Trollinger Marathon 2009: Läufer begeistert vom Lauf

Heilbronn - Die neunte Auflage des Trollinger-Marathon brachte am Sonntag insgesamt 7368 Läufer auf die Strecke – und viele tausend Zuschauer an die Strecke. Heilbronn und das Zabergäu präsentierten sich mit optimalem Laufwetter, wenngleich es mit bis zu 28,7 Grad wärmer war als erwartet.

Von Manfred Stockburger
Email

Heilbronn - Die neunte Auflage des Trollinger-Marathon brachte am Sonntag insgesamt 7368 Läufer auf die Strecke – und viele tausend Zuschauer an die Strecke. Heilbronn und das Zabergäu präsentierten sich mit optimalem Laufwetter, wenngleich es mit bis zu 28,7 Grad wärmer war als erwartet.

170 Behandlungen und 15 Kliniktransporte meldete Ferdinand Petzold, der leitende Notarzt, als Schlussbilanz. Fünf Läufer seien mit dem Notarzt in die Klinik gekommen. „Denen ging es nicht so gut.“ Insgesamt stufte er die Zahl der Verletzten und Kreislauf-Opfer als „im Rahmen“ ein. Es sei eine ähnliche Bilanz wie im Vorjahr.

Marathon

Von den 662 Läufern auf der 42,2 Kilometer langen Marathon-Strecke kam Marco Diehl als erster wieder ins Frankenstadion. Der Sieger ist ein alter Bekannter: Vor zwei Jahren hat schon einmal gewonnen, 2008 war der Softwareentwickler aus Butzbach Zweiter. Diehl erreichte am Sonntag mit 2:33:08 Stunden einen neuen Heilbronn-Rekord – und den dritten Marathonsieg in ebenso vielen Wochen.

„Bei Kilometer 26 war es ein bisschen schwierig“, erzählte er. „Danach ging es ganz locker.“ Für die Strecke und das Wetter sei die Zeit „gar nicht schlecht“, sagte der Sieger, der neben seinem Hauptberuf bei der Citibank sieben Tage in der Woche trainiert. „Ein Trollinger ist natürlich kein Bordeaux“, meinte Diehl. „Aber er ist gar nicht so schlecht.“ Wie schon vor zwei Jahren bekam er sein Körpergewicht in Trollinger aufgewogen. „Mein Weinkeller war wieder leer.“

Zweiter bei den Marathon-Männern wurde Christoph Hakenes von der Eintracht Obergriesheim mit einer Zeit von 2:36:04 Stunden. Als Dritter kam Luigi Giuliana aus Palermo ins Ziel.

Bei den Frauen siegte über die volle Distanz Beate Roth aus Memmingen in 3:13:23 Stunden. Auch sie war im Vorfeld als Favoritin gehandelt worden. Für die gelernte Krankenschwester, die für den SSV Ulm startet, war es die Trolli-Premiere. Sie äußerte sich begeistert von der „sehr anspruchsvollen und wunderschönen Strecke“ und den Zuschauern. „Ich war positiv überrascht.“

Sie weiß durchaus, wovon sie spricht: „Im April bin ich in Paris gelaufen. Da gehe ich nicht mehr hin. Aber nach Heilbronn komme ich wieder“, versprach die strahlende Siegerin. Sie hat mit dem Marathon-Laufen begonnen, nachdem sie vor sieben Jahren eine Krebserkrankung überwunden hat. Beate Roth verwies die Vorjahres-Dritte Iris Weiblen vom Heilbronner Kachel-Team (3:15:17 Stunden) und Irene Hofmann aus Karlsruhe (3:28:19) auf die Plätze.

Halbmarathon

Den Halbmarathon der Männer entschied Peter Keinath (SV Ohmenhausen) mit 1:13:40 Stunden für sich. Zweiter wurde mit einer einzigen Sekunde Rückstand Eduard Scherer aus Tübingen. Holger Freudenberger von der TSG Heilbronn kam nach 1:15:15 Stunden als Dritter ins Ziel.

Den Halbmarathon der Frauen gewann die Vorjahres-Zweite Kathrin Willmek von der TSG Heilbronn in 1:30:14 Stunden vor ihrer Vereinskameradin Britta Lanwer (1:33:29) und Gillian Bathmaker (LG Neckar-Enz).

>>Alle weiteren Ergebnisse gibt es hier.



Kommentar hinzufügen