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S-Dressur als neuer Turnierhöhepunkt

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Christiane Schneider vom RV Ilsfeld siegt beim 45. Reitturnier in Bad Friedrichshall − Anita Seiz wird Achte

Von unserem Redaktions- mitglied Ranjo Doering
Perfekte Pirouette: Anita Seiz vom RV Ilsfeld ging in der S*-Dressur mit zwei Pferden an den Start. Mit San-Gregory belegte sie Rang acht.Foto: Ranjo Doering
Perfekte Pirouette: Anita Seiz vom RV Ilsfeld ging in der S*-Dressur mit zwei Pferden an den Start. Mit San-Gregory belegte sie Rang acht.Foto: Ranjo Doering

"Disziplin und Geduld − das sind die wichtigsten Eingenschaften, die man beim Dressurreiten mitbringen muss", sagt Anita Seiz vom Reiterverein Ilsfeld. Die 39-Jährige weiß, von was sie spricht, denn sie hat sich seit vielen Jahren dem Dressursport verschrieben. Beim 45. Reitturnier in Bad Friedrichshall trat die Nordheimerin am Wochenende in der S*-Dressur mit zwei Pferden an und erreichte auf San-Gregory den achten Platz. Ihre Vereinskollegin Christiane Schneider gewann die Prüfung auf Fromecs Samarantio.

Ehrgeiz Viele Reiter aus der Umgebung zeigten auf dem Reitgelände des RV Bad Friedrichshall bei perfektem Wetter mit ihren vierbeinigen Partnern tollen Sport.

Insgesamt 27 Reiter nahmen am Sonntagnachmittag an der S*-Dressurprüfung teil. Am gesamten Wochenende waren 330 Pferde für das Turnier angemeldet. Anita Seiz vom RV Ilsfeld war es wichtig, in die Platzierungen zu kommen, also unter die besten acht Reiter: "Natürlich geht es bei einem solchen Turnier auch um den Spaß, aber ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch. Deshalb will ich bei jedem Wettbewerb das Maximum aus mir und den Pferden rausholen." Mit zwei Vierbeinern ging Seiz an den Start. Im ersten Ritt mit Homerun verpasste sie die Platzierungen noch knapp und landete auf dem 14. Platz. Mit San-Gregory lief es dann besser, und die Nordheimerin konnte sich über den achten Platz freuen.

Anita Seiz hat ihr Hobby zum Beruf gemacht − sie ist Berufsreiterin. 1995 begann sie ihre Lehre zur Pferdewirtin. Inzwischen besitzt sie zehn Pferde und gibt Reitunterricht. Die schwere S*-Dressurprüfung reitet sie schon seit mehreren Jahren. "Es ist eine sehr intensive Herausforderung für Mensch und Tier", weiß die 39-Jährige. Auch bei den nächsten Turnieren in Öhringen und Gundelsheim sowie den Regionsmeisterschaften in Schwaigern möchte sie wieder in die Platzierungen reiten.

Tradition Zum ersten Mal gab es in Bad Friedrichshall eine S*-Prüfung. Sie bildete den Höhepunkt des Turnierwochenendes. Da der Platz, auf dem normalerweise die Springreiter gegeneinander antreten, zur Zeit eine neue Drainage bekommt, stand das Wochenende ausschließlich im Zeichen der Dressur. "Pferdesport hat bei uns Tradition. Wir haben uns mit dem Turnier inzwischen auch über die Region hinaus einen guten Namen gemacht. Ein Ausfall stand nie zur Debatte", berichtet Wolfgang Beger, Erster Vorsitzender des Reitervereins Bad Friedrichshall.

"Von der Führzügelklasse über die M-Wettbewerbe bis hin zur S*-Prüfung − für jeden war etwas dabei", zieht der Veranstalter ein positives Fazit. Wichtig sei auch, dass das Turnier sein familiäres Flair nicht verliert: "Viel größer kann das Ganze nicht mehr werden, und wir versuchen immer für jede Altersgruppe etwas anzubieten."

Und damit der Spaß nicht zu kurz kommt, war sich der Erste Vorsitzende auch nicht zu schade, in der Reitpause selbst auf einen kleinen Trecker zu steigen, um den Platz zu eggen. "Hier packt jeder mit an, dann natürlich auch ich", sagt Beger mit einem Augenzwinkern.

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