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Fußball-EM: In der Ukraine feiert man auch nicht schlecht

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Lviv/Hohenlohe - Fünf Hohenloher waren für zwei EM-Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft in Lviv. Dort haben sie auch ukrainische Gastfreundschaft, viele nette Menschen und eine hausgemachte flüssige Spezialität des Landes kennengelernt.


 

Lviv/Hohenlohe - Fast hätten Tobias Abel, Thomas Schmieg, Dominik Hirn, Maximilian Walz und Manuel Walz am vergangenen Sonntag das EM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Dänemark verpasst - und das obwohl sie Tickets hatten, um die Partie live vor Ort zu sehen.

EM-Fans aus Hohenlohe in Lviv (von links): Tobias Abel, zwei Hamburger Bekannte, Thomas Schmieg, Dominik Hirn, Maximilian Walz und Manuel Walz. Foto: privat
EM-Fans aus Hohenlohe in Lviv (von links): Tobias Abel, zwei Hamburger Bekannte, Thomas Schmieg, Dominik Hirn, Maximilian Walz und Manuel Walz. Foto: privat
Doch die ukrainische Gastfreundschaft war schuld, dass die fünf Hohenloher gerade noch so rechtzeitig im EM-Stadion in Lviv ankamen, um am Ende einen 2:1-Erfolg des deutschen Teams zu bejubeln. Eines haben die die fünf Jungs aus Westernhausen und Marlach dabei aber gelernt: "Die Leute in der Ukraine sind super drauf."

Ukrainische Gastfreundschaft

Mit etwa 20 Ukrainern stimmte sich die Gruppe aus der Region in Lviv auf das EM-Spiel Deutschland-Dänemark ein. Foto: privat
Mit etwa 20 Ukrainern stimmte sich die Gruppe aus der Region in Lviv auf das EM-Spiel Deutschland-Dänemark ein. Foto: privat
Denn wo wird man schon von einer wildfremden Familie zum Schaschlikessen eingeladen? Mit 15 Ukrainern stimmten sich die Jagsttäler am vergangenen Sonntag in einer kleinen Gartenhütte bei selbstgemachtem Wodka auf das EM-Spiel am Abend ein. Dieselbe Familie hatte die hohenloher Reisegruppe schon vor dem Spiel Deutschland-Portugal verköstigt - ganz spontan.

"Der Shuttle Bus zum Stadion hielt zufällig vor dem Haus der Familie in der Nähe des Stadions", berichtet Dominik Hirn. Als die Deutschland-Fans ausstiegen, fragte jemand, ob sie kurz reinkommen wollen. Die Jungs wurden bekocht und zum Fest mit Bekannten und Verwandten der Familie eingeladen. Nach dem Ende des Spiels, auf dem Heimweg vom Stadion, gab es auch noch einen Kaffee. Mit Geschenken haben die Gäste aus Deutschland sich revanchiert.

Drei EM-Spiele im Stadion gesehen

Zwei EM-Spiele sahen die Hohenloher live im Stadion. Foto: privat
Zwei EM-Spiele sahen die Hohenloher live im Stadion. Foto: privat
Ganz so großherzige Gastfreundschaft erlebten die fünf Jagsttäler in zwölf Tagen in der Ukraine nicht überall. "Aber wir haben auf der ganzen Tour so viele nette Leute kennengelernt", sagt Dominik Hirn. Er war zum Spiel Deutschland-Dänemark in Lviv und zur Partie der Engländer gegen Schweden in Kiew. Der Rest der Gruppe hat zusätzlich schon die erste EM-Partie der deutschen Mannschaft gegen Portugal vor Ort gesehen.

Zwischen den beiden Spielen waren die Hohenloher mit dem Nachtzug in Odessa am Schwarzen Meer. Und auch in Lviv haben sie viel erlebt. "Der ganze Trip ist ein Highlight", sagt Dominik Hirn noch am Telefon aus Lviv. "Ich würde gleich wieder hier her kommen."

Der Tipp für das Spiel gegen Griechenland

Mit dem Nachtzug ging es am Montagnacht zurück nach Kiew und von dort am Dienstag wieder nach Hause ins Jagsttal. Beim Spiel Deutschland-Griechenland am Freitag werden die fünf Hohenloher das Team von Jogi Löw wieder von zuhause aus anfeuern.

Wie das Spiel am Freitag endet, daran haben die Ukraine-Urlauber keinen Zweifel: "Klar, Deutschland gewinnt mit 3:0", sagt Dominik Hirn.

 

Die Redaktion von stimme.de stellt bis zum EM-Spiel Deutschland-Griechenland am Freitag jeden Tag Fußball-Fans aus der Region vor. Sind Sie ein ausgeflippter Anhänger einer Mannschaft bei der EM oder kennen Sie Fans, die ihr Team mit besonderen Aktionen anfeuern? Wir freuen uns über Ideen an online@stimme.de.

 

 

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