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Das Nicht-Training hat sich gelohnt

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Mit der frisch gekürten Junioren-Europameisterin Mara Xander sichert sich der RV Nordheim bei der DM den siebten Platz

Von unserem Redaktionsmitglied Samantha Walther und Ramona Reinke
Die Gruppenälteste Ramona Reinke hebt das Teamküken Mara Schoch.
Die Gruppenälteste Ramona Reinke hebt das Teamküken Mara Schoch.

Nein, um den Titel kämpften sie nicht. Das war schon vor ihrem Antritt bei den deutschen Voltigiermeisterschaften in Verden bei Hannover am vergangenen Wochenende klar. Zu stark ist derzeit die Konkurrenz. "Wir haben nicht den Anspruch, ganz oben mitzuturnen", sagte Longenführerin Andrea Blatz bereits vor Turnierstart. "Unter die besten Zehn zu kommen, das wäre bereits ein grandioser Erfolg."

Höchstschwierigkeit Gesagt. Getan. Mit der erst kurz vor der DM zur Europameisterin der Junioren gekürten Mara Xander im Team, schafften die sechs Mädels des RV Nordheim ihre bislang beste Turniergesamtwertung: den siebten Platz. "Ich bin mächtig stolz auf das Team, es hat super Arbeit geleistet und konnte seine Leistung in der Kür auf den Punkt abrufen", sagte Choreograf Michael Gnad stolz. An drei Wettkampftagen absolvierten die Voltigiererinnen eine Pflichtprüfung sowie zwei Kürprüfungen in einem starken Starterfeld aus 20 Gruppen. Mit dabei waren unter anderem auch die frisch gebackenen Vize-Weltmeister aus Bayern. Am Ende brillierte die Mannschaft von VV Köln-Dünnwald.

Nach einer souveränen Pflicht konnten sich die Nordheimerinnen in den beiden Kür-Umläufen in das vordere Drittel der nationalen Spitze turnen. Das Motto der Kür lautete wie bereits im Vorjahr "Tango" − skaliert mit der Höchstschwierigkeit von 10,0. In hautengen, schwarz-roten Anzügen ging es zu lateinamerikanischen Klängen in verschiedene akrobatische Übungen, Wallach Luigi lief dabei souverän an der Longe.

Auch bei den Turnerinnen verlief es im Vergleich zur DM 2015, als zwei Mädchen vom Pferd fielen und nur der 16. Platz erreicht wurde, reibungslos. "Eine wirklich beachtliche Leistung", sagte die Gruppenälteste Ramona Reinke, "wenn man bedenkt, dass die Truppe eine reine Damenmannschaft ist, die zudem erst seit diesem Jahr in neuer Besetzung zusammen trainiert." Apropos Training: Aufgrund der vielen vorherigen Turniere im Einzel-Voltigieren, wie beispielsweise Xanders Teilnahme an der EM, "stand weniger Zeit für das gemeinsame Gruppentraining auf dem Pferd zur Verfügung", erklärte Reinke. Umso erfreuter ist man daher über das Endergebnis.

Pause Für das Team war es das letzte Turnier in diesem Jahr. "Die gute Platzierung auf der deutschen Meisterschaft ist für die Gruppe ein wirklich toller Saisonabschluss", resümierte Andrea Blatz. "Nun haben sich die Sportlerinnen eine Pause verdient." Auch "Verlasspferd" Luigi bekommt nach dieser erfolgreichen Saison der Nordheimer Voltigierer seine wohl verdiente Auszeit, um im Herbst wieder in die Vorbereitungsphase für das nächste Jahr erholt einsteigen zu können.

Am Start war auch die Eppingerin Stefanie Bachmann, die auf Faromir H und mit Christiane Otto an der Lounge Platz 27 belegte.

Drei auf einem Pferd: die "Tango"-Kür auf Luigi.Fotos: privat
Drei auf einem Pferd: die "Tango"-Kür auf Luigi.Fotos: privat
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