B2-Vizemeister Schwabbach fordert FV Künzelsau heraus

Fußball  Am Donnerstag trifft der FV Künzelsau im Relegationsspiel in Untersteinbach auf den TSV Schwabbach. "Künzelsau hat den größeren Druck", sagt Schwabbachs Abteilungsleiter Martin Veyel.

Von Marc Schmerbeck

B2-Vizemeister Schwabbach fordert FV Künzelsau heraus

Augen zu und durch: Martin Veyel (rechts) und die Schwabbacher haben sich etwas überraschend den Relegationsplatz in der B2 gesichert.

Zum ersten Mal wird die Relegation in Hohenlohe in diesem Jahr im neuen Modus gespielt. Die höherklassigen Vereine müssen nun schon in den Entscheidungsspielen mit eingreifen, nicht erst im Relegationsspiel. "Bisher kommt das an", sagte Spielleiter Hartmut Megerle am Rande der Partie zwischen dem FV Künzelsau (A1) und dem TSV Michelbach/Bilz (B1-Vize). "Das passt. Es sind so auch weniger Spiele und es wird dadurch etwas fairer."

Eine Niederlage wäre für Schwabbach kein Weltuntergang

In Neuenstein setzte sich mit dem FV Künzelsau der A1-Vertreter dann auch durch. Nun heißt diesen Donnerstag in Untersteinbach der Herausforderer TSV Schwabbach (B2-Vize). Gespielt wird um 18 Uhr - die Partie war zuerst auf 17 Uhr angesetzt. Die Schwabbacher hatten in der ersten Runde ein Freilos.

"Ein Großteil der Mannschaft war in Neuenstein", sagte Martin Veyel, Abteilungsleiter und Spieler. "Wir wollen natürlich gewinnen. Aber wenn es nicht klappt, ist es auch kein Weltuntergang. Ich denke, Künzelsau hat den größeren Druck."

Ganz unbeschwert will er mit dem Team ins Spiel gehen. Er selbst stand 2003 oder 2004 schon einmal in einem Relegationsspiel auf dem Platz. "Damals ging es auch gegen Künzelsau. Allerdings waren wir der A-Klassen-Vertreter und sind abgestiegen." Was für eine Kulisse zu erwarten ist, sahen die Schwabbacher schon in Neuenstein. "Ich denke, der Großteil der Mannschaft freut sich drauf", sagte Veyel

Vorfreude statt Nervosität lautet das Motto. "Wir können das Spiel genießen. Ich war vor dem letzten Spieltag gegen Waldbach nervöser, weil wir die Relegation nicht mehr verspielen wollten. Das ist jetzt einfach eine Zugabe."

Die starken Einzelspieler der Künzelsauer sollen ausgeschaltet werden

Unter die ersten vier zu kommen war das Saisonziel, sich im Vergleich zur vergangenen Saison etwas zu verbessern. "Mitte der Rückrunde wurde der Relegationsplatz dann zum Ziel", sagt Veyel. Schwabbach eroberte ihn am 22. Spieltag und gab ihn danach nicht mehr her.

Nun kommt die Zugabe. Und dieses Jahr hatte eben ein B-Ligist den Vorteil, sich den Gegner anschauen zu können. Der A-Ligist sammelte dafür erste Erfahrungen mit der Drucksituation und der Kulisse in der Relegation. "Es war ein relativ ausgeglichenes Spiel", schildert Veyel seine Erfahrung. "Michelbach ist am Anfang vielleicht etwas zu hohes Tempo gegangen. Und Künzelsau hat schon Qualität. Die haben gute Einzelspieler. Wenn wir die ausschalten können, dann haben wir keine schlechten Chancen."

Ethan Tongue wird beim FV Künzelsau fehlen

B2-Vizemeister Schwabbach fordert FV Künzelsau heraus

Njie Gibbi (rechts) ist einer der Künzelsauer Spieler mit viel Qualität. Die erste Drucksituation hat der A1-Ligist bestanden.

Fotos: Marc Schmerbeck

Die Schwabbacher sind hingegen eine unbekannte Größe für die Künzelsauer. Der Sportliche Leiter Fritz Zott rechnet mit einem kampfstarken Gegner. "Es war lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der B2. Wir müssen die Ernst nehmen", sagte er. "Wenn wir nicht voll motiviert reingehen, wird es ein ganz schweres Spiel für uns."

Fehlen wird dabei Ethan Tongue nach seiner Gelb/Roten Karte gegen Michelbach. Dafür hoffen die Künzelsauer auf die Rückkehr des spielenden Co-Trainers Jan Conrad, der wegen eines Zeckenbisses in Neuenstein fehlte.

Die starke Rückrunde Künzelsaus lässt hoffen

"Unser Anspruch muss sein, das Spiel zu gewinnen", sagte der Künzelsauer Martin Frank. "Man sieht, dass die Mannschaft intakt ist." Das zeigte bereits die starke Rückrunde des FVK, in der sich das Team überhaupt erst die Klassenerhalts-Chance über die Relegation erarbeitete. "Mich freut es, dass auch Spieler aus der zweiten Reihe reinkamen und das Spiel mitentschieden haben", meinte Frank zum 3:1-Sieg gegen Michelbach/Bilz. "Das war schon ein hartes Stück Arbeit", gestand auch Abteilungsleiter Panagiotis Sotirelis ein.

Nun steht erneut ein hartes Stück Arbeit an. Aber das sind beide Teams aus der Runde gewohnt.

 

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