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Reinigende Gespräche nach dem Duschen

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Fussball - Peter Hochmuth hat einen Hoffe-Song komponiert

Seine Laune war schon besser: VfB-Trainer Bodo Schlitzke.Foto: Klaus Krüger
Seine Laune war schon besser: VfB-Trainer Bodo Schlitzke.Foto: Klaus Krüger

Fußnoten Den letzten großen Auftritt hatte Peter Hochmuth am Donnerstagabend. Mit seiner Stimmungsband „Sunshine & Fun“ spielte der Musiker aus Bad Wimpfen im Heilbronner Weindorf auf und gab Lieder von den Flippers und den Kastelruther Spatzen zum Besten. Wie immer hat es sehr viel Spaß gemacht, „Sunshine & Fun“ fühlt sich wohl bei Partys, Feten und Firmenjubiläen.

Nun will die Combo neue Felder betreten – Fußball-Felder. Wer bei Weinfesten den „Roten“ und den „Weißen“ anpreisen kann, will im Stadion auch die „Blauen“ besingen – die Kicker von 1899 Hoffenheim. Zusammen mit Udo Hekler hat Peter Hochmuth deshalb einen „Hoffe“-Song komponiert. Einen Fußball-Hit für Schlager-Spiele in der Bundesliga. „Hopp, Hopp, Hoffe“ heißt das Lied mit dem eingängigen Refrain: „Hopp, Hopp, Hoffe! Bei uns sind alle Tore offe!“ Das Ziel ist klar: „Unser Traum ist, dass wir unser Lied im Stadion in Mannheim oder Sinsheim singen, dass es bei den Heimspielen gespielt wird und dass es die CD irgendwann im Fan-Shop gibt“, sagt Hochmuth und grinst: „Wenn das Lied am Sonntag nach jedem Tor gegen Borussia Dortmund zu hören gewesen wäre, könnten die Fans es schon auswendig.“

Die Idee zur „Hoffe“-Hymne kam ihm im Sommer. Ein Verein, der sportlich so viel Geschichte schreibt, braucht auch musikalisch seine Fuß-Noten. Rudi Böhret schrieb den Text, Hochmuth und Hekler sorgten für den guten Ton. Innerhalb von drei Wochen war alles im Kasten, im Studio wurde das Lied aufgenommen. Es ist eine Lobeshymne, die sich in einfachen Worten einen Reim auf den Erfolg der Kraichgauer macht.

„Wer in der Region kein Fan von Hoffenheim ist, ist selber schuld. Der versteht vom Fußball nichts“, sagt Hochmuth. Eine CD des bisher unveröffentlichten Songs hat der Keyboarder an die Geschäftsstelle von 1899 und Mäzen Dietmar Hopp geschickt – in der Hoffnung, Resonanz zu bekommen. „Leider habe ich bisher noch keine Antwort erhalten. Wenn wir am Text oder an der Musik etwas ändern sollen, können wir das gerne tun.“

Ihm selbst gefällt die Komposition. „Mir geht sie nicht mehr aus dem Kopf“, sagt er und hält „Hopp, Hopp, Hoffe“ für die bessere Erkennungsmelodie als das Badnerlied. Denn: „Hoffenheim hat so viele Fans in Württemberg und in der Pfalz – ihnen gegenüber ist das Badnerlied nicht fair. Mich stört’s. Das Badnerlied passt einfach nicht.“

Stunksitzung

Kaum kamen die Spieler aus der Dusche, wollte der Trainer das Handtuch werfen: Die 2:4-Heimpleite gegen den SV Adelshofen blieb beim VfB Eppingen II nicht ohne Nachspiel. Nach der vierten Saisonniederlage in der Fußball-Kreisklasse A Sinsheim bot Coach Bodo Schlitzke seinen Rücktritt an: „Wenn es Leute gibt, die nicht mehr mit mir arbeiten wollen, sollen sie es sagen. Dann hör’ ich auf.“

Auf Empfehlung Schlitzkes zog sich die Mannschaft ohne ihn zu einer Krisensitzung in der Kabine zurück. Er selbst wartete in einer Eppinger Videothek auf die Entscheidung. Die überbrachte knapp eine Stunde später Kapitän Jörg Kreß. Das Team des Tabellenletzten hatte sich für eine weitere Zusammenarbeit ausgesprochen.

Auch Schlitzke ist gewillt, das Zusammenspiel fortzusetzen. Die Vertrauensfrage am Sonntagabend habe er deshalb gestellt, um ein Zeichen zu setzen und alle wachzurütteln. „Die Mannschaft liegt mir am Herzen. Aber sie muss noch zu einer Einheit zusammenwachsen. Wir müssen den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen, auch wenn es ein paar Unzufriedene gibt“, sagt der 54-Jährige und kündigt an: „Wir werden miteinander reden. Für Kritik und Anregungen bin ich offen.“ Dass vor allem die jüngeren Spieler, die nicht so häufig zum Einsatz kommen, Probleme mit ihm hätten, sei ihm klar. „Aber die A-Klasse ist eine Riesenumstellung. Ich brauche zurzeit die erfahrenen Spieler. Ich will die jungen im Abstiegskampf nicht ins kalte Wasser werfen.“

Klar, die Schlappe gegen den SV Adelshofen hat den alten Hasen gewurmt. Bis zum fünften Spieltag hatte der SVA kein Bein auf den Boden gebracht – dann kam er nach Eppingen und gewann. „Und zwar völlig verdient. Adelshofen hat eine Rieseneinstellung gehabt und war bis in die Haarspitzen motiviert. Wir haben zwei Böcke in der Abwehr geschossen“, erklärt Schlitzke. Und: „Ich war enttäuscht.Wir hatten am Freitag 24 Mann im Training, die Stürmer haben noch ein Sondertraining bekommen. Doch am Sonntag hat bei manchen die Einstellung nicht gestimmt.“

An seiner Einstellung hat sich nichts geändert. Bodo Schlitzke ist und bleibt ein VfBler – in ihm fließt schwarz-rotes Blut. „Wer mich kennt, weiß, dass ich immer alles gebe und 24 Stunden für diesen Verein da bin.“ Eric Schmidt

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