Stimme+
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

2:1 − Taktik der Neckarsulmer SU geht auf

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Fussball - Die Freude war groß. Was mit einer Trauerminute für die Erdbebenopfer in Japan begann, endete im Freudentaumel. Die Neckarsulmer Sport-Union feierte mit dem 2:1-Sieg über den Landesliga-Tabellenzweiten FV Löchgau den dritten Dreier im dritten Spiel nach der Winterpause.

Von Alexander Bertok

Fussball - Die Freude war groß. Was mit einer Trauerminute für die Erdbebenopfer in Japan begann, endete im Freudentaumel. Die Neckarsulmer Sport-Union feierte mit dem 2:1-Sieg über den Landesliga-Tabellenzweiten FV Löchgau den dritten Dreier im dritten Spiel nach der Winterpause.

"Ich bin überglücklich", jubelte ein abgekämpfter, aber strahlender Spielertrainer Timo Böttjer. "Das haben die wenigsten erwartet. Die kämpferische Einstellung hat gestimmt. Irgendwie langt es uns derzeit immer. Das macht richtig Spaß."

Abteilungsleiter Klaus-Dieter zur Linden sagte erleichtert: "Das war wichtig, jetzt haben wir etwas Luft nach hinten." Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, ebenso viele sind es auf den besiegten Tabellenzweiten FV Löchgau. Doch noch geht der Blick nach hinten, dämpft auch Sportdirektor Marco März die Euphorie.

Zwei Konter Aus einer diszipliniert auftretenden Defensive heraus, suchten die Gastgeber ihr Heil über Konter. Löchgau bestimmte das Spiel, notierte in der ersten Halbzeit jedoch keine klare Torchance. Auf der anderen Seite ging die Taktik der Neckarsulmer voll auf. In der 26. Minute leitete Torhüter Ante Kezic nach einem harmlosen Schuss der Gäste einen Angriff ein, den Dennis Ruiz-Maile nach Vorlage von Quadie Barini mit der 1:0-Führung abschloss. Drei Minuten später folgte der nächste Konter. Erneut war es Barini, der den Ball auf Ruiz-Maile ablegte. Der Stürmer umspielte seinen Gegner, ließ auch noch den Torhüter schlecht aussehen und vollendete zum 2:0. Eine fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidung schwächte in der 44. Minute die Neckarsulmer. Enzo Romano bekam den Ball aus zwei Metern an die Hand, der Unparteiische urteilte auf absichtliches Handspiel und schickte den zuvor bereits verwarnten Defensivmann mit der gelb-roten Karte vom Platz.

"Das wird noch eine enge Kiste", befürchtete NSU-Pressemitarbeiter Ingo Doberstein in der Pause. "Wir müssen so lange wie möglich die Null halten." Diese Hoffnung zerplatzte jedoch bereits in der 49. Minute. Eine weit geschlagene Freistoßflanke köpfte Manuel Sanchez zum Anschlusstreffer ins Tor. "Ich glaube, ich war mit dem Kopf noch dran", meinte Böttjer hinterher. Es war für lange Zeit die letzte gefährliche Aktion der Gäste, die in der 64. Minute nach einer Tätlichkeit an Ruiz-Maile ebenfalls einen Platzverwes hinnehmen mussten.

Brenzlige Situationen In der Schlussphase überstand die NSU noch einige brenzlige Situationen. Es waren jeweils lang und hoch geschlagene Bälle, die den Neckarsulmer Anhang bangen ließen. "Das Spiel hat für uns einen unglücklichen Verlauf genommen", ärgerte sich der Löchgauer Trainer Evangelos Sbonias. "Neckarsulm hat sich hinten rein gestellt und auf Konter gelauert. Wir haben sie dann durch zwei individuelle Fehler zum Toreschießen eingeladen. Wenn ein Gegner mit elf Mann hinten drin steht, hat man es schwer."

Die Niederlage wirft die Löchgauer jedoch nicht aus der Bahn. "Wir spielen eine starke Runde mit einer jungen Mannschaft im Durchschnittalter von 21 Jahren", sagt Sbonias.

Neckarsulmer Sport-Union: Ante Kezic, Timo Böttjer, Robin Heiler, Dimitri Gerach, Dennis Ruiz-Maile (77. Sian Andic), Tobias Wenreuter Florian Grunwald (92. Engin Olgun, Christopher Limpf, Enzo Romano, Alessandro Reinecke, Quadie Barini (81. Marcel Oechsner)

FV Löchgau: Salvatore Rrivarolo, Kevin Önvedi (antonio Ciuffo), Erkan Olgun, Kevin Carter (83. Robin Kobar), Manuel Sanchez, Simon Herbst, Salvtore Langella, Peter Wiens, Francesco, Marcel Gayer, Marc Arnold (62. Baris Tökmel).

Tore: 1:0 (26.) Ruiz-Maile, 2:0 (29.) Ruiz-Maile, 2:1 (49.) Sanchez. Schiedsrichter: Frank Dürr (Schwäb. Hall). Zuschauer: 150. Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot (45.) Romano (NSU), Rot (64.) Prisco (FVL).

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben