Nach der Pause in ruhigen Fahrwassern

Fußball  Die U19 der TSG Hoffenheim löst ihre Pflichtaufgabe zum Auftakt 2019 mit dem 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers ordentlich. Der Trainer sieht aber noch viel Luft nach oben.

Von Martin Peter
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Nach der Pause in ruhigen Fahrwassern

Aussichtsreich: Hoffenheims Amid Khan Agha kommt im Strafraum der Kickers zum Abschluss. Sein Schuss wird im letzten Moment aber noch geblockt.

Foto: privat

Es könnte besser sein, natürlich. Aber nach einem Monat der Vorbereitung stimmte bei Benedikt Landwehr das Grundgefühl. "Es war schön, auf dem Platz zu stehen", sagte der Kicker der Hoffenheimer U19 am Samstag. Es ging wieder um was. Und die Richtung im ersten Bundesliga-Spiel 2019 stimmte. Mit 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers startete das Team von Trainer Marcel Rapp ordnungsgemäß in die restliche Rückrunde, löste die nicht ganz einfache Pflichtaufgabe gegen den Abstiegskandidaten gut.

Es hapert noch an einigen Ecken

So war dann auch für den Trainer das Resultat das Wichtigste, wenngleich es naturgemäß noch an einigen Ecken haperte. "Wir haben schon noch Luft nach oben", räumte Rapp auch ein, der insgesamt jedoch zufrieden war. Die Gastgeber fanden über den Einsatz ins Spiel, starteten engagiert, bis sie die Partie im Griff hatten, dauerte es allerdings.

So gehörte die erste Chance den Gästen, die einen direkten Freistoß aus 20 Metern aber ans Außennetz setzten. Als sich die Hoffenheimer dann gefangen hatten, wurden sie schnell belohnt: Einen langen Ball von Amadou Onana leitete Tobias Heiland irgendwie an Stürmer Filip Stojilkovic weiter, der den Ball aus zentraler Position in den Winkel donnerte (18.).

Die Führung bringt nicht die erhoffte Sicherheit

Das Problem: Dieses 1:0 brachte keine Sicherheit. Zwar hätte Außenverteidiger Landwehr in der 31. Minute freistehend aus kurzer Distanz das 2:0 besorgen können. Doch der gebürtige Heilbronner schoss - für ihn ungewöhnlich - vorbei. "Vermutlich habe ich zu viel nachgedacht", sagte Landwehr später. Statt in ruhige Fahrwasser zu gelangen, geriet die TSG unter Druck, verlor den Faden.

Rapp hatte Verständnis: "Wenn man auf fünf Positionen andere Spieler hat, ist das nicht immer so einfach." Neben Samuel Lengle, der in der Winterpause zur U23 hochgezogen wurde, fielen der erkrankte Laurin Curda, Tim Linsbichler (Schlüsselbeinbruch) und die gelbgesperrten Luis Görlich, Ilay Elmkies sowie Max Geschwill aus.

Nach dem 2:0 wird es entspannter

Kurz nach der Pause hatte Hoffenheim dann aber alles im Griff, mit dem 2:0, das Stojilkovic nach gelungener Vorarbeit von Enes Tubluk in der 50. Minute erzielte, war diese Partie dann entschieden. "Nach unserem 2:0 war es entspannter", sagte Rapp. Vor allem auch für ihn. Denn die TSG war in der Liga unverhofft unter Druck geraten, der 2:1-Erfolg vor der Pause gegen den FC Bayern wurde durch das 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers nun nachhaltiger, zumal die TSG wieder einen Platz gut machte und nun Sechster ist.

Zwar spielt die Platzierung in der Rappschen Gedankenwelt allenfalls eine untergeordnete Rolle. Ohne die sechs Punkte aber wäre die TSG unten reingerutscht. "Es ist alles eng in der Liga", sagte Rapp. Ziel der TSG ist es, in der Rückrunde mehr Punkte zu holen, als noch in der Hinrunde. "Dann stehen wir unter den ersten Fünf." Das sei der Anspruch. Insofern stimmte nicht nur bei Benedikt Landwehr das Grundgefühl.

Hoffenheim: Klein - Keßler, Nitzl (66. Dautaj), Wallquist, Bogarde, Onana, Landwehr (63. Krüger), Tubluk, Heiland (46. Schappes), Khan Agha, Stojilkovic. Tore: 1:0 Stojilkovic (18.), 2:0 Stojilkovic (50.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Benjamin Mignon (Loderhof/Sulzbach).

Dazu gelernt

In der 70. Minute hatte auch der angehende Fußballlehrer Marcel Rapp wieder was dazu gelernt: Einen von hinter der Bande ausgeführten Einwurf pfiff der Schiedsrichter ab weil es regelwidrig ist. "Hätte ich nicht gewusst", gestand Rapp, der in Regelkunde die Note 1,3 hat. Der Trainer der U19 ist in den letzten Zügen seiner Ausbildung. 

 

 


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