Bei perfektem Laufwetter an den Start
300 bis 400 Läufer werden am Samstag zum 16. Eppinger Ottilienberglauf erwartet

Kilometer acht, der kann ganz schön in die Beine gehen. Dann lassen die Kräfte langsam nach, dann geht es einen Hügel hinauf, den man im Voraus leicht unterschätzt, weiß Willi Kimmel. Der Laufgruppenleiter und Organisator des Eppinger Ottilienberglaufs kennt die Strecke genau, auf der am Samstag wieder geschätzte 300 bis 400 Läufer an den Start gehen werden. Auch in der 16. Ausgabe des Laufs können sie auf fünf, zehn oder 21 Kilometern ihre Kräfte messen − und das nach dem nasskalten Intermezzo im Vorjahr aller Voraussicht nach bei optimalem Laufwetter: "Dieses Jahr sind trockene 15 bis 17 Grad vorhergesagt", sagt Kimmel, der die Tage vor dem Lauf den Wetterbericht im Augen behält.
Wenn es in diesem Jahr auf der Aschenbahn des Kraichgaustadions an den Start geht, an die sich eine idyllische Strecke durch den Wald anschließt, dann muss Kimmel diese besondere Atmosphäre von außen aufsaugen. Zum ersten Mal kann er nicht selbst starten, eine Operation am Meniskus ist schuld − "Das tut schon weh." Aber Tipps geben kann er. Denn auch wenn der Lauf in Eppingen von seinem familiären Flair lebt, kann eine gute Vorbereitung nicht schaden: "Am wichtigsten ist, dass man die Berge nicht zu schnell angeht." In der vergangenen Woche gab es deshalb drei Probeläufe, bei denen die Starter die hügelige Strecke kennenlernen konnten. Für einige von ihnen ist der Halbmarathon immerhin auch ein letzter Testlauf für den Heilbronner Trollinger-Marathon am 7. Mai.
Familiär Von einem Marathon sind die Bambinis, die am Samstag beim 400- und 800-Meter-Lauf im Stadion an den Start gehen, noch weit entfernt. "Aber uns ist es wichtig, dass die Kinder von klein auf zum Laufen animiert werden", sagt Kimmel. Für die Kinder gibt es nach getaner Arbeit deshalb Brezeln − und die Schüler der Eppinger Schulen, die beim Lauf an den Start gehen, können sogar Geld für die Klassenkasse gewinnen. Dabei ist allerdings nicht entscheidend, wer beim Fünf-Kilometer-Lauf am schnellsten ins Ziel kommt, sondern welche Klasse die meisten Läufer motivieren konnte.
Für die gilt dann wie für alle anderen Läufer: Kräfte gut einteilen und nicht zu schnell an die Hügel herangehen.
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