Engin Olgun ist seit Dienstag Trainer des SC Amorbach
Fußball Überraschend hat sich der SC Amorbach zum Ende der vergangenen Woche von Trainer Charalambos Pavlidis getrennt.

Fußball Überraschend hat sich der SC Amorbach zum Ende der vergangenen Woche von Trainer Charalambos Pavlidis getrennt. Bei der SGM Stein/Kochertürn legt man dagegen Wert auf Kontinuität, der Vertrag mit Timo Weber wurde verlängert.
SC Amorbach Als Topfavorit auf die Meisterschaft ist der SC Amorbach in die Saison gestartet. Bis Anfang November lief alles rund. Zwei Unentschieden standen da auf der Negativseite verbucht, alle anderen Spiele wurden gewonnen. Doch dann verlor das Team in Wimpfen und gegen die SGM Neudenau/Siglingen jeweils 1:4. Nachdem die Wintervorbereitung nicht optimal verlaufen ist, zogen die Verantwortlichen in der vergangenen Woche die Reißleine und trennten sich von ihrem Übungsleiter Charalambos "Lambi" Pavlidis. Nach dem Freitagabend-Training wurde die Trennung bekannt gegeben. "Es ist mein letzter Tag in Amorbach", sagte Pavlidis nach der Spielerversammlung. "Die Chemie zwischen der Mannschaft und Lambi hat nicht mehr gepasst. Zudem ließ die Trainings-Beteiligung merklich nach. Wir wollten das Ziel Meisterschaft aber nicht aus den Augen verlieren und handelten", sagt Spieler und Abteilungsleiter Viktor Kessler. Die Entscheidung war bereits am Mittwoch einvernehmlich gefallen. "Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen. Lambi war mit sehr viel Herz und großem Engagement beim SCA tätig. Der Verein hat ihm viel zu verdanken." Pavlidis ist nicht nur sechseinhalb Jahre Trainer der Aktiven gewesen, sondern letztlich Mädchen für alles. Er war zuvor zwei Jahre für die A-Junioren zuständig und spielte drei Jahre in der 1. Mannschaft. Am Sonntag wurde das Team von den Co-Trainern Andreas Dollmann und Alexander Scheffler betreut. Bei der SGM Krumme Ebene wurde 1:2 verloren. Am Dienstag übernahm Engin Olgun die Nachfolge. Olgun war früher Jugendspieler am Waldeck, spielte bis zur Winterpause beim Landesligisten Tura Untermünkheim und trug davor das Trikot des Verbandsligisten Neckarsulmer Sport-Union. "Ich kenne 70 Prozent der Mannschaft und weiß, dass sehr viel Potenzial vorhanden ist. Wir wollen aufsteigen", sagt Olgun. Aufgrund der Wechselbedingungen wird Olgun in dieser Runde wohl nicht selbst aktiv eingreifen können.
TG Böckingen Zum Saisonende trennen sich die Wege des A3-Ligisten TG Böckingen und Trainer Michael Gläss. "Die Entscheidung ist uns schwer gefallen, schließlich ist er einer vor uns" sagt Abteilungsleiter Dietmar Carle. Gläss spielte knapp 15 Jahre für die TGB und kehrte nach einem kurzen Ausflug als Spielertrainer in Fürfeld und Lauffen als Trainer nach Böckingen zurück. "Unsere Mannschaft spielt unter ihren Möglichkeiten und braucht neuen Wind. Auf dem Platz fehlt die eine oder andere tragende Kraft", klärt Carle auf, dass man sich entschlossen hat, in der nächsten Runde auf einen Spielertrainer zu setzten. Dieser ist in Matthias Schickner bereits gefunden. Der 35-Jährige ist aktuell in selber Funktion bei der Spfr Stockheim tätig. Dessen Cousin Jonas Schickner wird als Co-Trainer an der Seitenlinie stehen. Der frühere Landesliga-Spieler des VfL Brackenheim hat verletzungsbedingt seine aktive Karriere beendet. Trainer der TGB-Zweiten bleibt Marco Hofacker.
SGM Stein/Kochertürn Kontinuität wird bei der SGM Stein/Kochertürn großgeschrieben. Und so hat der Bezirksligist den Vertrag mit Trainer Timo Weber ein weiteres Jahr − das sechste − verlängert. "Bei der SGM wird solide gearbeitet, ich fühle mich dort gut aufgehoben", sagt Weber. Sportlich ist es um den Tabellendreizehnten derzeit nicht so gut bestellt. "Vor der Runde wurde ein Umbruch eingeleitet, der noch nicht abgeschlossen ist und in der nächsten Runde fortgesetzt wird", erzählt der 48-Jährige. In der Winterpause sind dem Trainer zwei Stammkräfte weggebrochen. Thomas Benner weilt beruflich in Mexiko und Jens Jäckle studiert in Karlsruhe. "Für uns geht es in dieser Runde um das blanke Überleben, aber ich glaube an die Stärke der Mannschaft", ist Weber zuversichtlich.
TSV Botenheim Der TSV Botenheim hat sich für die Rückrunde auf den Trainerpositionen neu aufgestellt. Der bisherige Interimscoach und langjährigen Trainer der Kreisliga-A-Mannschaft Michael Feiler betreut das Bezirksliga-Team weiter bis Saisonende. Die TSV-Zweite ist von den ehemaligen Bezirksligaspielern Jürgen Wein und Matthias Joos übernommen worden. Von November bis zur Winterpause hatte die Übergangslösung Rainer Buyer/Timo Kunzmannen geheißen. Die Abteilungsführung sieht sich im Kampf um den Klassenerhalt für beide Teams nun bestens aufgestellt. Für die neue Saison ist der TSV auf der Suche nach einem Spielertrainer für das Bezirksligateam.
Alexander Bertok
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