärmphase zugezogen. Da wurde noch mit einem Muskelfaserriss spekuliert. Wie es um den Reha-Zustand von Steven Neupert und Ersatzkeeper Leo Wallmann bestellt ist, klärt sich in den nächsten Tagen, da beide beruflich und privat bedingt erst in der kommenden Woche ins Training einsteigen.

Zum ersten Testspiel empfängt die NSU am Samstag (15 Uhr) den badischen Verbandsligisten TSG Weinheim.

 


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