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Montes macht den Weg für Neubeginn frei

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Trainer des Landesliga-Vorletzten Aramäer Heilbronn stellt sein Amt zur Verfügung − Auch Assistent Robert Stubert hört auf

Von unserem Redakteur Alexander Bertok
Marcus Montes (vorne) und Robert Stubert sind nicht mehr Trainer des Landesligisten Aramäer Heilbronn. Am Dienstag sind sie zurückgetreten.Foto: Archiv/Bertok
Marcus Montes (vorne) und Robert Stubert sind nicht mehr Trainer des Landesligisten Aramäer Heilbronn. Am Dienstag sind sie zurückgetreten.Foto: Archiv/Bertok

Die Mannschaft wie auch die Funktionäre des Landesligisten Aramäer Heilbronn haben ihrem Trainerduo Marcus Montes und Robert Stubert bis zuletzt den Rücken gestärkt, trotz des enttäuschenden Saisonstarts mit nur zwei Punkten aus sieben Spielen, einem Torverhältnis von 7:24 und dem vorletzten Tabellenplatz. Die beiden sportlich Verantwortlichen standen intern nicht zur Diskussion. Doch am Dienstag haben die beiden Übungsleiter von sich aus die Reißleine gezogen und ihren Rücktritt erklärt.

"Wir haben Marcus gebeten, sich das nochmals reiflich zu überlegen, aber am Dienstagnachmittag hat er uns endgültig mitgeteilt, dass er und Robert aufhören werden", berichtet Abteilungsleiter Daniel Maroge. "Die Mannschaft war von der Nachricht geschockt, abends haben sich Marcus und Robert von allen verabschiedet. Der Verein wäre den Weg mit ihnen weitergegangen." Das Gespann hatte die Aramäer in der Winterpause 2014/2015 als Nachfolger von Torsten Schlegel und Alexander Hofer übernommen.

Geschichte geschrieben "Mit der Bezirksligameisterschaft und dem Pokalsieg sowie Platz neun in der Landesliga-Premierensaison haben sie sich nach ganz oben in die Geschichtsbücher des Vereins geschrieben", hebt Maroge die Verdienste des Duos hervor.

"Es ist uns nicht leicht gefallen, aber wir waren der Meinung, dass die Mannschaft eine Veränderung braucht. Einen frischen Mann, der den Reset-Knopf drückt und für neue Impulse sorgt. Noch befinden wir uns in einer Phase der Saison, in der man die Kurve noch kriegen kann", begründet Montes seinen Rücktritt. "Das Team besitzt definitiv Landesliga-Niveau. Was aktuell fehlt, ist eine Initialzündung. Wir wollten etwas verändern, und die einzige Möglichkeit etwas ändern zu können, ist auf der Trainerposition. Wir ermöglichen dem Verein somit einen Neustart."

Den Abschied von der Mannschaft am Dienstagabend schildert Montes als emotionales Erlebnis. "Alle haben es bedauert, die Führungsspieler wollten uns überreden weiterzumachen. Das zeigt, dass Robert und ich doch vieles richtig gemacht haben."

Bei den Aramäern wird man sich zunächst mit einer internen Übergangslösung behelfen, die Suche nach einem Nachfolger als Trainer läuft auf Hochtouren.

"Es ist ein desaströser Saisonstart, da gibt es nichts, was man schönreden kann", betont Maroge aber nochmals, dass dies Montes nicht anzulasten sei. "Das liegt mannschaftlich geschlossen am eigenen Unvermögen. Jeder weiß, woran es mangelt. Aber derzeit ist es einfach so, dass die Jungs völlig verunsichert sind, und das führt zwangsläufig zu Fehlern."

Am Sonntag (15 Uhr) erwarten die Aramäer Heilbronn den SKV Rutesheim. Der Vizemeister der zurückliegenden Saison und aktuelle Tabellensechste ist als Titelaspirant ebenfalls schwach gestartet, hat aber zuletzt drei Mal in Folge gewonnen und befindet sich somit im Aufwärtstrend.

Ernst der Lage "Wir müssen das Bestmögliche aus dieser Begegnung herausholen. Egal wie, wir müssen punkten. Um den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren, benötigen wir eigentlich eine Serie von drei oder vier Spielen ohne Niederlage", macht Maroge den Ernst der Lage deutlich.

Da ist es aber eher hinderlich, dass gegen Rutesheim gleich fünf Stammkräfte fehlen. Patrick Rapp und Betim Rugovaj sitzen ihre Gelb-Rot-Sperre ab, Torjäger Robert Grau ist noch verletzt, Isa Gökmen kommt erst am Sonntag aus dem Urlaub zurück und Umut Calik weilt noch in den Flitterwochen.

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