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Aramäer Heilbronn nehmen erste Relegations-Hürde

Unterländer Bezirksliga-Zweiter aus Heilbronn setzt sich gegen Hohenloher Vizemeister Tura Untermünkheim verdient mit 3:1 durch. Am Sonntag geht es in der nächsten Runde gegen den FSV Bietigheim-Bissingen II.

Alexander Bertok
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Aramäer Heilbronn nehmen erste Relegations-Hürde
Jermaine Wesley (2. von links) sorgte mit seinem Tor zum 3:1 für die Entscheidung. Die Aramäer Heilbronn stehen damit in der zweiten Relegationsrunde. Foto: Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Die erste von drei möglichen Hürden haben die Aramäer Heilbronn am Mittwochabend genommen. Der Bezirksliga-Vizemeister aus dem Unterland besiegte den Hohenloher Bezirksliga-Zweiten Tura Untermünkheim in Gaisbach vor rund 350 Zuschauer verdient mit 3:1. Am Sonntag (15 Uhr) spielen die Aramäer in Vaihingen/Enz gegen den FSV Bietigheim-Bissingen II, der sich sich im Parallelspiel der Bezirke Enz-Murr und Rems-Murr in Remseck gegen den FSV Waiblingen nach Elfmeterschießen 6:4 durchgesetzt hat.

Unglücklicher Start mit frühem Gegentor

"Im Großen und Ganzen war der Sieg für uns verdient", analysierte Aramäer-Trainer Daniel Maroge. "Die Mentalität und Moral, die meine Mannschaft gezeigt hat, war beeindruckend." Doch die Partie begann für die Heilbronner mit einem Rückschlag. Bereits in der 4. Minute jubelte Untermünkheim über die Führung. Nach einem Eckball standen gleich zwei Tura-Spieler völlig blank am Fünfmeterraum. Joschka Karle sprang am höchsten und köpfte den Ball ins Tor. "Ich habe meine Spieler noch vor diesen Standards gewarnt", ärgerte sich Maroge über die fehlende Zuordnung und ein vermeidbares Gegentor. "Das 0:1 hat uns nicht in die Karten gespielt."

Doch die Heilbronner zeigten sich vom Rückstand wenig beeindruckt und drückten den Tura durch frühzeitiges Stören in die eigene Hälfte zurück. "Das Pressing war gewollt. Wir sind ein hohes Tempo gegangen, das haben die Jungs richtig gut gemacht", lobte Maroge. Es waren vor allem die Offensivkräfte Jermaine Wesley, Robert Grau, Robin Binder und Thomas Can, die für mächtig viel Betrieb sorgten.

Keine gute Chancenverwertung

Aussichtsreiche Situationen für die Aramäer gab es genügend, doch zu oft war ein gegnerisches Bein im Weg, oder der letzte Pass wurde schlampig gespielt. Chancen, um das Spiel zu drehen, gab es dennoch - aber Grau, Wesley und Binder ließen vier, fünf Möglichkeiten liegen. Untermünkheim ließ nur noch einmal aufhorchen, als Florian Weidner mit einem Schuss aus 18 Meter das Tor nur knapp verfehlte.

"Der Ausgleich fiel zu spät, eigentlich hätten wir schon zur Pause führen müssen", monierte Maroge. Es war in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als Binder im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter nutzte Malek Örum zum 1:1.

Wesley setzt den Schlusspunkt zum 3:1-Erfolg

In Durchgang zwei sorgten zwei Szenen für die Entscheidung. In der 48. Minute setzte sich Untermünkheims Michael Schlageter im Strafraum durch, scheiterte dann aber an Keeper Valantis Lazaridis. Im Gegenzug wehrte Schlussmann Kebba Fadera erst zwei Bälle ab, ehe Lahud Abdulahad im Nachsetzen zum 2:1 vollendete. Zwölf Minuten später war es nach einem Untermünkheimer Eckball Wesley, der den folgenden Konter zum entscheidenden 3:1 abschloss.

"Schade, wir haben alles gegeben, aber Heilbronn hat stark gespielt und verdient gewonnen", sagte Tura-Trainer Tim Hofmann. "In die zweite Halbzeit sind wir spielerisch gut reingekommen, aber dann sind wir zweimal nach eigenen Chancen bestraft worden."

Tura Untermünkheim: Fadera, Schlageter, Ilmekli, Trumpp, Bühler (69. Baumann), Feinauer, Butzer (90. Wieland), Karle, Weidner (73. Bauer), Kronmüller, Doganay.

Aramäer Heilbronn: Lazaridis, Hartmann, Örum, Campo, Cianciolo (54. Loucaridis), Frey, Can (87. Stubert), Abdulahad, Grau (73. Önverdi), Binder (82. Idzan), Wesley.

Tore: 1:0 Karle (4.), 1:1 Örum (45.+1), 1:2 Abdulahad (48.), 1:3 Wesley (60.). Schiedsrichter: Bahri Kurz. Zuschauer: 350.

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