Behörden: Kein größeres Public-Viewing bei Fußball-EM

Stuttgart/Region  Biergarten oder Couch: Wo kann man die Fußball-EM in der Pandemie schauen? Vieles, was bei den vergangenen großen Fußball-Turnieren Normalität war, wird bei der diesjährigen Europameisterschaft anders sein.

Von dpa

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Wegen der Corona-Pandemie wird es klassische größere Public-Viewing-Veranstaltungen während der Fußball-Europameisterschaft in Baden-Württemberg nicht geben. „Öffentliche TV-Übertragungen etwa in einem Biergarten werden jedoch analog zu Kulturveranstaltungen behandelt, sind also unter den jeweiligen Auflagen der Corona-Verordnung möglich“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart.

1972, 1980 und 1996: Bereits drei Mal gewann die deutsche Fußballnationalmannschaft die EM-Trophäe. In unserem Wochenthema werfen wir einen Blick zurück auf die EM-Historie und wagen einen Ausblick auf das bevorstehende Turnier.

So dürften Gastronomen Fußballübertragungen zeigen. Es müssten dabei die für die Gaststätten geltenden Regelungen beachtet werden - also etwa die Begrenzung der Gästezahl oder die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln. „Je nach Inzidenz gelten die drei „G“: genesen, getestet oder geimpft.“ Bei Inzidenzen unter 35 könne bei Veranstaltungen, die ausschließlich im Freien stattfinden, auf den Test-, Impf- oder Genesenennachweis verzichtet werden.

Der Tübinger Virenexperte und Reisemediziner Peter Kremsner hat wegen der Fußball-EM keine Bedenken. „Draußen kann man sich viel weniger gut anstecken als drinnen.“ Die Inzidenzen gingen zurück und seien niedrig. „Die Tendenz ist ganz klar sinkend“. Die allermeisten älteren Menschen seien geimpft und auch jüngere immer mehr. „Die Menschen sind gewarnt. Es gibt keine Krankheit auf der Welt, die so gut in unseren Köpfen ist, wie Covid-19. Jeder weiß, wo man sich anstecken und wie man sich schützen kann.“

Zwei Menschen verfolgen außerhalb einer Bar ein Fußballspiel.

Denkbar sind laut dem Ministerium auch mit einem Kino oder Freiluftkino vergleichbare Organisationsformen unter entsprechender Anwendung der Regelungen zu den Kulturveranstaltungen. So müsse der Veranstalter zum Beispiel durch Ordner insbesondere die Einhaltung der Abstände zwischen den Teilnehmern sicherstellen.

„Soweit dies durch kontrollierten und kontrollierbaren Einlass zu dem Event, feste Sitzplätze unter Wahrung der Abstände, Datenerhebung und Maskenplicht - Ausnahme: im Freien am Sitzplatz - umrahmt wird, kann grundsätzlich von einem zulässigen Event zum gemeinsamen Fußballschauen im Rahmen der Corona-Verordnung ausgegangen werden“, sagte ein Behördensprecher.

Das Innenministerium sagte, die Polizei rechne mit Autokorsos und Jubelfeiern. „Die Einhaltung der Sicherheitsstandards wird von der Polizei auch bei der EURO 2020 in enger Kooperation mit den örtlichen Sicherheitspartnern und Kommunen durchgeführt“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Regelungen der Corona-Verordnung würden überwacht.

 

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In Stuttgart wollte in der Veranstaltungsstätte Römerkastell am Freitag wieder das Open-Air-Kino beginnen. Das erste Spiel der deutschen Mannschaft gegen Frankreich am 15. Juni wird dort als Public Viewing zu sehen sein. Es sollen nach früheren Angaben 99 Gäste erlaubt sein. Die Teilnahme ist kostenlos, man muss sich aber davor anmelden. Teilnehmen darf nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist.

Die EM, die in elf Städten gleichzeitig ausgetragen wird, beginnt am 11. Juni. Der einzige Austragungsort in Deutschland wird München sein.

 


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