Die Gewinner unter den Hoffenheimer Dauergewinnern

Fußball  Wer bei der TSG Hoffenheim im ersten Saisondrittel positiv herausstach und wer zu den Verlierern gehört.

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Die Gewinner unter den Hoffenheimer Dauergewinnern

Hoffenheimer Top-Joker: Neuzugang Sargis Adamyan.

Sechs Pflichtspielsiege am Stück wie zuletzt, das schaffte seit dem Erstliga-Aufstieg noch keine Mannschaft der TSG Hoffenheim. Die Gewinner und Verlierer des ersten Saisondrittels:

DIE GEWINNER

Robert Skov: Nach Hoffenheim gekommen ist der dänische Torschützenkönig als rechter Flügelspieler. Bei der TSG ist er in den vergangenen Wochen erfolgreich zum Linksverteidiger umfunktioniert worden. Die neue Rolle hat man auch in seiner Heimat registriert. "Ich habe meine ganze Profikarriere auf dem rechten Flügel verbracht, da waren viele Leute etwas verwirrt", sagt Skov. "Es wird immer besser. Die Mannschaft hilft mir", sagt der 23-Jährige, der zudem viel von intensiver Videoanalyse profitiert. "Im Fußball gibt es nichts Festes. Man muss flexibel sein", sagt er pragmatisch. Linksverteidiger-Konkurrent Steven Zuber (Fußoperation) fehlt verletzt, Kostas Stafylidis schwächelt, weshalb Skov zur Langzeitlösung werden dürfte.

Die Gewinner unter den Hoffenheimer Dauergewinnern

Der eine Neue nimmt den anderen Huckepack: Robert Skov ist obenauf. Auch Last-Minute-Neuzugang Jürgen Locadia überzeugte bisher.

Fotos: dpa

Sargis Adamyan: Es hat ja fast schon Tradition, dass die TSG einen herausragenden Offensivspieler der 2. Liga als Herausforderer verpflichtet. Bei Kerem Demirbay hat das einst überragend funktioniert, bei Robert Zulj nicht. Sargis Adamyan scheint sich eher Demirbay zum Vorbild genommen zu haben. In München und Köln war er bei den 2:1-Siegen jeweils der Matchwinner. In nicht einmal 300 Spielminuten hat der ehemalige Regensburger nun schon vier Scorerpunkte gesammelt (drei Tore).

Sebastian Rudy: Es gab nicht wenige Zweifler, als die TSG Hoffenheim den verlorenen Sohn leihweise zurückholte. Zu schwach waren die zwei Spielzeiten bei den Bayern und auf Schalke. In Hoffenheim ist der 29-Jährige überraschend schnell zu alter Stärke zurückgekehrt und unumstrittener Stammspieler. TSG-Trainer Alfred Schreuder wollte Sebastian Rudy unbedingt, seine Ballsicherheit ist ein wichtiger Eckpfeiler im Hoffenheimer Spiel geworden.

 

DIE VERLIERER

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Sebastian Rudy überzeugt mit viel Ballsicherheit.

Ermin Bicakcic: Kein anderer Hoffenheimer Profi kommt normalerweise so gutgelaunt und gesprächig nach Spielen aus der Kabine. Zuletzt ist das anders gewesen. In der Vorsaison war der aus Möckmühl stammende bosnische Nationalspieler der konstanteste Innenverteidiger. Jetzt hat er seinen Platz in der Abwehrkette verloren, Schreuder setzt lieber auf den schnelleren Kevin Akpoguma statt auf "Eisen-Ermin". Seit dem vierten Spieltag reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in der Bundesliga.

Konstantinos Stafylidis: Mit dem Anspruch, das Erbe von Nico Schulz (Borussia Dortmund) anzutreten, kam der Grieche im Sommer aus Augsburg. Beim schwachen TSG-Start war er einer der Schwächsten und folgerichtig ist er seither raus aus der Startelf.

Joshua Brenet: An Pavel Kaderabek auf der rechten Außenbahn gibt es für den Niederländer kein Vorbeikommen. Der 24-Jährige ist noch ohne Spielpraxis in der Liga. Bleibt Kaderabek fit, dürfte sich daran auch nur wenig ändern.

 
 
 
 

Florian Huber

Florian Huber

Autor

Florian Huber ist seit 2007 bei der Heilbronner Stimme. Als Sportredakteur ist er seitdem unter anderem zuständig für Fußball. Auf Sportplätzen der Region und in den großen Stadien der Republik. 

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