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Comeback mit 43 Jahren

Fussball - Hollenbacher Torwarttrainer Rainer Süssmann vertrat gegen Neckarelz Tobias Röschl

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Comeback mit 43 Jahren
Immer noch gut in Schuss: Rainer Süssmann. Eigentlich ist der 43-Jährige beim FSV Hollenbach Torwarttrainer.Foto: Marc Schmerbeck  Foto:

Fussball - Das hätte sich Rainer Süssmann nicht träumen lassen. Mit 43-Jahren gab er sein Comeback im Tor des FSV Hollenbach. Im Oberliga-Duell gegen die Spvgg Neckarelz stand er nach vier Jahren wieder in der ersten Mannschaft zwischen den Pfosten. Und das mit Erfolg. Mit seiner Hilfe gelang dem FSV mit 2:1 der erste Auswärtssieg der Saison. Dabei hatte er 2004 zum ersten Mal seine Karriere beendet. 2006 war er schon einmal eingesprungen − damals noch in der Landesliga. Und er hielt wie zu seinen besten Zeiten.

Erfahrung

"Wir haben die ganze Woche über Gespräche geführt und überlegt, was die richtige Lösung ist", sagt Trainer Manfred Stephan. "Wir haben darauf gesetzt, dass er uns mit seiner Erfahrung Rückhalt gibt. Es war die richtige Entscheidung." Süssmann spielte nicht nur sicher, er gab auch ständig Anweisungen und organisierte seine Abwehr.

Er war durch die schwere Verletzung von Tobias Röschl und die Krankheit von Ersatztorhüter Fabian Lanig zum Handeln gezwungen gewesen. "Ich wollte nicht spielen", sagte Süssmann. "Ich bin ja eigentlich Torwart-Trainer und kann selbst nicht trainieren." Doch die mangelnde Praxis machte er mit Erfahrung wett. Wenn er gebraucht wurde, war da. "Die Bälle sind mir auch entgegen gekommen", sagt Süssmann. "Sie waren einfach zu halten." Zum ersten Mal musste er in der 29. Minute bei einem Fernschuss von Marcel Gerstle eingreifen. Er tauchte in das von ihm aus gesehen rechte Eck ab und lenkte den Ball zur Ecke. In der 42.Minute wartete er lange, als Heiko Throm auf ihn zulief und parierte. In der 53. Minute blieb Süssmann erneut gegen Gerstle Sieger. Der Neckarelzer hatte sieben Meter vor dem Tor den Ball am Fuß. Süssmann wartete lange und hielt den Schuss. Auch in der Nachspielzeit stand er parat und rettete den Sieg. Zusammen mit seinen Mannschaftskameraden. Sie unterstützten ihn, ließen Süssmann nicht im Regen stehen.

Engpass

"Es war schon ein gutes Gefühl, mal wieder zu spielen. Gerade wenn es so ausgeht. Aber ich brauche das nicht mehr." Trotzdem könnte es passieren, dass er im nächsten Spiel noch einmal auflaufen wird. Es wäre ungerecht, alles nur Süssmann zuzuschreiben. "Wir haben uns das Glück heute erarbeitet", sagte Stephan. Die Rote Karte für Kapitän Dominik Streicher trübt allerdings etwas die Freude. "Durch den personellen Engpass müssen wir jetzt bis Weihnachten durch", sagt Stephan. Manuel Hofmann wird noch mindestens einmal wegen einer Notbremse gegen den FC Nöttingen aussetzen müssen, Streicher wohl mindestens zwei Wochen. Dafür wurde die Sperre von Nico Nierichlo verkürzt. Er stand gegen Neckarelz schon wieder auf dem Platz. mars

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