Augsburg schreibt bei EBM-Papst Hallenmasters Turniergeschichte

Fußball  Bei dem A-Jugendturnier in Mulfingen hat der FC Augsburg für ein Stück Turniergeschichte gesorgt. Im Finale gelang ihm ein 4:1-Erfolg gegen den SC Heerenveen und damit ein Sieg zum zweiten Mal in Folge.

Email
Die Freude war nach dem 4:1 groß. Fotos: Marc Schmerbeck
Der FC Augsburg hat für ein Stück Turniergeschichte gesorgt. Zum ersten Mal gelang am Samstag einer Mannschaft beim Fußball-A-Jugendturnier des EBM-Papst Hallenmasters, ihren Titel zu verteidigen. Bei seiner erst zweiten Teilnahme in der Mulfinger Gerhard-Sturm-Halle gewann der FCA zum zweiten Mal in Folge. Im Finale gelang ein 4:1-Erfolg gegen den SC Heerenveen. „Es hat Spaß gemacht“, sagte der Augsburger Kapitän Dorian Cevis. „Ich war vergangenes Jahr schon dabei und habe den Jungs gesagt, dass es ein geiles Turnier werden wird. Ich wollte unbedingt wieder ins Finale, denn das Einlaufen davor ist super. Gerade mit den Kids.“ 
 
Vor dem Finale geht´s durch ein Spalier
 
Nachwuchskicker des Gastgebers SV Mulfingen stehen vor dem Endspiel Spalier. Zu lauter Musik, buntem Licht, Nebel und von einem Spot beleuchtet laufen die Spieler dann ein. Mit sieben Treffer wurde Cevis dann auch noch bester Torschütze des Turniers. „Ich fühle mich genauso gut wie im vergangenen Jahr, sogar etwas besser“, sagte er lächelnd. Kurz zuvor hatte er noch zusammen mit seiner Schwester für ein Erinnerungsfoto posiert. 
 
„Die Betreuung hat gestimmt, die Atmosphäre in der Halle war super“, sagte Cevis. Doch nicht nur er glänzte bei seiner Mannschaft. Mit Niclas Müller wurde sein Teamkamerad zum besten Torhüter des Turniers gekürt. Den besten Spieler stellte Finalgegner Heerenveen: Orri Kjartansson. „Er hat die Auszeichnung verdient“, sagte Gerhard Rudolph, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Hohenlohe. „Das Turnier ist ein Highlight für die Region. Ohne würde etwas fehlen.“ 
 
Titelverteidiger hat Startprobleme
 
Die Augsburger waren mit Schwierigkeiten ins Turnier gestartet. Auf einen knappen Sieg gegen Braunschweig folgte eine Niederlage gegen den FC St. Gallen. Erst langsam steigerte sich das Team und wurde hinter dem souveränen 1. FC Nürnberg, der alle fünf Gruppenspiele gewann, noch Zweiter. St. Gallen und Leverkusen zogen dahinter ins Viertelfinale ein. In der anderen Gruppe hatten die Würzburger Kickers sowie Heerenveen den besten Eindruck hinterlassen. Düsseldorf und Karlsruhe lösten außerdem das Titel für die nächste Runde. Für vier Teams ging es allerdings nach der Vorrunde nach Hause: Schwäbisch Hall, Nottingham Forest, FSV Hollenbach und Eintracht Braunschweig. 
 
Der FC Augsburg hat für ein Stück Turniergeschichte gesorgt.
Überraschendes Aus für die Gruppensieger
 
Im Viertelfinale gab es dann zwei dicke Überraschungen. Nürnberg musste nach Hause fahren – ohne Niederlage im Turnierverlauf. Gegen den KSC hieß es nach 14 Spielminuten 0:0. Im Neunmeterschießen setzte sich Karlsruhe mit 3:2 durch. Ebenfalls im Neunmeterschießen zog Heerenveen ins Halbfinale ein – 8:7 gegen St. Gallen nach einem 3:3 nach der regulären Spielzeit. Mit Würzburg erwischte es dann den zweiten Gruppensieger. Die Kickers unterlagen Leverkusen mit 0:2. Augsburg zog durch ein 3:2 gegen Düsseldorf ins Halbfinale ein. Dort setzte sich der SCA mit 2:1 gegen Karlsruhe durch. Heerenveen schlug Leverkusen 4:1.
 
Nachdem sich der KSC mit einem 3:2 den dritten Platz sicherte, ging es im Finale zunächst Schlag auf Schlag. Gleich in der Anfangsphase ging Heerenveen mit 1:0 in Führung, kurz darauf glich Augsburg aus. Nun riskierte kein Team mehr allzu viel. Es entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel. Am Ende fehlte den Niederländern etwas die Kraft und Durchsetzungsvermögen. Augsburg gewann mit 4:1. „Es war super“, sagte Kjartansson trotzdem. „Auch wenn es etwas schwierig war mit den vielen Spielen in kurzer Zeit. Aber der zweite Platz ist doch auch gut. Wir wollten mal ins Finale kommen.“ 

Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

Kommentar hinzufügen