Alle blicken zu Saisonbeginn auf den VfR Heilbronn

Fußball  Als Topfavorit auf die Meisterschaft in der Unterländer Kreisliga B2 wird jedoch der VfL Obereisesheim gehandelt. Dahinter folgt schon der neugegründete VfR, der sich jedoch noch in der Findungsphase sieht.

Von Alexander Bertok

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Die Symbolik des des Bildes täuscht: Für den VfR Heilbronn soll es in der ersten Saison nach der Neugründung nicht abwärts, sondern aufwärts gehen.

Der VfR Heilbronn ist in der Kreisliga B2 die große Zugnummer. Der wieder aus der Taufe gehobene Heilbronner Traditionsverein ist geographisch eigentlich der Kreisliga B1 zugeordnet. In dieser Staffel hätten dann aber 17 Mannschaften gespielt, so dass die VfR-Verantwortlichen einwilligten, in der B2 an den Start zu gehen. Die Kocher-Jagst-Staffel setzt sich somit aus 13 Vereinen zusammen.

Dem VfR trauen viele der Konkurrenten Großes zu, auch den Titelgewinn. Doch der eigentliche Topfavorit heiß VfL Obereisesheim. Neben den Heilbronnern, die ihre Heimspiele an traditionsreicher Stätte im Frankenstadion austragen, heißt der wohl aussichtsreichste Rivale des zuletzt Drittplatzierten aus Obereisesheim Türkspor Neckarsulm II.

VfR tritt auch gleich mit einer Reserve an

"Wir haben kein Problem damit und können mit der B2 gut leben", freut sich der VfR-Vorsitzende Onur Celik auf den Saisonstart. Knapp 50 Spieler zählen zum Kader, so dass auch ein Reserveteam gestellt wird. "Wir befinden uns in einer Findungsphase, haben aber ein gesundes Selbstvertrauen und den Anspruch vorne mitzuspielen. Mal schauen, was rauskommt."

Funktionär Tobias Schwarz, der wie Celik, der legendären A-Jugend entstammt, die 1996 den deutschen Pokalsieg feierte, hält nichts davon, große Ziele auszugeben: "Wir lassen lieber Taten sprechen."

Ein kunterbunter Haufen

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Erkan Acikara ist der erste Trainer des neuen VfR Heilbronn.

Foto: Alexander Bertok

Vor keiner leichten Aufgabe steht Trainer Erkan Acikara, der aus einem kunterbunten Haufen eine schlagkräftige B-Liga-Truppe formen muss. "Bis sich alles gefunden hat, dauert das schon noch vier bis sechs Wochen", sagt der Coach, der seinen Spielerpass mitgebracht und auch schon in Test-Begegnungen auf dem Platz ausgeholfen hat. "Im Kader stehen viele Akteure, die zuletzt pausiert haben. Aber alle haben sich in den ersten Wochen super entwickelt. Mit dem Ist-Zustand bin ich zufrieden."

Acikara blickt der Punktrunde verhalten entgegen. "Für die B-Liga sollte unser spielerisches Niveau reichen. Aber ich sehe den VfL Obereisesheim vor uns." Reicht es am Ende zu Platz zwei, würde man das als Erfolg werten. "Wir stehen nicht unter dem Druck, im ersten Jahr aufsteigen zu müssen, aber der Ehrgeiz ist schon da."

Basri Tiriaky vom Oberliga-Aufsteiger TSV Ilshofen ist der wohl spielsträrkste VfR-ler. "Es gibt etliche Spieler im Kader, die schon Landesliga oder Bezirksliga gespielt haben", sagt Onur Celik. Auf eine VfR-Vergangenheit blicken Fabio und Salvatore Barbagallo sowie Marko Majic zurück. Ach ja, und dann ist da natürlich noch der 40-jährige Rainer Baumgart, der Routinier auf dem Platz und neben Celik sowie Schwarz der dritte ehemalige Pokalheld im neuen VfR Heilbronn.

Neue Spielertrainer beim VfL

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Georgios Chatzopoulos ist einer der beiden Obereisesheimer Spielertrainer.

"Wir wollen aufsteigen, trotz des VfR", sagt Dominik Heinrich, Vereinschef des VfL Obereisesheim. Für dieses Ziel hat man sich durch Neuzugänge breiter aufgestellt und aus den eigenen Reihen mit Patrick Kalhofer sowie Georgios Chatzopoulos ein neues Spielertrainer-Duo installiert. "Einer der beiden wird immer an der Seitenlinie stehen, der andere auf dem Feld", erklärt Heinrich. Vergangene Runde sind wir oftmals nach 60 Minuten eingebrochen, doch im konditionellen Bereich haben wir jetzt zugelegt."

Türkspor Neckarsulm II beendete die vergangene Saison auf Rang zehn, sollte aber vom Aufrüsten der ersten Mannschaft personell profitieren. Auf der Rechnung muss man aber auch die Spielgemeinschaft von Stein/Neuenstadt/Kochertürn haben.

Durch den Eintritt des TSV Neuenstadt in die Spielgemeinschaft, erhöht sich nicht nur das Leistungspotenzial von Team eins, sondern auch das der zweiten Mannschaften. Rang acht der vergangenen Saison besitzt daher keine Aussagekraft mehr.

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Trainer der SGM-Zweiten ist mit Helmut Halter ein Unterländer Urgestein. Der 63-Jährige blickt auf eine 30-jährige Trainer-Laufbahn zurück. Als fünfte Kraft im Kampf um Platz eins oder zwei könnte sich der letztjährige Fünfte (punktgleich mit dem VfL Obereisesheim) TSV Herbolzheim erweisen, auch wenn deren Verantwortlichen nur einen Platz im Mittelfeld als Vorgabe ausgeben.

 
 

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