Stimme+
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Aufholjagd in Windeseile wird nicht belohnt

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

VfB Eppingen unterliegt VfR Mannheim daheim mit 2:3 − Beide Tore der Kraichgauer fallen in den letzten zehn Minuten

Von unserem Redaktionsmitglied Benjamin Richter
Hier kann VfB-Abwehrmann Mike Kappes mit dem Kopf klären. Die drei Mannheimer Treffer können die Eppinger zum Ende aber nicht mehr aufholen.Foto: Klaus Krüger
Hier kann VfB-Abwehrmann Mike Kappes mit dem Kopf klären. Die drei Mannheimer Treffer können die Eppinger zum Ende aber nicht mehr aufholen.Foto: Klaus Krüger

Vom mit 17 Grad bisher wärmsten Tag des Jahres in Eppingen am vergangenen Donnerstag war zwei Tage später nichts mehr zu spüren, als der VfB den VfR aus Mannheim empfing. Der kalte Wind, der seine Richtung häufig wechselte, versprach, ein ungemütlicher Gegner zu werden.

Auf heimischem Rasen war es für Eppingen bereits die dritte Verbandsliga-Partie in Serie, die die Kraichgauer in der Außenseiter-Rolle bestreiten mussten. Nachdem in den jüngsten Spielen daheim gegen die TSG Weinheim (3:5) und auswärts beim 1.FC Bruchsal (0:0) nur ein Punkt geholt wurde, wollten die Eppinger dem Tabellendritten aus der Kurpfalz die Zähler nicht kampflos überlassen.

Strafstoß Den besseren Start in die Begegnung erwischte dennoch der VfR, der von Anfang an Druck auf das Eppinger Tor aufbaute und schon in den ersten Minuten gefährliche Szenen im Strafraum herausspielte. Nach einem Eckstoß in der siebten Minute traf der Mannheimer Ajdin Zeric den Ball präzise, sodass er wie ein Strahl auf den Kasten zuflog − dort traf er allerdings nur die Querlatte. Der Treffer gelang Zeric neun Minuten später − vom Elfmeterpunkt. Vorausgegangen war ein Foul der Eppinger im Strafraum nach einer Ecke. Zeric brachte den Ball sicher in der rechten unteren Ecke zum 1:0 für den VfR unter.

Bis zum Halbzeitpfiff entwickelte sich eine immer ausgeglichenere Partie, in der die Gastgeber davon profitierten, dass die Gäste die Bälle oft zu weit nach vorne schlugen, unerreichbar für die eigenen Stürmer. Ein Faktor mochte dabei der kleine Kunstrasenplatz der Eppinger sein, ein anderer der phasenweise Rückenwind, der die Mannheimer nicht wirklich vorwärts brachte. Zwingende Torchancen konnten sich aber auch die Eppinger kaum erarbeiten. Mit dem 0:1-Rückstand traten sie den Weg in die Kabine an.

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste: Mit Zug zum Tor bestimmte der VfR die Partie, während die Platzherren nebenher liefen. Die Strafe folgte auf dem Fuß: In der 58. Minute netzte Marc Haffa nach einem Einwurf für die Kurpfälzer ein. Danach fing sich der VfB und suchte Wege in den gegnerischen Strafraum. Gefährliche Szenen spielten sich nun vor beiden Toren ab. In der 75. Minute waren es jedoch wieder die Mannheimer, die Kapital aus ihrem Angriff schlugen: Wieder war es Marc Haffa, der nach einem tödlichen Pass durch die Eppinger Abwehr die Kugel am Torwart vorbei legte und dann zum 3:0 einschob. Wer nun dachte, der VfR-Sieg sei schon in trockenen Tüchern, sah sich jedoch sechs Minuten später getäuscht: Einen platzierten Schuss des Eppingers Jan Friedrich konnte Gäste-Keeper Sinan Bal nicht mehr von der Torlinie kratzen. Dem Anschlusstreffer folgte zum Ende der regulären Spielzeit das 2:3 nach einer Ecke, die Christian Schweinfurth per Kopf verwandelte. Das Daumendrücken der Eppinger Fans half ganz zum Schluss aber nichts mehr: Die drei Minuten Nachspielzeit konnte der VfB nicht mehr zum Ausgleich nutzen.

Kaninchen "Unterm Strich geht das Ergebnis in Ordnung", zeigte sich VfB-Trainer Michael Streichsbier nach der Partie zufrieden. "Die Mannschaft hat bis zum Schluss daran geglaubt." In der Halbzeitpause habe er seine Spieler aufgefordert, an sich zu glauben. "Wir haben uns in der ersten Hälfte ein bisschen verhalten wie das Kaninchen vor der Schlange", bemängelte der Coach. Im nächsten Ligaspiel gegen den SV 98 Schwetzingen, der am Samstag der SG HD-Kirchheim mit 1:2 unterlag, erwartet Streichsbier eine Begegnung auf Augenhöhe und gibt ein klares Ziel aus. "Das ist eine Partie, die wir nicht verlieren sollten."

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben