2:0 Sieg des VfB Eppingen gegen den TSV Wieblingen

Fussball  Alexander Rudenko trifft beim 2:0-Sieg des VfB Eppingen gegen harmlose Wieblinger von der Mittellinie zur Führung

Von Martin Peter

Ein Geniestreich reicht als Dosenöffner

Schwerfällig: Alexander Rudenko (rechts) kam wie seine Teamkollegen nur schwer in Tritt, leitete mit seinem Treffer zum 1:0 aber den Sieg des VfB ein.

Foto: Klaus Krüger

Es lag nicht am VfB Eppingen alleine. Aber dadurch, dass auf dem Kunstrasenplatz oben Tore am Fließband fielen, fiel den Zuschauern unten in der Arena umso mehr auf, dass Eppingen äußerst schwer in Tritt kam und in seinem Duell gegen den TSV Wieblingen gehemmt wirkte. Der entscheidende Schritt in Richtung Klassenerhalt: er ließ auf sich warten. Während sich der VfB mühte, traf ein anderer VfB, fast wie er wollte. Bad Rappenau gewann das Kreisliga-Duell gegen Türkspor Eppingen 6:3. Davon konnte der Verbandsliga-VfB nur träumen. Immer-hin: Dank eines Geistesblitzes und eines Konters kurz vor dem Abpfiff gewann Eppingen mit 2:0. "Schlecht gespielt - drei Punkte geholt", fasste Co-Trainer Lothar Bernecker knapp zusammen.

Kapitän Kevin Haas nur auf der Bank

Die Eppinger begannen unverändert im Vergleich zur Vorwoche: Torhüter Kai Sauer musste auf der Bank Platz nehmen - genau wie Kapitän Kevin Haas, Ciaran Fleck und Fabian Kirsten. Recht prominent besetzt, aber für den Fall der Fälle hatte Trainer David Pfeiffer einige gute Optionen. Und die brauchte er schneller, als ihm lieb war: Es waren keine fünf Minuten gespielt, da ging es für Defrim Mustafa nicht weiter. Er hatte sich bei einer harmlosen Aktion das Knie verdreht. Für ihn kam Fleck in eine Partie, die gar nicht in Fahrt kommen wollte. "Es war alles irgendwie schwerfällig, als ob dich jemand am Trikot festhält", sagte Alexander Rudenko.

Während auf dem Kunstrasen ständig gejubelt wurde, passierte unten bald eine halbe Stunde lang: nichts. Zwei harmlose Schüsschen des VfB waren alles. Weniger hatte nur Wieblingen zu bieten, Eppingen war nie in Gefahr. Und in der 33. Minute gab es dann die erste echte Chance. Die hatte es dafür in sich, aber der an dem Tag glücklose Tobias Zakel scheiterte nach tollem Pass von Soner Bostan frei vor dem Keeper der Gäste. Zwei Minuten später hatte dann Bostan die Führung auf dem Fuß, sein Schuss strich knapp vorbei. Und wieder eine Minute später brachte Zakel einen Kopfball aus kurzer Distanz nicht im Kasten unter. "Wir hatten in der Summe genug Chancen", fand Pfeiffer, der in seine Rechnung aber die ganzen Konter in der zweiten Hälfte mit einbezog.

Der Ersatz-Kapitän ist zur Stelle

Bis dahin brauchte es aber einen Dosenöffner. Und den besorgte Rudenko mit einem Geniestreich. Als einem Gegenspieler der Ball unter seiner Sohle durchrutschte, war der Ersatz-Kapitän zur Stelle: Er zog sofort ab - und traf von der Mittellinie zum 1:0 (56.). Genauso hatte es Eppingens Stürmer gewollt: "Ich habe gesehen, dass der Keeper weit draußen steht - sonst hätte ich nicht geschossen", sagte er. Das Tor tat dem VfB gut, weil die Gäste nun kommen mussten. Wieblingen machte in der Schlussphase auf, blieb aber absolut harmlos. "Wir haben den Gegner nicht genug gefordert", stellte Trainer Norbert Muris enttäuscht fest.

Doch Eppingen machte es nur bedingt besser, spielte seine Konter allesamt schlecht aus. Selbst vor dem 2:0 durch Sven Palinkasch hätte der Ball bereits im Netz liegen müssen. "Wir sind heute nicht an unser Leistungsmaximum rangekommen", hatte Pfeiffer ausgemacht. "Die Punkte sind trotzdem verdient."

VfB Eppingen: Zeyrek - Irrgang, Nogaybel (45. Sigloch), Felk, Rauh - Bostan, Zigmantavicius (66. Kirsten), Alves (78. Palinkasch), Mustafa (6. Fleck) - Rudenko, Zakel. Tore: 1:0 (56.) Rudenko, 2:0 (90.) Palinkasch. Zuschauer: 200.


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