Geringe Ausfallquote bei Trollinger Marathon

Heilbronn - Am Tag danach sind alle immer noch glücklich. Wer Läufer nach ihren Eindrücken vom 11. Trollinger-Marathon befragt, bekommt zur Antwort ein Leuchten in den Augen. Kein Zweifel: Auch die elfte Auflage der Veranstaltung war wieder ein Riesenfest - für Teilnehmer und Zuschauer.

Von Helmut Buchholz
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 Heilbronn - Am Tag danach sind alle immer noch glücklich. Wer Läufer nach ihren Eindrücken vom 11. Trollinger-Marathon befragt, bekommt zur Antwort ein Leuchten in den Augen. Kein Zweifel: Auch die elfte Auflage des größten Breitensportereignisses in der Region war wieder ein Riesenfest − für Teilnehmer und Zuschauer.

Für die Teilnehmer vor allem, weil sie durch die prima Wetterbedingungen sehr gute Zeiten gelaufen sind. Happy war auch der Veranstalter, "weil die Rettungssanitäter so wenig Arbeit hatten wie noch nie", sagt Bernhard Winkler, Geschäftsführer der Heilbronn-Marketing-Gesellschaft (HMG). 5302 Läufer waren beim Marathon und beim Halbmarathon am Start. 5196 kamen ins Ziel. Eine extrem geringe Abbrecherquote. Dass rund 700 Männer und Frauen nicht angetreten sind, obwohl sie sich vorab in die Starterlisten eingetragen haben, bucht Winkler als "normal" ab.

Tricks

Ganz und gar nicht normal waren jedoch die Tricksereien von zwei Marathoniken, die mal eben die Strecke abkürzen wollten. Die Rennleitung kam ihnen auf die Schliche und nahm die beiden aus der Wertung. Ein Unfall warf einen Schatten auf den ansonsten reibungslosen Verlauf des Laufs: Einer der rund 1000 Helfer am Streckenrand wurde von einem Auto angefahren. Der Streckenposten wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Autos beging Fahrerflucht. Das Kfz-Kennzeichen ist bekannt. Der Fahrer wird angezeigt.

Was wird außerdem vom 11. Trolli im Gedächtnis bleiben? Vielleicht dies: Unternehmen entdecken den Marathon zusehends, um den Teamgeist ihrer Belegschaft zu stärken. Die fünf größten Mannschaften stellen rund 25 Prozent der Starter insgesamt. Winkler: "Dass wir gegen den bundesweiten Abwärtstrend unsere Teilnehmerzahlen stabil halten, ist diesen Unternehmen zu verdanken." Wer als Sponsor mit im Boot ist, darf auch im Zielbereich im Frankenstadion eine eigene, abgegrenzte Lounge anbieten. Das trübe das Gemeinschaftserlebnis keineswegs, versichert der HMG-Chef. "Diese Läufer sind gute Botschafter für den Trollinger-Marathon."

Grillparty

Zum Beispiel Lidl. Der Konzern stellte mit seinen 600 Läufern das größte Team beim Trolli. Das Unternehmen bietet eine Rundumversorgung, samt Unterkunft, Verpflegung, Lidl-Siegerehrung und Grillparty nach dem Lauf an. "Wir sind alle begeistert", berichtet Lidl-Sprecherin Corinna Schreiner vom Erfolg des Einsatzes, von dem der Betrieb auch im Alltag profitiere. "Wir haben vor Jahren mit 200 Läufern angefangen, jetzt sind es 600", freut sich die Firmensprecherin. "Geschäftsführer und Verkäufer laufen zusammen in einer Mannschaft, das ist toll."

Es gibt aber auch einige Firmen, von denen sich die Veranstalter mehr Engagement gewünscht hätten: den heimischen Weinbaubetrieben. Die nutzten immer noch nicht den Lauf durch eine Weingegend "als Plattform für ihre Kundenbindung", kritisiert Winkler, wie sie dies vielleicht könnten. "Das ist nicht so optimal."

Ergebnisse

Marathon/Herren

  1. Jon-Paul Hendriksen (Neuseeland): 2:30:28
  2. Richard Schuhmacher: 2:33:06
  3. Patrick Single: 2:41:29

Marathon/Frauen
  1. Kathrin Vogler:  2:56:50
  2. Nadine Haller: 3:08:50
  3. Julia Fatton: 3:14:07

Halbmarathon/Herren
  1. Philip Kiptoo Rutto (Kenia): 1:06:53
  2. Said Azouzi (Marokko): 1:07:40
  3. Gideon Kiplagat Kemboi (Kenia): 1:09:57

Halbmarathon/Frauen
  1. Isabel Leibfried: 1:25:16
  2. Esther Heinold: 1:25:17
  3. Nadine Fenzl: 1:26:33
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