40 Punkte, danach sieht man weiter
Verbandsligist TSV Ilshofen ohne Titelambitionen − Trainingsauftakt am nächsten Freitag

Noch etwas mehr als eine Woche dürfen die Spieler des TSV Ilshofen die Winterpause genießen. Am 22. Januar bitten die Trainer Wolfgang Guja und Ralf Kettemann zum Vorbereitungsstart auf die zweite Saisonhälfte. Diese beginnt dann am 27. Februar mit dem Nachhol-Heimspiel gegen die TSG Balingen II.
Mit dabei sind dann auch die drei Neuen, die bisher feststehen. Volkan Demir (FSV Hollenbach) hätte eigentlich bereits beim EBM-Papst Hallenmasters erstmals im Trikot der Ilshofener spielen sollen. Doch die Freigabe des WFV war noch nicht erteilt worden. Trotzdem standen er und Michele Varallo (Tura Untermünkheim) bei der Mannschaft mit dabei. Der dritte im Bunde ist Heiko Kandler (Tura Untermünkheim). Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar weitere Neuzugänge hinzukommen.
Auf Torhütersuche "Wir schauen uns noch nach einem Torhüter um. Es wäre gut, wenn da noch etwas passiert", sagt Wolfgang Guja. Denn Joachim Fritsch ist ja in Richtung TSV Braunsbach abgewandert. "Fabian Halder studiert in Stuttgart und steht deshalb auch nicht immer zur Verfügung", klärt Guja auf. Damit dürfte Jürgen Groß im Moment für die Rückrunde als Nummer eins gesetzt sein.
Zumindest nach außen hält man sich beim TSV Ilshofen mit allzu großen Zielen für die Rückrunde zurück. Trotz des fünften Platzes, auf dem der Aufsteiger nach der ersten Saisonhälfte steht. Trotz der lediglich fünf Punkte Rückstand auf die Plätze eins und zwei.
Auch die Winterneuzugänge wollen Teammanager Jochen Müller und Guja nicht als Kampfansage zu verstehen wissen. "Wir haben alles reflektiert", sagt Guja. " Wir müssen in der Rückrunde schon ein paar Sachen verändern. Die ersten zehn Spiele haben wir ordentlich gesehen. In den letzten drei Begegnungen haben wir dann aber auch gesehen, was passieren kann, wie es laufen kann."
Da verspielten die Ilshofener eine noch bessere Ausgangslage. "Wir werden die Vorbereitung schon nutzen, um uns richtig aufzustellen", sagt Guja. "Wir müssen an uns arbeiten. Wenn es gut läuft, kann jeder mitspielen. Entscheidend ist es aber, einen Plan B zu haben, wenn es mal nicht so läuft. Auch dann wollen wir versuchen, konkurrenzfähig zu sein. Jeder muss bei uns den Anspruch haben, noch besser werden zu wollen."
Als erstes Ziel führt er immer noch den Klassenerhalt an. "Wir wollen erstmal 40 Punkte holen, dann sehen wir weiter. Das ist aber gar nicht so einfach, weil die Klasse so ausgeglichen ist. Wenn wir die dann haben, können wir mal über andere Dinge nachdenken." Keine Frage, wenn man nach hinten schaut, ist Rang zwölf, der die Abstiegs-Relegation bedeuten könnte, ebenfalls nur acht Punkte entfernt.
Wenn die Ilshofener schon den Aufstiegskampf etwas von sich wegschieben, wer wird in diesen dann verstrickt sein?
Favoriten-Trio Guja: "Da hat sich zu meiner Einschätzung von vor der Runde nicht viel geändert. TSV Essingen, Neckarsulmer Sport-Union und Göppinger SV. Die habe ich im Sommer schon aufgezählt. Über die ganze Saison wird sich ein Kader mit Qualität auch durchsetzen. Ich bin beeindruckt, wie wenige Gegentore Neckarsulm kassiert hat."
Nur neun Stück waren es in 15 Begegnungen. Das ist der Bestwert der Liga. "Ich bin jedenfalls der Meinung, wenn es um die ersten Plätze geht, sind wir noch nicht so weit. Da muss noch etwas passieren. Auf der anderen Seite müssen wir da auch nicht mit dabei sein", hegt Guja keine Titelambitionen.
Schließlich ist es ja die erste Verbandsligasaison in der Vereinsgeschichte.
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