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Sascha Wirth für vierte Amtszeit gewählt

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Obmann der Schiedsrichtergruppe Kocher-Jagst befürchtet, dass im Juniorenbereich nicht mehr alle Spiele besetzt werden können

Neuer Ausschuss der Schiedsrichtergruppe Kocher/Jagst (von links): Uwe Waizmann (TSV Brettach), Tobias Winter (Spvgg Oedheim), Sascha Wirth (TSV Viktoria Stein), David Schmid (TSV Neuenstadt), Michael Fährmann (VfB Stuttgart), Maike Gonser (SG Gundelsheim), Benjamin Schmidt (VfL Obereisesheim) Danny Kapell (Spfr Tiefenbach), Dennis Wirth (TSV Viktoria Stein). Es fehlt: Tobias Hauck (TG Offenau).Foto: privat
Neuer Ausschuss der Schiedsrichtergruppe Kocher/Jagst (von links): Uwe Waizmann (TSV Brettach), Tobias Winter (Spvgg Oedheim), Sascha Wirth (TSV Viktoria Stein), David Schmid (TSV Neuenstadt), Michael Fährmann (VfB Stuttgart), Maike Gonser (SG Gundelsheim), Benjamin Schmidt (VfL Obereisesheim) Danny Kapell (Spfr Tiefenbach), Dennis Wirth (TSV Viktoria Stein). Es fehlt: Tobias Hauck (TG Offenau).Foto: privat

Am vergangenen Freitag trafen sich die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen der Gruppe Kocher/Jagst zu ihrer Hauptversammlung in Untergriesheim. Schiedsrichter-Obmann Sascha Wirth wurde für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt und geht damit in seine vierte Amtszeit.

Rückblickend auf die vergangenen drei Jahre stellte Wirth fest, dass es ein großer Erfolg sei, dass "bis auf die Reservespiele alle knapp 7000 Begegnungen eingeteilt werden konnten". Dies ist bei aktuell nur 101 aktiven Unparteiischen keine Selbstverständlichkeit. Woche für Woche kommen die Schiris personell auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch daher.

Weniger Schiedsrichter Betrachtet man die Teilnehmerzahlen der Neulingskurse, so ist festzuhalten, dass die Zahl der ausscheidenden Schiedsrichter höher ist, als die der Neueinsteiger. Und das nicht nur im Bezirk Unterland, sondern im gesamten WFV-Bereich. Das wird, wie Wirth befürchtet, über kurz oder lang dazu führen, dass die D-Junioren-Spiele und im nächsten Schritt auch die Begegnungen der C-Junioren nicht mehr mit neutralen Schiedsrichtern besetzt werden können.

Auch der Heilbronner Obmann-Kollege Florian Geiger hat die Personalkapazität bereits angeprangert. Die beiden Schiribosse prüfen daher derzeit, ob Sie auch weiterhin die Spiele der Mädchen (D- und C-Juniorinnen) einteilen, oder ob hier als Sofortmaßnahme Schiedsrichter eingespart werden, um diese anderweitig einzusetzen.

In seinem Bericht mahnte Sascha Wirth die zunehmend niedriger werdende Hemmschwelle gegenüber den Schiedsrichtern an. Besonders angesprochen wurde hierbei die Zuschauer-Problematik, speziell im Jugendbereich.

"Wo früher das Wort Blinder noch eine Beleidigung war, gilt dies angesichts der heutzutage gebrauchten Kraftausdrücke fast schon als Kosewort", sagte Wirth. Doch nicht nur verbal sehen sich die Unparteiischen massiven Angriffen ausgesetzt. Auch die Bereitschaft einen Schiedsrichter körperlich anzugehen scheint stetig zu steigen. "Da ist es kein Wunder, dass die jungen Leute lieber darauf verzichten, die Schiedsrichter-Ausbildung zu machen", so Wirth.

Defizit überschaubar Bei all den negativen Entwicklungen sind die Zahlen der Gruppe dennoch weitgehend stabil geblieben. Inklusive der passiven Kollegen besteht die Gruppe Kocher/Jagst aus insgesamt 120 Mitgliedern − im Vergleich zum Berichtsjahr 2012, in dem noch 124 gemeldet wurden, ein überschaubares Defizit.

Veränderungen gab es im Ausschuss der Schiedsrichtergruppe Kocher(Jagst). Gebhard Klawatsch (TSV Stein) und Gunter Korb (SC Dahenfeld) haben nach neun- beziehungsweise 20-jähriger Tätigkeit auf eine weitere Amtszeit verzichtet, um jungen, motivierten Nachwuchskräften Platz zu machen. Verabschiedet wurden auch Mathias Wachtler (TSV Neuenstadt) und Anika Störner (TSV Heinsheim), welche beide seit 2009 dem Gremium angehörten, aus beruflichen Gründen jedoch nicht mehr die Zeit für die Ausübung ihres Ehrenamts haben. red

Ehrenpreis der Gruppe Kocher/Jagst: Gerhard Walter (Friedrichshaller SV), 40 Jahre Mitgliedschaft in der Schiedsrichtergruppe. WFV-Schiedsrichter-Ehrennadel in Gold: für 25 Jahre erhielt Enver Bijelonia (SG Bad Wimpfen) für 25 Jahre . WFV-Ehrennadel in Silber: Armin Wirth (TSV Viktoria Stein) für 20 Jahre. Schiedsrichter des Jahres: Wolfgang Bezold (Tiefenbach).

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