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Knipsen statt tricksen

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Fussball - An Allerheiligen haben dieKicker des VfB Eppingen ihren nächsten Auftritt. Am Samstag, 14.30 Uhr, empfängt der Tabellenzweite der Fußball-Landesliga Rhein-Neckar die SG Oftersheim im Hugo-Koch-Stadion. Sechs Tage nach der 0:1-Niederlage beim FC Astoria Walldorf II eine willkommene Gelegenheit, mal wieder für Tore und Furore zu sorgen.

Von Eric Schmidt
Einfach rein damit: Torjäger Stefan Beierlein soll den Fußball-Landesligisten VfB Eppingen zu einem Heimsieg gegen die SG Oftersheim schießen.Foto: Klaus Krüger
Einfach rein damit: Torjäger Stefan Beierlein soll den Fußball-Landesligisten VfB Eppingen zu einem Heimsieg gegen die SG Oftersheim schießen.Foto: Klaus Krüger

Fussball - Als Trainer des VfB Eppingen ist Werner Habiger einiges gewohnt. Derzeit allerdings treiben es ihm seine Spieler etwas zu bunt. Stürmer Carsten Walther geht am liebsten in gelben Kickschuhen auf Torejagd, Kapitän Markus Skamrahl versucht neuerdings, mit roten Stiefeln ins Schwarze zu treffen. Das ist die Mode, so ist die Zeit. Ob es aber schön ist? „Vielleicht bin ich für solche Sachen schon zu alt“, sagt Habiger.

An Allerheiligen haben die Rot- und Gelbfüßler des VfB Eppingen ihren nächsten Auftritt. Am Samstag, 14.30 Uhr, empfängt der Tabellenzweite der Fußball-Landesliga Rhein-Neckar die SG Oftersheim im Hugo-Koch-Stadion. Sechs Tage nach der 0:1-Niederlage beim FC Astoria Walldorf II eine willkommene Gelegenheit, mal wieder für Tore und Furore zu sorgen.

Attacke Allerdings: Rund läuft es im Angriffsspiel der Kraichgauer nicht. 19 Tore hat der VfB in dieser Saison bislang erzielt, was etwas bescheiden ist für eine Mannschaft, die eine Eliteeinheit sein will. Der FCA Walldorf II (34 Tore) und SV Waldhof Mannheim II (28) sind weitaus angriffslustiger, auch die SG Dielheim (25), die SG Kirchardt (21) und der stürmische Aufsteiger TSV Obergimpern (25) durften häufiger jubeln. Der VfB war nur zum Auftakt ein Verein für Ballermänner. Mit dem 4:0 bei der TSG Weinheim II und dem 6:1 gegen die SG Wiesenbach erzielte er in den ersten beiden Spielen mehr Treffer als in den darauffolgenden acht zusammen.

Habiger ist nachdenklich geworden. „Wenn wir schon mit zwei Spitzen spielen, erwarte ich, dass sie Alarm schlagen. Da müssen sie aus den Chancen, die wir haben, mehr machen“, sagt der VfB-Coach und erklärt: „Ich habe den Eindruck, dass bei uns immer ein Spektakel aufgeführt werden soll. Da wird kombiniert, gezaubert, am besten soll der Ball noch oben direkt in den Winkel. Wir machen zu oft die komplizierten Sachen.“ Wichtig sei aber der einfache Abschluss. „Das Netz muss zappeln, darauf kommt es an.“

Unter der Woche hat der Trainer deshalb Spitzengespräche geführt - Gespräche mit seinen Stürmern Stefan Beierle und Carsten Walther. Walther ist das Sorgenkind. Der große Junge mit den gelben Schuhen hat in zehn Spielen zehn Mal gespielt, zehn Mal ging er leer aus. Auch am vergangenen Wochenende in Walldorf war der „Funkturm“ abgemeldet - und wurde nach 45 Minuten ausgewechselt. Habiger hat sich mit Walther unter anderem über Miroslav Klose unterhalten, den Bayern-Stürmer, der zu Beginn der Saison Ladehemmung und eine Art Torschusspanik hatte. „Warum hat Klose trotzdem immer gespielt? Weil er brutal viel für die Mannschaft arbeitet. Das ist mehr, als ein Podolski tut. Auch von meinen Stürmern erwarte ich, dass sie in der Defensive mithelfen.“ Das gilt auch für Stefan Beierle. Der quirlige Torjäger zählt zwar zu den Scharfschützen der Liga und ist torgeil, wie Habiger findet. „Aber nach seiner Knöchelverletzung ist er noch nicht ganz der Alte.“

Welche Kicker am Samstag gegen Oftersheim mit von der Partie sein werden? Habiger schließt Änderungen nicht aus. Möglich, dass Markus Skamrahl wieder in die Spitze rücken wird. Dass Dominik Baumann von Anfang aufläuft, ist eher unwahrscheinlich. Baumann ist nach einer guten Vorbereitung nicht mehr richtig in Schuss. „Er tut sich schwer.Er kommt nicht klar bei uns. Nach seinem Urlaub hat er den Anschluss verloren. Das sind zwei Wochen, die ihm fehlen“, sagt Habiger.

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